BANGKOK, THAILAND – Die Anti-Geldwäsche-Behörde hat Vermögenswerte im Wert von 778 Millionen Baht aus großen kriminellen Netzwerken beschlagnahmt oder eingefroren. Betroffen sind unter anderem mutmaßliche Drogenhändler, korrupte Amtsträger, Betrüger sowie Betreiber von illegalem Online-Glücksspiel.
Breiter Schlag gegen kriminelle Netzwerke
Die Anti-Money Laundering Office (Amlo) teilte mit, dass die Maßnahmen eine Reihe von Straftaten wie Drogenhandel, Korruption im Amt, Betrug, Online-Glücksspiel und andere Vortaten betreffen.
Angaben der Behörde zufolge wurden frühere Fälle im Zusammenhang mit Betrug durch Online-Betrüger, die bereits gesondert gemeldet worden waren, in der jetzt genannten Summe nicht berücksichtigt.
Umfang der beschlagnahmten Vermögenswerte
Insgesamt wurden nach Amlo-Angaben 1.307 Vermögenswerte in 58 Fällen beschlagnahmt oder eingefroren.
In 34 Fällen ergingen Beschlagnahme- und Sicherstellungsanordnungen für 835 Positionen, darunter Grundstücke, Eigentumswohnungen, Fahrzeuge, digitale Werte und Bankguthaben im Wert von 676 Millionen Baht.
Drogenring „Freddy“ und Online-Glücksspielnetzwerk
Ein besonders beachteter Fall betrifft ein mutmaßliches Drogennetzwerk unter Führung eines Verdächtigen mit dem Alias Freddy, bei dem Vermögenswerte im Umfang von 31 Millionen Baht eingezogen wurden.
Ein weiterer großer Komplex dreht sich um ein Online-Glücksspielnetzwerk, das nach Amlo-Angaben von einem Verdächtigen namens Thada geleitet wurde, bei dem Werte von geschätzt 421 Millionen Baht sichergestellt wurden.
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Betrug mit „geweihten“ Steinen und Immobilienmodelle
In einem separaten Betrugsfall werden die Feng-Shui-Praktikerin Thanawan Jiracharoenwes und Mitbeschuldigte verdächtigt, Opfer durch den Verkauf angeblich „geweihter“ geschnitzter Steine getäuscht zu haben, die als aus China importiert ausgegeben wurden.
Die Ermittler bezifferten die in diesem Zusammenhang sichergestellten Vermögenswerte auf rund 34 Millionen Baht.
Anlageprojekte und Erpressung bei Staatsaufträgen
Weitere Maßnahmen betrafen die Beschlagnahme von Vermögenswerten im Wert von 53 Millionen Baht, die mit Condominium-Investmentmodellen der Firma The New Concept Co in Verbindung stehen sollen.
Zudem ließ Amlo Vermögen im Umfang von 33 Millionen Baht in einem Erpressungsfall einfrieren, in dem eine Gruppe von Staatsauftragnehmern Geld verlangt haben soll, um diese bei Ausschreibungen im öffentlichen Sektor zu schützen.
Vermögensübertragung an den Staat
Nach Darstellung der Behörde beantragt Amlo derzeit gerichtliche Entscheidungen, um beschlagnahmte Vermögenswerte im Wert von etwa 109 Millionen Baht aus 11 Fällen endgültig auf den Staat zu übertragen.
Die Übertragung solcher Vermögenswerte auf den Staat gilt in der Strafverfolgung als wichtiges Instrument, um kriminellen Netzwerken langfristig ihre finanzielle Basis zu entziehen.



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