Crackdown: 3.200 Festnahmen wegen Vaping

Crackdown: 3.200 Festnahmen wegen Vaping
The Nation

Rekord-Beschlagnahme: 
Thailand konfisziert 4 Millionen E-Zigaretten im Kampf gegen Vaping 

Bangkok – In einer beispiellosen landesweiten Kampagne hat die thailändische Regierung über 4 Millionen E-Zigaretten im Wert von 580 Millionen Baht (ca. 14,5 Millionen Euro) beschlagnahmt. Seit Februar gab es zudem 3.200 Festnahmen – ein deutliches Signal im Krieg gegen die illegale Vaping-Industrie.

Blitzaktionen mit durchschlagender Wirkung

Der stellvertretende Regierungssprecher Anukool Pruksanusak gab am Sonntag beeindruckende Zahlen bekannt: Von Februar bis zum 23. August seien bei landesweiten Razzien nicht nur Millionen von Gderäten und Zubehörteilen sichergestellt worden, sondern auch über 11.000 Webseiten blockiert worden. „Wir lassen nicht nach im Kampf gegen diese illegale Industrie“, so Anukool.

Die Händler weichen zunehmend auf Online-Plattformen und Social Media aus – doch das Digital Economy and Society Ministry schlägt zurück mit einer beispiellosen Blockade-Welle. Die Beschlagnahmungen umfassen alles von Einweg-Vapes bis zu hochwertigen Mods und nikotinhaltigen Liquids.

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Gesundheitsrisiken: 
Schlaganfall-Gefahr um 62% erhöht 

Die Regierung untermauert ihre harte Haltung mit erschreckenden Gesundheitsdaten: Regelmäßige Vaper haben ein 1,623-fach erhöhtes Schlaganfall-Risiko, Gelegenheitsnutzer immerhin noch das 1,28-fache. Das Gesundheitsministerium warnt: Schlaganfälle sind die zweit häufigste Todesursache in Thailand – 2024 gab es 358.062 Fälle mit 39.086 Toten.

„E-Zigaretten sind keine harmlose Alternative“, betont ein Sprecher des Department of Disease Control. „Sie enthalten oft höhere Nikotinkonzentrationen als herkömmliche Zigaretten und schädigen die Blutgefäße.“

Drakonische Strafen für Schmuggler und Nutzer

Die Strafen wurden massiv verschärft:
• Schmuggler riskieren bis zu 10 Jahre Haft und das Fünffache des Warenwerts als Geldstrafe
• Verkäufer drohen bis zu 3 Jahre Gefängnis plus 600.000 Baht Strafe nach dem Verbraucherschutzgesetz
• Besitzer können mit bis zu 5 Jahren Haft oder dem Vierfachen des Produktwerts bestraft werden
Selbst Touristen sind nicht ausgenommen: Bereits der Besitz einer E-Zigarette kann zur Verhaftung und Ausweisung führen.

Hilfe für Aussteiger

Die Regierung bietet unter der Hotline 1600 Unterstützung für diejenigen an, die mit dem Vapen aufhören wollen. „Wir wollen nicht nur bestrafen, sondern auch helfen“, betont Anukool. Thailand setzt damit auf eine Doppelstrategie aus Repression und Prävention.

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Warum so hart?

Thailand verbietet E-Zigaretten seit 2014 komplett – eines der strengsten Gesetze weltweit. Hintergrund ist der Schutz der Jugend: „Die süßen Aromen und das moderne Design verführen vor allem junge Menschen“, erklärt ein Gesundheitsbeamter. „Wir wollen nicht eine neue Generation in die Nikotinsucht führen.“

Der Erfolg der Kampagne ist beeindruckend, doch Experten warnen: „Solange es Nachfrage gibt, wird es immer Angebot geben.“ Der Schwarzmarkt blüht – nun verstärkt im Darknet und über Messenger-Dienste.

Was bedeutet das für Touristen?

Urlauber sollten extrem vorsichtig sein: Der Import von E-Zigaretten ist strikt verboten. Am Flughafen Suvarnabhumi wurden bereits zahlreiche Geräte konfisziert. Bei Zuwiderhandlung drohen sofortige Geldstrafen und mögliche Haft.

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