Illegales Homestay auf Phuket enttarnt! Behörden schlagen zu
Phuket – Behörden der Phuket Marine Office und des Thai Maritime Enforcement Command Centre Region 3 (Thai-MECC 3) entdecken ein nicht genehmigtes Homestay direkt vor der Ostküste von Phuket. Das Bauwerk schwebt auf einem Käfig zur Aufzucht von Wasserlebewesen vor der kleinen Insel Koh Kala bei Mai Khao – ohne eine einzige offizielle Genehmigung. Die Insel liegt rund 1,14 Kilometer vom Festland bei Baan Mak Prok entfernt; zu Laem Sai sind es etwa 1,76 Kilometer.
Laut Capt Pichet Songtan, Sprecher von Thai-MECC 3, besteht die Konstruktion aus festem Boden und deutlichen Wohnelementen. Das Bauwerk verletzt klar den Paragrafen 117 des über hundert Jahre alten Thai Navigation Act (1913), der mehrfach angepasst wurde. Der Tatbestand ist eindeutig: Bauwerke auf öffentlichen Wasserstraßen ohne Erlaubnis des Hafenzamts von Phuket sind streng verboten.
Wilde Bauaktion auf dem Wasser – Keine Genehmigung, harte Konsequenzen
Die Gesetzeslage ist deutlich: Wer Strukturen im Meer errichtet, braucht eine ausdrückliche Genehmigung. Fehlt diese, drohen laut Abschnitt 118 des Thai Navigation Act (aktuelle Fassung von 2017, B.E. 2560) strafrechtliche Konsequenzen. Dazu zählen empfindliche Geldstrafen im Bereich von mehreren zehntausend Baht (etwa €1.300–2.600, abhängig vom Urteil), aber auch ein mögliches Strafverfahren.
Die Behörden reagieren prompt: Der Inhaber des Homestays erhält eine formale Aufforderung zur sofortigen Einstellung aller Bauarbeiten. Zudem muss er binnen 15 Tagen nach Erhalt des Schreibens die näheren Umstände der Errichtung offenlegen und sämtliche nötigen Unterlagen, inklusive eines rückwirkenden Genehmigungsantrags, dem Amt vorlegen. Wer nicht kooperiert, riskiert weitere juristische Schritte, so Capt Pichet.
Behörden warnen: Ohne Erlaubnis droht Ärger für Meeresbauern
Die Verantwortlichen richten sich mit einer deutlichen Warnung an die Öffentlichkeit – insbesondere an alle im Aquakultur-Bereich und Betreiber strandnaher Anlagen. Wer bauen will, muss sich vorab genauestens über alle rechtlichen Vorgaben informieren und die notwendigen Freigaben einholen. Das ist nicht nur eine Formsache, sondern schützt auch vor erheblichen finanziellen und rechtlichen Konsequenzen.
„Diejenigen, die Strukturen im oder auf dem Wasser haben oder planen, müssen die Gesetze kennen und einhalten“, betont Capt Pichet. Wer Zweifel hat, soll sich direkt ans Phuket Marine Office wenden. Die Behörden bekräftigen ihre Verantwortung, die maritimen Interessen der Andamanen-Region zu schützen – im Interesse heutiger wie kommender Generationen.



