Waffenkontrollen drastisch verschärft

⚠️🇹🇭 Bangkok kündigt harte Maßnahmen an: Behörden sollen künftig genauer hinschauen – und konsequent durchgreifen. Für viele Waffenbesitzer könnte sich der Alltag spürbar ändern. Was jetzt gilt…

Waffenkontrollen drastisch verschärft
The Nation
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BANGKOK, THAILAND – Die Regierung hat eine landesweite Verschärfung der Regeln zum privaten Besitz und Tragen von Schusswaffen angekündigt und setzt dabei auf strengere Kontrollen, erweiterte Überprüfungen und harte Strafen bei Verstößen. Ziel der Maßnahmen ist es nach Regierungsangaben, die öffentliche Sicherheit zu erhöhen und Gewalt mit Schusswaffen einzudämmen.

Regierungsbeschluss und politischer Hintergrund

Die stellvertretende Regierungssprecherin Aiyarin Phanrit erklärte am 19. Februar, die Behörden starteten eine umfassende Aktion gegen den Missbrauch von Schusswaffen im ganzen Land.

Auslöser seien dringliche Weisungen von Premierminister Anutin Charnvirakul, der eine konsequente Überprüfung und strikte Durchsetzung aller bestehenden Waffenkontrollmaßnahmen angeordnet habe.

Rolle der Innenverwaltung und lokale Behörden

Das Department of Provincial Administration habe die lokalen Verwaltungen angewiesen, die Regeln für Schusswaffenbesitz und -kontrolle in allen Regionen deutlich zu verschärfen.

Nach Angaben der Regierung sollen diese Schritte dazu beitragen, die öffentliche Sicherheit zu erhöhen und Leben sowie Eigentum der Bürger besser zu schützen.

Strengere Vergabe von Waffenlizenzen

Kernpunkt der neuen Vorgaben ist eine deutlich strengere Prüfung bei der Beantragung einer Waffenbesitzkarte vom Typ Formular P.3.

Örtliche Standes- und Meldebehörden müssen nach den neuen Regeln ausführliche Hintergrundprüfungen durchführen und dabei Verhalten, Umfeld und mögliche Verbindungen der Antragsteller zu illegalen Aktivitäten genau untersuchen.

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ZUM ANGEBOT

Gesetzliche Grundlage und Kontrolle bestehender Besitzer

Die erweiterte Überprüfung habe ausdrücklich im Rahmen von § 13 des Firearms Act von 1947 zu erfolgen, betonte die Regierungssprecherin.

Für Inhaber einer bestehenden Waffenbesitzlizenz nach Formular P.4 sollen lokale Beamte und Gemeindeführer das Verhalten kontinuierlich beobachten, um sicherzustellen, dass die Voraussetzungen für den Besitz weiter erfüllt sind.

Konsequenzen bei Gefährdung der öffentlichen Ordnung

Zeige sich, dass ein Lizenzinhaber die öffentliche Ruhe oder Sicherheit gefährde, seien die Behörden angehalten, entschlossen verwaltungsrechtliche und strafrechtliche Schritte einzuleiten.

Damit solle verhindert werden, dass registrierte Waffen in Situationen eingesetzt werden, die die Allgemeinheit oder einzelne Personen bedrohen.

Verlängerung des Verbots öffentlicher Waffentragegenehmigungen

Gleichzeitig verlängert das Innenministerium die befristete Aussetzung von Lizenzen zum Tragen von Schusswaffen in der Öffentlichkeit nach Formular P.12.

Dieses Verbot gilt seit dem 20. Dezember 2023 und untersagt den Behörden, der allgemeinen Bevölkerung neue Erlaubnisse zum Führen von Waffen im öffentlichen Raum zu erteilen, um Kriminalität und öffentliche Gewalttaten zu verringern.

Klare Grenzen für Waffenbesitzer

Aiyarin Phanrit erinnerte nachdrücklich daran, dass das Mitführen einer Schusswaffe an öffentlichen Orten wie Städten, Dörfern oder öffentlichen Straßen ohne triftigen und dringenden Grund eine schwere Straftat bleibt.

Eine Lizenz nach Formular P.4 berechtigt demnach ausschließlich dazu, die Waffe zur Selbstverteidigung im eigenen Wohnsitz aufzubewahren, nicht jedoch zum Führen im öffentlichen Raum.

Hohe Strafen bei Verstößen

Personen, die trotz der Verbote mit einer Schusswaffe in der Öffentlichkeit angetroffen werden, müssen mit empfindlichen Strafen rechnen.

Laut § 371 des Criminal Code und § 8 Bis des Firearms Act drohen bei Verstößen Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren, Geldstrafen von bis zu 10.000 Baht oder eine Kombination aus beidem.

🔫 Mehr Sicherheit oder nur Symbolpolitik?

Strengere Hintergrundchecks, verlängertes Trageverbot und harte Strafen – die Regierung kündigt eine landesweite Waffen-Offensive an.
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Quelle: The Nation

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