PATHUM THANI, THAILAND – Nach einer intensiven Fahndung von mehr als zwei Tagen hat sich ein wegen mehrfacher bewaffneter Angriffe gesuchter Mann in Pathum Thani der Polizei gestellt. Der Fall hatte in der Provinz nördlich von Bangkok zu erheblichen Sicherheitsbedenken geführt, so dass aus Vorsicht zahlreiche Schulen geschlossen wurden.
Festnahme nach zweitägiger Fahndung
Der 30-jährige Noparat Jeento begab sich am Mittwochnachmittag gegen 16 Uhr in das Büro der Provinzpolizei von Pathum Thani, nachdem er zuvor Kontakt zu Pol Lt Gen Khamronwit Thoopkrajang, dem Vorsitzenden der Provincial Administration Organisation, aufgenommen hatte.
Die Polizei hatte ihn zuvor mehr als zwei Tage lang gesucht und war davon ausgegangen, dass er sich im Bezirk Lat Lum Kaeo der Provinz Pathum Thani versteckt hielt.
Öffentlicher Druck und Schulschließungen
Bei einer anschließenden Pressekonferenz erklärten Ermittler, der Tatverdächtige habe sich zur Aufgabe entschlossen, nachdem er erfahren habe, dass aus Sicherheitsgründen Schulen geschlossen worden seien.
Er betonte, er habe „niemals vorgehabt, irgendeine Schule zu stürmen oder dort das Feuer zu eröffnen“ und sei aus Angst und innerer Not geflohen.
Ausgangspunkt: Streit mit Ehefrau und Schüsse auf Rettungsfahrzeug
Nach Angaben von Pol Col Dusadee Hiranrat, dem Leiter der örtlichen Polizeistation, nahm das Geschehen am Sonntag seinen Anfang, als der im Bezirk Lat Lum Kaeo gemeldete Mann seine Ehefrau angriff und anschließend in der Provinz Chon Buri Schüsse auf ein Motorway-Rettungsfahrzeug abgab.
Der Angriff auf das Rettungsfahrzeug ereignete sich, nachdem Helfer den Pick-up des Mannes auf der Motorway 7 in gefährlicher Position entdeckt und ihn aufgefordert hatten, diesen umzuparken.
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
Flucht, Entführungsvorwurf und Waffenfund
Die Rettungskräfte hatten nach eigenen Angaben gesehen, dass der Fahrer mit seiner Frau stritt und sich zunächst zurückgezogen, bis der Mann kurz darauf den Rettungswagen verfolgte, auf dessen Reifen schoss und dann mit seiner Frau davonfuhr, wobei die Polizei im Fahrzeug Säcke mit Kratom-Blättern entdeckte und die Frau später Anzeige wegen Körperverletzung erstattete.
Laut Pol Col Dusadee soll Noparat anschließend seinen Schwiegervater mit vorgehaltener Waffe in seinen Pick-up gezwungen haben, um über ihn ein Treffen mit seiner Frau zu erzwingen, die er für die Anzeige verantwortlich machte, wobei der Schwiegervater im Bezirk Bang Pa-in in der Provinz Ayutthaya unverletzt fliehen und den verlassenen Pickup melden konnte.
Legal registrierte Waffe und Einfluss von Drogen
Bei einer Durchsuchung des Hauses des Verdächtigen in Lat Lum Kaeo stellten Beamte nach Angaben von Pol Col Dusadee sieben Schusswaffen sicher.
Noparat erklärte vor Medienvertretern, die Waffe, die er am Mittwoch bei sich gehabt habe, sei legal registriert und zur Selbstverteidigung gekauft worden und sei zuvor nie für eine Straftat benutzt worden.
Eifersucht, Cannabis und Schutz für Schulen
Er räumte ein, vor dem Streit mit seiner Frau Cannabis geraucht zu haben und erklärte, während des Vorfalls von Eifersucht überwältigt gewesen zu sein.
Während der Fahndung ließ die stellvertretende Generalsekretärin des Office of the Basic Education Commission, Patarawan Patarabowornput, aus Vorsicht 20 Schulen in Lat Lum Kaeo schließen und Sicherheitskräfte zum Schutz von Schülern, Lehrkräften und Personal entsenden.



Wichtiger Hinweis für unsere Leser
Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln: