BANGKOK, THAILAND – Ab 18. März zieht die Regierung die Kraftstoffpreise leicht an und will Diesel zugleich bei maximal 33 Baht pro Liter deckeln.
Preisschritt ab 18. März – aber nur um Satang
Am 17. März kündigte Phiphat Ratchakitprakarn, kommissarischer Vizepremier und Transportminister, an, dass Benzin und Diesel ab heute Morgen in kleinen Schritten um einige Satang teurer werden.
Während Benzin laut Regierung bereits in den vergangenen ein bis zwei Wochen zugelegt hat, beginnt die Anpassung bei Diesel offiziell am 18. März.
Dieselpreis unter Deckel – Stand vor der Umstellung
Der aktuelle Diesel-Endkundenpreis lag am 16. März bei 29,94 Baht pro Liter und damit unter einer staatlichen Preisdeckelung, die vom 3. bis 17. März galt.
Die Behörden betonten, der neue Rahmen sehe weiterhin eine Obergrenze vor, wonach Diesel nicht über 33 Baht pro Liter steigen solle.
Genug Öl im Land – Reserven für rund drei Monate
Nach Regierungsangaben verfügte das Land am 16. März rechnerisch über Ölreserven für 96 Tage, während das Energieministerium teils von bis zu 100 Tagen sprach.
Zusätzliche Beschaffung habe die Reserve von etwa 90 auf 95 Tage angehoben, wobei Lieferungen unter anderem aus den USA und aus Afrika sowie weiteren Märkten kommen.
Warum trotzdem Zapfsäulen trocken laufen
Trotz ausreichender Gesamtmenge wurden Engpässe an einzelnen Stationen gemeldet, die laut Behörden vor allem aus Verteilproblemen statt aus fehlendem Nachschub resultieren.
Rund 10.000 Marken-Tankstellen wie Shell, PTT, Susco, Bangchak und Caltex würden weiter beliefert, während etwa 23.000 ungebundene und kleine Dorfstationen zeitweise leer ausgingen und Autofahrer zu großen Ketten ausweichen.
Hamsterkäufe sprengen die Logistik – Tanklaster im Nachtmodus
Behörden zufolge trieben Panik-Käufe die Nachfrage auf das Zwei- bis Dreifache des Normalniveaus und überlasteten damit die Lieferketten.
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Tanklaster kämen wegen Sicherheitsregeln und begrenzter Fahrzeiten nicht schnell genug hinterher, teils seien Routen auf Nachttransporte beschränkt, weshalb Stationen vorübergehend schließen oder einzelne Sorten ausverkaufen mussten.
Raffinerien auf 100 Prozent – 24-Stunden-Lieferung angeordnet
Die Raffinerien liefen nach offiziellen Angaben mit 100 Prozent Kapazität und seien aufgefordert worden, die Ausbringung wo möglich weiter zu erhöhen.
Zudem sollten Lieferfirmen 24 Stunden am Tag für sieben Tage am Stück ausfahren, während die Regierung an einer Lockerung von Zeitfenstern für Tanklaster und einem Ausbau des Pipeline-Transports arbeitet.
Kabinett prüft neue Sprit-Formeln – Billigerer B20 für Branchen
Das Kabinett will weitere Schritte beraten, darunter eine mögliche Verlängerung von Preisdeckeln und Änderungen an der Kraftstoff-Zusammensetzung.
Im Gespräch ist eine Umstrukturierung von Diesel ähnlich den Benzinmischungen E10, E20 und E85, außerdem ein Vorschlag, B20-Diesel für Industrie, Transport und Landwirtschaft um geschätzt 4 bis 5 Baht pro Liter günstiger als B7 bereitzustellen.
Öl-Fonds tief im Minus – Milliardenkredit als Stabilisator
Der Oil Fuel Fund steckt laut Behörden mit mehr als 12 Milliarden Baht im Defizit, das möglichst nicht über 40 Milliarden Baht steigen soll, nachdem frühere Spitzenwerte bei etwa 100 bis 120 Milliarden Baht lagen.
Um Preise zu stabilisieren, wird ein Kredit von mehr als 40 Milliarden Baht bei Staatsbanken erwogen, während insgesamt ein Finanzbedarf von rund 100 Milliarden Baht im Raum steht und größere Summen gegebenenfalls Staatsgarantien erfordern würden.
Kontrolle gegen Wucher – und Gespräche über Russland-Öl
Parallel überwachen die Behörden mögliche Hortung und warnten, dass Aufkaufen und Wucherpreise illegal seien und bestraft würden.
Zugleich hieß es, die Versorgung bleibe ausreichend, man prüfe aber zusätzliche Rohölkäufe, darunter potenzielle Lieferungen aus Russland nach Gesprächen in Österreich am 16. März.
Deine Meinung
Wie sinnvoll ist es, die Preise nur minimal anzuheben, während Hamsterkäufe und Verteilprobleme gleichzeitig echte Engpässe an kleineren Tankstellen auslösen.
Sollte die Regierung stärker über Mischkraftstoffe und gezielte Industrie-Tarife steuern oder lieber konsequent am Preisdeckel festhalten – was spricht aus eurer Sicht dafür oder dagegen in den Kommentaren?



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