Schnarchen – der Alptraum vieler Partner und höchst belastend für Betroffene

Jede Nacht das gleiche Szenario: Kaum geht man zu Bett und die Augen sind schwer und müde, wird man von einem lauten und erbarmungslos wiederkehrenden „Sägegeräusch“ daran gehindert, einschlafen zu können.

Schnarchen - der Alptraum vieler Partner und höchst belastend für Betroffene
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Jede Nacht das gleiche Szenario: Kaum geht man zu Bett und die Augen sind schwer und müde, wird man von einem lauten und erbarmungslos wiederkehrenden „Sägegeräusch“ daran gehindert, einschlafen zu können. Schlimmer noch: Man ist gerade genüsslich eingeschlafen, da wird man durch das rhythmische Schnarchen des Partners wieder aus dem Schlaf geholt.

Ein Alptraum für viele Partner und Partnerinnen, die sich Nacht für Nacht in ihre Kissen graben, sich von links nach rechts drehen oder sich mit Ohrstöpseln bewaffnen – nur um diesem durch Mark und Bein kriechenden Geräusch entgehen zu können. Nur selten gelingt dies und der Weg aufs Sofa – für die Schnarchnase oder den gequälten Partner – ist meist das einzige Unterfangen. Das ist jedoch nicht nur belastend, sondern teils auch aus gesundheitlicher Sicht nicht ganz ungefährlich.

Die Ursache des Schnarchens

Rein anatomisch gesehen entsteht das Geräusch beim Schnarchen durch meist verengte obere Atemwege. Diese lassen das Gaumensegel vibrieren, ebenso im Umkehrschluss das Zäpfchen und den Zungengrund. Der Tenor hierbei betrifft jedoch die Erschlaffung der Muskeln, die das Ganze forcieren kann.

Deshalb schnarchen viele Menschen, wenn sie Alkohol getrunken haben, beispielsweise noch viel stärker und intensiver. Aber auch verschiedene Medikamente können in der Nacht dazu führen, dass das Schnarchen verstärkt wird. Ebenso können die Rückenlage im Schlaf sowie Übergewicht dazu beitragen. Je entspannter also die Muskulatur im Rachenraum, umso mehr wird geschnarcht.

Je älter, umso stärker

Fakt ist, dass zum einen meist Männer deutlich mehr schnarchen als Frauen und mit zunehmendem Alter auch die Häufigkeit und Intensität des Schnarchens zunimmt. Werden dann auch noch Schlaf- oder Beruhigungsmittel eingenommen, trägt dies letztlich zur Erhöhung der Lautstärke des Schnarchens bei.

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Frauen schnarchen in der Regel erst im Alter – viele erst dann, wenn ihr Körper im Klimakterium eine Hormonumstellung durchmacht. Aber auch in der Schwangerschaft kann das Schnarchen bei Frauen beginnen.

Anatomisch bedingte Ursachen

Wenn Menschen sehr große und ausgeprägte Mandeln haben, schnarchen sie in der Regel auch häufiger. Ebenso, wenn ein verlängertes Zäpfchen vorhanden ist. Auch eine große Zunge oder ein nach hinten versetzter Kiefer können das Schnarchen begünstigen.

Übergewicht sowie wenig Sport und Muskelaufbautraining bilden zudem auch des Öfteren die Grundlage fürs Schnarchen. Besonders Übergewicht, denn die Fettbildung findet auch im Inneren des Halses statt und führt zu Verengungen in diesem Bereich. Aber auch eine verkrümmte Nasenscheidewand und Polypen führen zum Schnarchen.

Es gibt noch viele weitere Indikatoren, die zum Schnarchen führen oder es begünstigen. Unter schnarchprobleme.info kann man sich einige Tipps und Infos hierzu einholen.

Wenn die Nase zu ist

Besonders dramatisch wird das Ganze, wenn eine Erkältung vorliegt und die oberen Atemwege betroffen sind. Die Schleimhäute schwellen an und verengen vor allem die Atemwege, wie beispielsweise die Nase. Aber auch Allergien wie Heuschnupfen führen zu Verengungen und demnach auch zu verstärktem Schnarchen.

Rauchen und Alkohol

Alkohol führt zur Muskelerschlaffung und wenn dann auch noch in Rückenlage geschlafen wird, fällt die Zunge unwillkürlich nach hinten. Für Raucher besteht eine permanente Reizung der Atemwege sowie Schwellungen der Schleimhäute.

Wenn das Schnarchen den Schlaf raubt

Für Betroffene wie auch Partner kann durch das Schnarchen der gesunde Schlaf dahin sein. Zum einen werden Schnarcher durch Atemaussetzer – beim Zurückfallen der Zunge beispielsweise – aus dem Schlaf geholt. Zum anderen können Partner schlicht nicht in den Schlaf finden, wenn neben ihnen die „Säge“ auf Hochtouren läuft.

Mittlerweile gibt es aber viele Dinge, die helfen können, wie die Schnarchschiene beispielsweise. Diese kann dazu führen, dass viele Faktoren, die das Schnarchen begünstigen, teils unterbunden werden. Auch die Angewohnheit, auf der Seite liegend zumindest einzuschlafen, hilft beiden Partnern.

Was viele Partner ebenfalls praktizieren, ist, dass das Zubettgehen nicht gemeinsam stattfindet, sondern in einem versetzten Zeitfenster. So geht zuerst der Nicht-Schnarchende ins Bett und kann einschlafen – und der Schnarcher erst später.

Fazit

Schnarchen ist ein ewiges Übel und gilt als Beziehungskiller. Denn die meisten Partner flüchten aufs Sofa oder richten sich – wenn vorhanden – ein Gästezimmer ein oder nutzen im Alter das ehemalige Kinderzimmer. Der gesunde Schlaf ist wichtig, vor allem auch im Alter. Nicht umsonst schlafen viele ältere Menschen in getrennten Zimmern, wobei dies ihrer Zuneigung und Liebe zueinander sicherlich keinen Schaden zufügen muss.

Zwar kann man heute auf diverse Hilfsmittel setzen, die das Schnarchen zumindest lindern können. Doch wer Rücksicht auf seinen Partner nimmt, vor dem Zubettgehen keinen Alkohol trinkt, auf der Seite liegend einschläft oder zuletzt ins Bett kriecht, macht vieles richtig.

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