VIP-Krankenhaus statt Knast: Thaksin vor Gericht

Thaksin Shinawatra zeigte sich gelassen – doch jetzt kommen pikante Details ans Licht: Eine Krankenschwester entschied über seinen Klinik-Transfer, Ärzte schweigen, und statt Zelle gab’s ein VIP-Zimmer mit Aussicht. War das noch Medizin – oder Machtmissbrauch?

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Bangkok Post
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Thaksin lacht über Gerichtsverfahren! 
Krankenhaus-Aufenthalt in Frage 

Bangkok – Thaksin Shinawatra, der ehemalige Premierminister Thailands, scheint die gegenwärtigen Gerichtsverhandlungen keine Sorgen zu bereiten. Sein Anwalt betont, der Prozess verlaufe „vollkommen regelkonform“ – doch Kritiker fragen sich: War Thaksins monatelanger Luxus-Aufenthalt im Police General Hospital wirklich nötig?

Ärzte unter Druck: 
War die Behandlung nur vorgeschoben?

Am Freitag standen erneut Zeugen vor dem Obersten Gerichtshof, darunter Ärzte und Pflegekräfte aus dem Bangkok Remand Prison und dem Correctional Hospital. Besonders im Fokus: Dr. Ruamthip Suphanan, die Thaksin damals untersucht hatte – und bereits vom Medizinrat verwarnt wurde, weil sie voreilig ein Überweisungsschreiben ausstellte.

Kritiker wie Dr. Warong Dechgitvigrom (Thai Pakdee Party) werfen massive Unregelmäßigkeiten vor:
– Untersuchung nur durch eine Krankenschwester – der zuständige Arzt war nicht informiert
– Zwei Stunden Fahrt zur Polizeiklinik – obwohl das Gefängniskrankenhaus nur 10 Minuten entfernt war
– Entscheidung der Krankenschwester – nicht der Ärzteleitung

180 Tage Luxus statt Knast 
Thaksin genoss Sonderbehandlung

Eigentlich hätte Thaksin seine 8-jährige Haftstrafe (später auf 1 Jahr begnadigt) im Gefängnis verbüßen müssen. Doch stattdessen:
✔ Keine einzige Nacht hinter Gittern
✔ 6 Monate in einer VIP-Suite der Police General Hospital (obwohl nur 120 Tage erlaubt wären)
Begründung: „Lebensbedrohliche Zustände“ im Gefängnis

Nächste Anhörung: Wird Thaksin zur Verantwortung gezogen?

Die Verhandlung geht weiter – nächste Zeugen werden am 8., 15., 18. und 25. Juli gehört. Thaksins Anwalt Winyat Chartmontri pocht auf Vertraulichkeit, um „Fehlinformationen“ zu vermeiden. Doch die Öffentlichkeit brennt auf Antworten: Handelte es sich um eine VIP-Behandlung für einen Machthaber – oder war es medizinisch notwendig?

Eines ist klar: Thaksin bleibt gelassen. Doch das Gericht könnte ihm noch einen Strich durch die Rechnung machen.

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