PHUKET, THAILAND – Die Behörden der Ferieninsel ziehen die Vorgaben für Gesundheit und Umweltschutz deutlich an, um den Status Phukets als führendes Reiseziel langfristig zu sichern. Im Fokus stehen strengere Regeln für Festivals, der Umgang mit Cannabisrauch, der Schutz vor Legionärskrankheit in Hotels sowie neue Kontrollen für Lebensmittel, Heilkräuter und die umstrittene Swiftlet-Nest-Industrie.
Neuer Kurs des Gesundheitskomitees
Bei der ersten Sitzung des Provinziellen Gesundheitsausschusses Phuket 2026, die von Vize-Gouverneur Suwit Phansengiam geleitet wurde, legten die Verantwortlichen ein umfassendes Maßnahmenpaket für den Gesundheits- und Umweltschutz vor.
Ziel ist es nach Angaben der Provinz, die öffentliche Gesundheitsverwaltung auf ein Niveau zu bringen, das internationalen Standards entspricht und gleichzeitig das Vertrauen von Einheimischen und Gästen stärkt.
Strengere Auflagen für Festivals und Großevents
Künftig müssen Veranstalter von Festivals, Messen und Musik-Events nicht nur die entsprechenden Genehmigungen einholen, sondern auch klar definierte Hygiene- und Sanitärvorschriften strikt einhalten.
Aktivitäten, die als Märkte, Lebensmittelausgabestellen oder Unterhaltungsangebote eingestuft werden, sollen von den lokalen Behörden engmaschig überwacht werden, um Gesundheitsrisiken frühzeitig zu erkennen.
Cannabisrauch als „Belästigung“ im Visier
Der Ausschuss befasste sich ausführlich mit Plänen, im Rahmen des Public Health Act sogenannte kontrollierte Belästigungszonen auszuweisen, in denen Rauch und Geruchsbelästigungen durch Cannabis während größerer Veranstaltungen begrenzt werden können.
Kommunen sollen in diesen Zonen gezielt eingreifen dürfen, wobei Verstöße mit den im Gesetz vorgesehenen Sanktionen geahndet werden sollen.
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Hotels unter Druck wegen Legionellen-Tests
Angesichts der starken Abhängigkeit der Insel vom internationalen Tourismus diskutierten die Verantwortlichen eine Pflicht für Hotels, vor jeder Lizenzerneuerung mindestens zweimal jährlich auf Legionella-Bakterien testen zu lassen.
Mit der Maßnahme wollen die Behörden nach eigenen Angaben vor allem ausländischen und inländischen Gästen signalisieren, dass die Sicherheitsstandards von Unterkünften regelmäßig überprüft werden.
Kontrolle von Lebensmitteln, Kräutern und Swiftlet-Nestern
Das Gremium überprüfte den Stand der Lizenzierung von Lebensmittelausgabestellen an Schulen sowie neue Vorgaben für Verkauf und Verarbeitung kontrollierter Heilkräuter, darunter Cannabis, im Rahmen des Thai Traditional Medicine Protection and Promotion Act.
Gleichzeitig verwies die Runde auf neue Vorgaben des Gesundheitsministeriums, nach denen das Sammeln und Reinigen von Swiftlet-Nestern als gefährliche Tätigkeit gilt und deshalb strenge Auflagen zu Gebäudehygiene, Emissionskontrolle und Arbeitsschutz gelten.
Verzahnung von Behörden und Privatsektor
Der Gesundheitsausschuss bekräftigte, dass die Umsetzung der neuen Regelungen nur durch enge Kooperation von staatlichen Stellen, Lokalverwaltungen und privaten Betreibern gelingen kann.
Langfristig sollen die Maßnahmen dazu beitragen, das Wachstum des Tourismus nachhaltig zu gestalten und zugleich die Gesundheit der Bevölkerung sowie der Gäste zu schützen.
🌴 Mehr Regeln für Touristenparadies – sinnvoll oder übertrieben?
Cannabis-Rauch, Hotelhygiene, Festival-Kontrollen – Phuket will sein Image als sichere Destination stärken.
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