16 Jahre Overstay – Was nun?

Leserbrief: Deutscher in Thailand bittet um anonymen Rat wegen abgelaufenem Reisepass, illegalem Aufenthalt, finanzieller Not und Abschiebungsangst.

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Hallo Wochenblitz,
ich wende mich mit einem dringenden Anliegen an Sie und bitte Sie, meinen Brief anonym zu veröffentlichen. Ich hoffe, auf diesem Weg Hilfe oder Rat von anderen Menschen zu erhalten, da ich nicht weiß, an wen ich mich sonst wenden soll.

Seit über 16 Jahren lebe ich in Thailand. Als ich hier ankam, hatte ich zunächst ein Visum, doch mittlerweile ist mein Reisepass abgelaufen, und ich lebe seit vielen Jahren ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung. Damals verliebte ich mich schnell in meine Freundin, mit der ich zuerst in Pattaya und später im Isaan bei ihrer Familie lebte. Ich kam mit etwa 30.000 Euro nach Thailand, doch dieses Geld ist längst aufgebraucht.

Wir hatten eine kleine Farm mit Obst, Gemüse, Reis und ein paar Hühner. Unser Leben war einfach wir wohnten in einem Raum ohne Klimaanlage, mit einer Toilette draußen. Doch irgendwann waren die Kühe weg, und das Geld wurde immer knapper.

Seit über zwei Jahren arbeitet meine Freundin wieder in Pattaya in einer Bar, wo sie auch mit Männern mitgehen muss, um Geld zu verdienen, eine Situation, die für uns beide sehr belastend ist. Wir sehen uns nur noch alle paar Wochen, wenn sie aufs Land kommt. Ich schäme mich sehr für unsere Lage und weiß nicht, wie wir aus diesem Schlamassel herauskommen sollen.

Mein größter Wunsch ist es, wieder ohne die ständige Angst vor der Polizei oder einer Abschiebung zu leben. Ich möchte nicht aus Thailand verwiesen werden und nicht zurückkehren dürfen. Vielleicht hat jemand eine Idee oder eine Lösung, wie ich meine Situation verbessern kann. Ich wäre für jeden Hinweis unendlich dankbar.

Bitte sehen Sie dieses Zeilen nicht als Betteln an, ich würde nie Geld haben wollen, lediglich Ideen, wie ich aus dieser misslichen Lage rauskommen soll.
Ich danke Ihnen von Herzen, wenn Sie meinen Brief veröffentlichen. Ich habe die Möglichkeit, Ihre Zeitung zu lesen, und werde nach Antworten Ausschau halten.
Mit freundlichen Grüßen,
Ein trauriger Mensch

Der Leserbrief wurde redaktionell behutsam überarbeitet, wobei Inhalt und Aussage des Verfassers unverändert erhalten blieben. Für die Richtigkeit der angegebenen Informationen übernimmt die Redaktion keine Haftung. Reaktionen und Kommentare bitten wir ausschließlich über die Kommentarfunktion auf unserer Facebook-Seite oder in unserem Online-Forum zu teilen. Antworten per E-Mail können aus zeitlichen Gründen nicht berücksichtigt werden.

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