BANGKOK, THAILAND – Am Flughafen Suvarnabhumi haben thailändische Behörden einen indischen Passagier festgenommen, in dessen aufgegebenem Gepäck sie 15 lebende Wildtiere entdeckt haben. Der Fall wirft erneut ein Schlaglicht auf den illegalen Handel mit geschützten Arten auf internationalen Flugrouten.
Festnahme am Abflug-Gate
Der 38-jährige Inder Naveen Kumar wurde nach Angaben der Behörden am späten Dienstagabend im internationalen Abflugbereich von Suvarnabhumi gestoppt.
Er stand kurz davor, an Gate C2A in den Abflugbereich für einen Flug der Thai Airways nach Kolkata einzuchecken, als er an einem Kontrollpunkt auffiel und zur Wildlife Inspection Station gebracht wurde.
Versteckte Wildtiere im Koffer
Bei der Durchsuchung seines aufgegebenen grauen Rollkoffers fanden Inspektoren insgesamt 15 lebende Wildtiere, darunter 13 Pulu- und Süßwasserschildkröten, einen Langur und einen Gibbon.
Die Tiere waren in Plastikkörben und Stoffsäcken zwischen persönlichen Gegenständen verborgen und sollten nach Behördenangaben offenbar außer Landes geschmuggelt werden.
Beweismittel und Ermittlungen
Zusätzlich zu den Tieren stellten die Beamten ein altes Mobiltelefon sicher, das der Verdächtige freiwillig als mögliches Beweismittel im Zusammenhang mit der Tat übergab.
Der Fall wurde an die Ermittler der Polizeistation Suvarnabhumi Airport übergeben, die nun die weiteren rechtlichen Schritte gegen den Mann koordinieren.
Mögliche Anklagen und weitere Schritte
Dem Verdächtigen drohen nach Angaben der Behörden mehrere Anklagen nach dem Wildlife Preservation and Protection Act, dem Customs Act sowie weiteren einschlägigen Vorschriften.
Komkrit Pinsai, Leiter der Wildlife Inspection Station am Flughafen, bestätigte die Sicherstellung der Tiere und erklärte, der Fall sei zur strafrechtlichen Verfolgung vollständig dokumentiert worden.
Versorgung der beschlagnahmten Tiere
Die konfiszierten Tiere wurden der Wildlife Conservation Office und der Fisheries Inspection Office am Flughafen Suvarnabhumi übergeben, die für ihre fachgerechte Versorgung zuständig sind.
Dort sollen die Arten der Tiere genau bestimmt und ihr Gesundheitszustand überprüft werden, was Teil des laufenden Verfahrens ist und später auch vor Gericht eine Rolle spielen dürfte.
🦧 Tierleid im Rollkoffer – wie groß ist das Netzwerk dahinter?
Ein einzelner Mann mit 15 lebenden Tieren im Gepäck – doch solche Fälle werfen eine größere Frage auf: Handelt es sich um einen Einzeltäter oder um ein internationales Schmugglernetz? Der illegale Handel mit Wildtieren gilt als milliardenschweres Geschäft. Reichen die Kontrollen an Flughäfen aus – oder braucht es härtere Strafen und internationale Zusammenarbeit?
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