Ratchaburi, Thailand – Bei einem Verkehrsunfall in der Provinz Ratchaburi wurden zwei Frauen schwer verletzt. Der Fahrer eines weißen Pick-ups entfernte sich vom Unfallort und stellte sich erst rund 13 Stunden später der Polizei. Gegen ihn wurden mehrere Strafanzeigen erstattet.
Unfall auf Landstraße in der Nacht
Der Unfall ereignete sich am 14. April gegen 00.30 Uhr auf der Straße Phikunthong–Ban Rai Chao Nuea (Moo 3, Tambon Phikunthong, Amphoe Mueang) in der Provinz Ratchaburi.
Nach ersten Angaben geriet ein Pick-up beim Überholen auf die Fahrspur eines entgegenkommenden Motorrads und streifte es. Beide Frauen stürzten und erlitten schwere Verletzungen.
Beide Frauen mit schweren Verletzungen versorgt
Am Unfallort fanden Einsatzkräfte ein stark beschädigtes Yamaha-Fino-Motorrad. Die 21-jährige Fahrerin, im Bericht als „A“ geführt, erlitt schwere Beinverletzungen und wurde medizinisch versorgt.
Die 20-jährige Mitfahrerin Thanyaporn wurde mit lebensbedrohlichen Verletzungen in das Krankenhaus Ratchaburi eingeliefert. Ärzte mussten ihr Bein amputieren. Später bestätigten Mediziner, dass sie im dritten Monat schwanger war und die Verletzungsfolgen zu einer Fehlgeburt geführt hatten.
Fahrerflucht und schwierige Fahndung in der Nacht
Der beteiligte Pick-up entfernte sich unmittelbar nach dem Unfall vom Ort. Die Polizei leitete eine Fahndung ein und koordinierte Streifen zur Absuche der Umgebung.
Da in dem Bereich mehrere Abzweigungen verfügbar sind und der Unfall nachts geschah, blieb das Fahrzeug zunächst unauffindbar. Der Polizeichef von Mueang Ratchaburi ordnete an, Überwachungskameras entlang möglicher Fluchtrouten systematisch auszuwerten.
CCTV-Auswertung führt zu Tankstelle nahe Unfallgebiet
Ermittler verfolgten die Spur bis in den Bereich der Kreuzung Huai Chin Si (Tambon Ang Thong) und baten lokale Behörden sowie Gemeindeverantwortliche, den Fahrer zur freiwilligen Stellung zu bewegen.
Kameraaufnahmen einer Tankstelle nahe der Kreuzung Chedi Hak zeigen, wie der Fahrer nach dem Unfall am Fahrzeug Schäden begutachtete und einen beschädigten Reifen wechselte, bevor er weiterfuhr.
Familie fordert öffentlich Verantwortung
Angehörige der schwerverletzten Thanyaporn wurden im Krankenhaus über ihren Zustand und die medizinischen Folgen informiert. Die Familie erklärte öffentlich, der Fahrer solle für die Folgen des Unfalls einstehen.
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Nach ärztlicher Einschätzung ist davon auszugehen, dass Thanyaporn dauerhaft auf Hilfsmittel angewiesen sein wird. Der genaue Heilungsverlauf bleibt abzuwarten.
Fahrer stellt sich und schildert seinen Hergang
Am 14. April gegen 14.00 Uhr stellte sich der 48-jährige Fahrer bei der Polizei in Mueang Ratchaburi. Er erklärte, er habe beim Überholen einen Aufprall gefühlt und vermutet, ein Tier getroffen zu haben.
Erst durch Medienberichte habe er erfahren, dass Menschen verletzt wurden, und sei daraufhin freiwillig zur Wache gegangen. Die Polizei nahm seine Aussage auf und leitete eine Blutentnahme zum Alkoholtest ein.
Widerspruchliche Aussagen zu Alkohol
Auf Nachfrage zu Alkohol gab der Mann zunächst an, etwas getrunken zu haben. Später relativierte er dies und behauptete, es seien nur Wasser und alkoholfreie Getränke gewesen. Betrunken sei er nicht gewesen.
Das Ergebnis der Blutentnahme lag zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch nicht vor. Die Polizei widersprach einer Freilassung auf Kaution in der laufenden Ermittlungsphase; eine endgültige Entscheidung darüber liegt beim Gericht der Provinz Ratchaburi.
Strafanzeigen: Drei Vorwürfe eingeleitet
Die Polizei leitete gegen den Fahrer zunächst drei Strafanzeigen ein: fahrlässiges Fahren mit schwerer Verletzung anderer, Sachbeschädigung sowie Fahrerflucht ohne Hilfeleistung und ohne Unfallmeldung.
Je nach Ausgang der Ermittlungen und des Alkoholtests könnten weitere Anklagepunkte hinzukommen. Der Fall liegt nun bei der zuständigen Staatsanwaltschaft in Ratchaburi.



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