Ein Flugunfall hat am Sonntagnachmittag den Bezirk Thalang auf der Touristeninsel Phuket stattgefunden. Ein Ultraleichtflugzeug des Typs MX II Sprint stürzte auf eine Straße – ein thailändischer Fluglehrer und sein russischer Schüler wurden verletzt ins Krankenhaus gebracht.
Absturz im Wohngebiet
Der Alarm ging um 16:30 Uhr im Dorf Moo 2 von Tambon Paklok ein. Augenzeugen berichteten von einem lauten Knall, als das Fluggerät vom Typ Quick Silver Aircraft MX II Sprint auf eine Straße stürzte. „Das Flugzeug kam aus Richtung des Phuket Airpark“, erklärte Thalang-Bezirkschef Siwat Rawangkul. Der kleine Flugplatz liegt nur wenige Kilometer vom Unfallort entfernt.
Die Rettungskräfte fanden zwei Verletzte vor:
• Surasak Chana (40), ein thailändischer Fluglehrer mit Knöchelbruch und Kopfverletzungen
• Sergei Razukov (36), ein russischer Flugschüler, der seit fünf Jahren auf Phuket lebt
Beide wurden umgehend in das Thalang Hospital gebracht, wo der Russe mit schwereren Verletzungen behandelt werden musste.
Flug begann harmlos
Laut den Ermittlungen startete das Ultraleichtflugzeug um 14:00 Uhr vom Phuket Airpark zu einem Routineflug. Was genau zum Absturz führte, ist noch unklar. „Wir untersuchen alle möglichen Ursachen – von technischen Defekten bis zu menschlichem Versagen“, sagte Polizeioberst Nikorn Chuthong, der Chef der Thalang-Polizei.
Besonders gefährlich: Der Unfall ereignete sich in einem dicht besiedelten Gebiet. „Es ist ein Wunder, dass niemand am Boden zu Schaden kam“, kommentierte ein Anwohner. Die Straße war für Stunden gesperrt, während die Bergungsarbeiten liefen.
Ultraleichtflugzeuge riskantes Hobby?
Der Unfall wirft Fragen zur Sicherheit von Ultraleichtflugzeugen auf:
• Das MX II Sprint-Modell gilt eigentlich als relativ sicheres Sportgerät
• In Thailand erfreuen sich solche Fluggeräte bei Touristen zunehmender Beliebtheit
• Die Regulierung ist jedoch weniger streng als bei normalen Flugzeugen
„Wir haben täglich Schulungsflüge über Phuket“, erklärt ein Mitarbeiter des Phuket Airpark, der anonym bleiben möchte. „So ein Unfall ist extrem selten.“ Dennoch werden jetzt sicherlich viele potentielle Flugschüler zweimal überlegen, bevor sie sich in ein Ultraleichtflugzeug setzen.
Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Die Polizei hat bereits Flugdaten gesichert, Augenzeugen befragt und Das Wrack genau untersucht. Erste Ergebnisse werden in den kommenden Tagen erwartet. Für die beiden Verletzten beginnt jetzt der Kampf um die Genesung – und vielleicht auch um Aufklärung.



