PHUKET – Die langen Arme der US-Justiz reichen bis nach Thailand! In einer spektakulären Aktion haben thailändische Ermittler eine ukrainische Frau in einem Condo auf Phuket festgenommen. Ihr Vorwurf: Sie soll in die größten Betrugsmasche der letzten Jahre verwickelt sein!
Festnahme im Paradies
Der Albtraum der ersehnten Freiheit endete am Donnerstag in einem schicken Condo in Chalong. Das thailändische Cyber Crime Investigation Bureau (CCIB) stürmte die Wohnung der Ukrainerin.
Die Beamten hatten einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss in der Tasche. Als die Tür aufging, war die Überraschung perfekt. Die Frau, deren Name noch nicht veröffentlicht wurde, ergab sich ohne Widerstand. Ihr Traum vom unerkannten Leben auf der Insel war schlagartig vorbei.
Das wurde bei der Razzia sichergestellt
Die Ermittler ließen nichts unversucht. Bei der Durchsuchung der Wohnung wurden zahlreiche Beweisstücke sichergestellt. Mehrere Handys, Computer, ein Laptop, ein iPad und wichtige Dokumente wurden beschlagnahmt. Alles soll nun in den USA genau unter die Lupe genommen werden.
Die Frau zeigte sich uneinsichtig: „Sie bestreitet alle Vorwürfe und will vor Gericht aussagen“, erklärte ein Polizeisprecher.
Die unglaubliche Dimension des Betrugs
Der Haftbefehl aus den USA wiegt schwer. Die Ukrainerin soll Teil eines gigantischen Ponzi- oder Pyramidenspiels gewesen sein. Das ist eine betrügerische Anlagemasche, bei der die ersten Anleger mit dem Geld neuer Kunden ausgezahlt werden.
Der Schaden, den die Bande angerichtet haben soll, ist atemberaubend: Über 340 Millionen US-Dollar! Umgerechnet sind das etwa 10,6 Milliarden Baht. Das US-Gesetz wirft ihr konspirativen elektronischen Betrug vor – ein schweres Verbrechen, das mit langen Haftstrafen geahndet wird.
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Internationale Beobachtung
Die Festnahme lief unter den Augen hochkarätiger Gäste ab. US-Sicherheits- und Strafverfolgungsbehörden waren live dabei.
Vertreter des FBI, der Homeland Security Investigations (HSI) und des US Secret Service (USSS) verfolgten den Einsatz genau. Sie wollen sicherstellen, dass die Verdächtige schnellstmöglich in die USA überführt wird.
Die thailändischen Behörden arbeiten eng mit ihren US-Kollegen zusammen. Das Verfahren läuft über den Rechtshilfevertrag (MLAT) zwischen beiden Ländern.
Was passiert jetzt mit der Ukrainerin?
Die Frau wurde nach ihrer Festnahme zunächst zur Staatsanwaltschaft gebracht. Die Auslieferungsformalitäten laufen bereits auf Hochtouren.
Sobald alle rechtlichen Hürden in Thailand genommen sind, wird sie in die USA überstellt. Dort erwartet sie ein Strafverfahren – mit möglicherweise drakonischen Strafen.
Die US-Behörden zeigen sich erfreut über die Festnahme. „Dies ist ein wichtiger Schlag gegen die internationale Wirtschaftskriminalität“, so ein FBI-Sprecher.
Warnung an flüchtige Betrüger
Thailand ist kein sicherer Hafen mehr für flüchtige Kriminelle. Die thailändischen Behörden haben in den letzten Jahren zahlreiche internationale Haftbefehle vollstreckt.
Die enge Zusammenarbeit mit ausländischen Geheimdiensten und Polizeibehörden trägt Früchte. Immer mehr gesuchte Verbrecher werden in Thailand aufgespürt und festgenommen. Für die Ukrainerin bedeutet das das Ende ihrer Flucht. Der Traum vom Leben im Paradies ist ausgeträumt. Jetzt wartet die US-Justiz auf sie.



Das ist in Thailand nichts Neues. Habe es einmal in den Neunzigern life miterlebt wie ein deutsches Pärchen von thailändischer Polizei und Zielfahndern des BKA an einer Bierbar festgenommen wurde. Das ging ratzfatz und mit einem BKA Beamten anschließend noch ein Bier getrunken.