Sechs Tote auf Bangkoks Wochenmarkt – Täter begeht Suizid
Eine schockierende Schießerei fand am 28. Juli 2025 auf dem belebten A.T.C. Wochenmarkt im Bangkoker Bezirk Chatuchak statt. Der bewaffnete Angriff in direkter Nähe eines Spendenpunkts für die thailändisch-kambodschanische Grenzhilfe endete mit sechs Todesopfern, darunter der Täter selbst, der sich nach der Tat das Leben nahm. Unter den Opfern befinden sich vier Sicherheitskräfte und eine Markthändlerin. Zwei weitere Frauen wurden verletzt ins Phaya Thai Hospital eingeliefert.
Polizei rückt mit Großaufgebot aus
Täter flüchtet zunächst
Gegen 12:30 Uhr Ortszeit gingen bei der Polizei von Bang Sue die ersten Notrufe über Schießereien ein. Ein Großaufgebot unter Führung von Generalmajor Nopasilp Poonsawat und Generalmajor Jedsada Suaysom erreichte umgehend den Tatort. Die Beamten fanden ein chaotisches Szenario vor: Drei getötete Sicherheitskräfte lagen bereits leblos am Boden, während der bewaffnete Angreifer – beschrieben als 60-jähriger Mann in weißer Baseballmütze, schwarzem T-Shirt und Tarnhose – mit einer Pistole in der Hand flüchtete.
Tragische Wendung:
Täter begeht Suizid auf Marktbank
Die anschließende Fahndung endete nur wenige Meter vom Tatort entfernt. Der Amokläufer wurde leblos auf einer Bank in der Nähe eines Marktstandes aufgefunden – er hatte sich offenbar selbst gerichtet. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesopfer auf sechs Personen. Die Spurensicherung und forensischen Experten begannen umgehend mit der Untersuchung des Tatorts, während freiwillige Helfer der Ruamkatanyu-Stiftung die Versorgung der Verletzten übernahmen.
Motiv völlig unklar
Ermittlungen laufen auf Hochtouren
Besonders beunruhigend für die Ermittler: Das Tatmotiv bleibt völlig unklar. Der Angriff ereignete sich ausgerechnet in der Nähe eines humanitären Hilfsprojekts für die Grenzregion zu Kambodscha, wo zahlreiche Spenden gesammelt wurden. Polizeisprecher betonten, dass noch keine Verbindung zwischen dem Täter und dem Hilfsprojekt festgestellt werden konnte. Die Ermittler prüfen nun alle denkbaren Szenarien – von persönlichen Rachegelüsten bis hin zu psychischen Problemen des Angreifers.
Trauer und Entsetzen in Bangkok
Der Vorfall hat die Gegend in tiefe Trauer gestürzt. Besonders der Tod der vier Sicherheitskräfte, die offenbar versucht hatten, den Amoklauf zu stoppen, sorgt für Bestürzung. Der Markt bleibt vorerst geschlossen, während die Behörden die Sicherheitsmaßnahmen in der gesamten Region überprüfen. Anutin Charnvirakul kündigte an, die Hinterbliebenen der Opfer finanziell zu unterstützen.
Warnung vor voreiligen Schlüssen
Zeugenaufruf
Die Polizei warnte vor Spekulationen und bat gleichzeitig um Mithilfe der Bevölkerung: Wer den Vorfall beobachtet hat oder Informationen über den Täter besitzt, wird gebeten, sich bei der Polizeistation Bang Sue zu melden. Unterdessen werden die beiden verletzten Frauen medizinisch versorgt – ihr Zustand wird als stabil beschrieben.



