BANGKOK, THAILAND â Im Rajavithi Hospital ist Ărzten eine seltene Roboter-Operation gelungen: Bei einer 12-jĂ€hrigen Patientin wurde ein Tumor an der BauchspeicheldrĂŒse entfernt. Das Krankenhaus spricht von einem Meilenstein, weil der Eingriff zu den komplexesten Operationen im Bauchraum zĂ€hlt.
Eingriff bei einer der jĂŒngsten Patientinnen
Nach Angaben des Department of Medical Services wurde die Operation robotisch assistiert durchgefĂŒhrt und gilt damit als einer der fortschrittlichsten chirurgischen Eingriffe, die in diesem Alter in Thailand bislang gemeldet wurden.
Dr Natthaphong Wongwiwat, Generaldirektor der Behörde, erklĂ€rte, das Team habe eine robotisch assistierte Operation an BauchspeicheldrĂŒse und Zwölffingerdarm vorgenommen.
Was hinter dem Whipple-Eingriff steckt
Medizinisch handelt es sich um die sogenannte Whipple-Operation, die als eine der technisch anspruchsvollsten Bauchoperationen gilt.
Der Grund liegt in der Anatomie: In einem eng begrenzten Bereich liegen BauchspeicheldrĂŒse, Gallengang, Darmabschnitte und groĂe BauchgefĂ€Ăe dicht beieinander, was höchste PrĂ€zision verlangt.
Seltene Diagnose – Tumor am Hals der BauchspeicheldrĂŒse
Der leitende Operateur Dr Natthawutthipong Leerattanakajorn teilte mit, bei dem Kind sei ein seltener Tumor diagnostiziert worden, ein Solid Pseudopapillary Epithelial Neoplasm.
Der Tumor saĂ demnach am Hals der BauchspeicheldrĂŒse, einer besonders sensiblen Region, weil dort wichtige Strukturen dicht aneinander vorbeifĂŒhren.
Warum die Operation besonders schwierig war
Der Fall galt als auĂergewöhnlich herausfordernd, weil der Tumor im VerhĂ€ltnis zum Körper der Patientin vergleichsweise groĂ war.
Hinzu kam, dass die geringe KörpergröĂe den verfĂŒgbaren Operationsraum einschrĂ€nkte und damit jede Bewegung im OP-Feld noch risikoreicher machte.
Erfolg mit Robotertechnik – weniger Blut, weniger Schmerzen
Trotz der Ausgangslage verlief die robotisch assistierte Operation nach Angaben der Ărzte erfolgreich.
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Berichtet wurden minimaler Blutverlust, kleinere Wunden, weniger postoperative Schmerzen und eine schnellere Erholung der Patientin.
Klinikleitung spricht von einem Meilenstein
Krankenhausdirektorin Dr Jinda Rojanametin wertete den Eingriff als wichtigen Schritt fĂŒr den Einsatz hochprĂ€ziser Medizintechnik bei komplexen Operationen im Kindesalter.
Das Ergebnis zeige aus Sicht der Klinik, dass Robotik nicht nur in der Erwachsenenchirurgie, sondern auch bei schwierigen pÀdiatrischen FÀllen neue Möglichkeiten eröffnen könne.


