PHUKET – Ein 26-jähriger Mann wurde in Phuket verhaftet, nachdem er eine Online-Aufladeplattform gehackt und zuvor versucht hatte, sich in die Systeme der Royal Thai Police einzuklinken, um seine eigenen Haftbefehle zu löschen. Bei der Festnahme stellten Beamte Drogen, eine Schusswaffe und umfangreiches Computerequipment sicher.
Mit KI-Chatbot zum Hacker – und gegen die eigene Vergangenheit
Der Beschuldigte soll nach eigenen Angaben versucht haben, das Netzwerk der thailändischen Polizei zu hacken. Sein Ziel: die Löschung von fünf offenen Haftbefehlen gegen ihn.
Für den Angriff brachte er sich das nötige Wissen autodidaktisch bei. Als Lehrmeister diente ihm nach Darstellung der Ermittler ein KI-Chatbot.
Waffen, Drogen und eine Festnahme mit Widerstand
Als die Beamten das Apartment in Phuket stürmten, leistete Sahachat Chuaybumrung Widerstand. Er konnte überwältigt und festgenommen werden.
Im Zimmer fanden die Ermittler 80 Yaba-Pillen, eine halbautomatische Pistole vom Kaliber .380 und 64 Schuss Munition. Außerdem stellten sie einen Desktop-Rechner, einen Laptop und vier Mobiltelefone sicher.
So trickste er das Bezahlsystem aus
Der Angriff zielte auf die Plattform Firstup.in.th. Über Sicherheitslücken soll der 26-Jährige gefälschte Guthaben für Online-Spiele und Handys generiert haben, ohne echtes Geld einzuzahlen.
Mit dem Scheinguthaben bestellte er Waren, die das System automatisch mit Firmengeldern bezahlte. Der Schaden für den Betreiber liegt nach Polizeiangaben bei über 200.000 Baht.
Flucht vor alten Haftbefehlen nach Phuket
Gegen den Mann lagen bereits fünf Haftbefehle wegen Raubes, Betrugs und früherer Computervergehen vor. Er war aus Surat Thani nach Phuket geflohen.
Die Polizei spürte ihn durch den Einsatz spezieller Ortungstechnik in einem Apartment im Bezirk Mueang Phuket auf.
Hacker-Karriere nach Raubüberfall gestartet
Die Ermittler zeichneten einen ungewöhnlichen Weg nach: Nach einem Raubüberfall in Nakhon Si Thammarat floh der damals bereits polizeilich Gesuchte an die Grenze zu Myanmar.
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Dort begann er nach eigenen Worten, sich intensiv mit Hacking zu beschäftigen, um in die Polizeisysteme einzudringen und seine Fahndungsdaten zu manipulieren.
Nur Grundschulabschluss, aber Profi am Rechner
Der Beschuldigte hat nach Behördenangaben nur die sechste Klasse abgeschlossen. Seine fortgeschrittenen Kenntnisse in Computersystemen eignete er sich selbst an.
Als der Angriff auf die staatlichen Systeme scheiterte, suchte er gezielt nach angreifbaren Websites und verdiente sein Geld mit Hacking-Aufträgen.
Mehrere Anklagen und Übergabe an die Polizei
Dem Mann werden nun Diebstahl, unbefugter Zugriff auf Computersysteme, Verstöße gegen das Computergesetz, Drogenbesitz zum Zwecke des Handels sowie illegaler Waffenbesitz vorgeworfen.
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Er wurde samt Beweismitteln an die Ermittler der Polizeistation Mueang Phuket überstellt. Das weitere Verfahren läuft.
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