US-Rentner schmuggelt 6,6 kg Heroin in Kaffeedosen
Jetzt droht ihm die Todesstrafe
PHUKET – Ein 60-jähriger US-Pensionär sitzt in Thailand in Untersuchungshaft, nachdem Zollbeamte am Phuket International Airport einen der dreistesten Drogenfunde der letzten Monate gemacht haben. Bei einer Routinekontrolle entdeckten sie 6,6 Kilogramm hochreines Heroin, kunstvoll in Kaffee- und Snackverpackungen versteckt.
Internationaler Fahndungserfolg durch gezielten Tipp
Die spektakuläre Festnahme am 16. Juli war das Ergebnis internationaler Zusammenarbeit. Ausländische Behörden hatten die thailändischen Kollegen bereits am 14. Juli über den verdächtigen Amerikaner informiert, der über Tokio nach Bangkok eingereist war. Als „Mr. Tyler“ (Name geändert) am Dienstagmorgen sein Gepäck aufgab, schlugen die Scanner Alarm:
• 2,6 kg Heroin in Coffee-Mate-Dosen, sorgfältig in Plastik und Kohlepapier eingewickelt
• Weitere 4 kg des Rauschgifts in PAOKONG-Snacktüten versteckt

Drogen im Millionenwert für französischen „Freund“
Bei den Verhören gestand der Rentner, als Kurier für einen französischen Kontakt gearbeitet zu haben. Sein geplanter Reiseweg führte über:
1. Phuket nach Doha mit Qatar Airways
2. Weiterflug nach Brüssel
3. Letzte Etappe nach Frankreich
Doch aus dem lukrativen Deal wird nichts. Tyler muss sich nun wegen Schmuggels einer Kategorie-1-Droge verantworten – ein Verbrechen, das in Thailand mit lebenslanger Haft oder sogar der Todesstrafe bestraft werden kann.
Phuket als Hotspot des internationalen Drogenhandels
Der Fall zeigt erneut, wie internationale Drogenkartelle ahnungslose Touristen als Kuriere missbrauchen. Erst im Juni hatte die Polizei eine ähnliche Masche aufgedeckt, bei der Kokain in Surfboards versteckt worden war.
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Die thailändischen Behörden warnen eindringlich: „Unwissenheit schützt nicht vor Strafe!“ Sie weisen darauf hin, dass selbst Ausländer mit thailändischen Drogengesetzen konfrontiert werden, die zu den härtesten der Welt zählen.

Milliardenbusiness mit tödlichen Folgen
Experten schätzen den Straßenverkaufswert der beschlagnahmten Heroinmenge auf mehrere Millionen Euro. Das Rauschgift hätte auf europäischen Straßen Tausende Abhängigkeitsfälle und möglicherweise Dutzende Todesopfer durch Überdosierungen verursachen können.
Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, da die Fahnder versuchen, die Hintermänner des internationalen Drogenrings zu identifizieren. Tyler bleibt vorerst in Untersuchungshaft, während sich sein Anwalt auf einen langwierigen Rechtsstreit vorbereitet.



