Virus-Alarm im Gefängnis: Häftling stirbt, zwei Helfer infiziert

🚨🦠 Mpox-Alarm im Gefängnis! Nach dem Tod eines Häftlings infizieren sich zwei Gesundheitshelfer. Isolation, Impfungen, Besuchsstopp – Behörden sprechen von „unter Kontrolle“. Doch wie groß ist das Risiko wirklich?

Virus-Alarm im Gefängnis: Häftling stirbt, zwei Helfer infiziert
Facebook/ กรมควบคุมโรค กระทรวงสาธารณสุข
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BANGKOK, THAILAND – Ein Mpox-Todesfall in einem Gefängnis im Westen der thailändischen Hauptstadt hat zu strengen Seuchenmaßnahmen und zwei weiteren Infektionen unter medizinischen Gefängnishelfern geführt.

Todesfall im Thon-Buri-Gefängnis

Nach Angaben des Department of Disease Control (DDC) ist ein 44 Jahre alter Häftling im Gefängnis Thon Buri am 11. Februar an den Folgen einer Mpox-Infektion gestorben.

Der Mann habe an mehreren schweren Vorerkrankungen einschließlich HIV gelitten, was nach Behördenangaben zu einem raschen und letztlich tödlichen Krankheitsverlauf geführt habe.

Kontaktverfolgung und erste Maßnahmen

Unmittelbar nach dem Todesfall identifizierte das DDC insgesamt 49 Kontaktpersonen mit erhöhtem Ansteckungsrisiko, darunter Mitgefangene und freiwillige Gesundheitshelfer der Anstalt.

Parallel dazu seien Maßnahmen zur Infektionskontrolle umgesetzt worden, insbesondere Isolation gefährdeter Personen sowie engmaschige medizinische Beobachtung.

Einschränkungen im Gefängnisbetrieb

Die Bewegungen von Gefangenen in als Hochrisikobereiche eingestuften Zonen der Anstalt seien zeitweise ausgesetzt worden, teilten die Behörden mit.

Häftlinge, die engen Kontakt mit dem Verstorbenen hatten, müssten nach diesen Angaben über 21 Tage hinweg zweimal täglich Fieber messen, während Besuche von außen vorübergehend gestoppt wurden.

Impfungen und Hygiene im Fokus

Das DDC erklärte, die Gefängnisleitung habe umfassende Umweltreinigungen vorgenommen und die Entsorgung von infektiösem Abfall unter strengere Auflagen gestellt.

Zudem seien Mpox-Impfstoffe gezielt an eine definierte Hochrisikogruppe verabreicht worden, darunter 19 Inhaftierte und Bedienstete der Anstalt.

Zwei infizierte Gefängnishelfer

Im Zuge der Überwachung seien bei zwei freiwilligen Gefängnis-Gesundheitshelfern Mpox-Infektionen festgestellt worden, nachdem sie zuvor als Kontaktpersonen erfasst worden waren.

Beide zeigten nach Behördenangaben nur milde Symptome mit kleinen, eitrig gefüllten Hautausschlägen und wurden in das Correctional Hospital eingewiesen, wo ihr Zustand als stabil beschrieben wird.

Verhinderung einer Ausbreitung nach außen

Das DDC betonte, mehrere zuständige Stellen arbeiteten eng zusammen, um eine Weiterverbreitung des Erregers innerhalb der Haftanstalt zu unterbinden.

Zugleich sei das Ziel, eine Ausbreitung in die umliegenden Stadtgebiete zu verhindern und mögliche Infektionsketten frühzeitig zu unterbrechen.

Krankheitsbild und Behandlung von Mpox

Mpox wird den Angaben zufolge vor allem durch engen Körperkontakt, Tröpfcheninfektion oder Berührung kontaminierter Materialien übertragen und äußert sich typischerweise durch Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, geschwollene Lymphknoten und einen charakteristischen Hautausschlag mit Blasen oder Geschwüren.

Die Mehrheit der Fälle verläuft nach Einschätzung der Fachleute mild und klingt innerhalb von zwei bis vier Wochen ab, wobei die Behandlung in der Regel auf Schmerz- und Fiebersenkung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und die Vermeidung von Folgeinfektionen abzielt, während antivirale Mittel wie Tecovirimat in schweren Verläufen oder bei besonders gefährdeten Patienten eingesetzt werden können.

Aktuelle Fallzahlen im Land

Laut einem Bericht des Gesundheitsministeriums, der am 30. Januar im Sender Thai PBS ausgestrahlt wurde, wurden seit Beginn des Mpox-Ausbruchs im Jahr 2022 landesweit mehr als 1.030 bestätigte Fälle registriert.

Die Behörden sehen die aktuellen Ereignisse im Gefängnis Thon Buri vor diesem Hintergrund als weiteren Anlass, die Überwachung von Risikogruppen und geschlossenen Einrichtungen mit erhöhter Infektionsgefahr fortlaufend zu verstärken.

🦠 Ausbruch hinter Gittern – reicht der Schutz aus?

Ein Häftling stirbt, zwei Helfer infizieren sich, Dutzende Kontaktpersonen werden überwacht. Die Behörden sprechen von Kontrolle – doch Gefängnisse gelten als besonders sensible Orte für Infektionen.
Sind die Maßnahmen ausreichend, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern?
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Quelle: The Thaiger

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