Red-Bull-Skandal: Staatsanwälte fechten Freispruch im Boss-Fall an

🚨⚖️🏎️ Neue Wende im Red-Bull-Skandal: Staatsanwälte fechten den Freispruch von Ex-Polizeichef Somyot & Co. an. Geht es diesmal endlich um Gerechtigkeit für den tödlichen Ferrari-Crash des Erben Vorayuth „Boss“ Yoovidhya?

Red-Bull-Skandal: Staatsanwälte fechten Freispruch im Boss-Fall an
Naewna
Google Werbung

Justizskandal um Red Bull-Erben: 
Staatsanwaltschaft geht gegen Freisprüche vor 

Neue Beweise sollen Manipulationen in Ferrari-Unfall aufdecken 

Bangkok – In einem spektakulären Justizkrimi bereitet die thailändische Staatsanwaltschaft eine Berufung im Fall des Red Bull-Erben Vorayuth „Boss“ Yoovidhya vor. Generalstaatsanwalt Phairach Pornsomboonsiri will das Freispruch-Urteil vom 22. April für einen ehemaligen Polizeichef und fünf weitere Angeklagte anfechten. Die Gruppe soll Geschwindigkeitsdaten des Ferrari manipuliert haben, mit dem Vorayuth 2012 einen Polizisten tödlich verletzte.

Prominente Namen unter den Angeklagten

Zu den freigesprochenen Beschuldigten gehören Polizeigeneral Somyot Poompanmoung, ein ehemaliger nationaler Polizeichef, und Polizeimajor General Thawatchai Mekprasertkul von der forensischen Abteilung. Ebenfalls entlastet wurden Polizeioberst Veeradol Thapthimdee, Chuchai Lertpongasiron, Thanit Buakhiew und der Automobilexperte Professor Saiprasit Kerdniyom. Zwei weitere Angeklagte wurden bereits verurteilt: Chainarong Saengthong-aram und Nate Naksuk erhielten Haftstrafen von zwei bzw. drei Jahren.

Tatnacht mit fatalen Folgen

In den frühen Morgenstunden des 3. September 2012 raste Vorayuths Ferrari in Bangkoks noblem Thong Lor-Viertel in das Motorrad von Polizeihauptmeister Wichian Klanprasert. Statt zu helfen, schleifte der Milliardärssohn den Leichnam 200 Meter mit seinem Wagen mit und floh anschließend von der Unfallstelle. Die manipulierten Geschwindigkeitsdaten führten später zum Fallenlassen der Anklage wegen fahrlässiger Tötung im Straßenverkehr.

Internationale Fahndung ohne Ergebnis

Obwohl gegen Vorayuth mehrere Haftbefehle vorliegen, entzog er sich immer wieder der Justiz. 2017 flüchtete er ins Ausland – mutmaßlich nach London, wo seine Familie zahlreiche Immobilien besitzt. Die Yoovidhya-Familie hält 51% der Red Bull-Anteile und gilt laut Forbes als reichste Thailands mit einem Vermögen von 44,5 Milliarden US-Dollar.

Verjährung droht 
Uhr tickt für die Justiz

Mehrere Anklagen gegen Vorayuth sind bereits verjährt, darunter eine Geschwindigkeitsüberschreitung (2013) und das Unterlassen der Hilfeleistung (2017). Die letzte verbleibende Anklage – fahrlässige Tötung mit einer möglichen Höchststrafe von zehn Jahren Haft – läuft nur noch bis September 2027. Für die thailändische Justiz bleibt damit wenig Zeit, den Milliardärssohn doch noch zur Rechenschaft zu ziehen.

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.
Stört Sie die Werbung?
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
ZUM ANGEBOT

Wichtiger Hinweis für unsere Leser

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln:

  • Höflichkeit: Keine Beleidigungen, Kraftausdrücke oder Gewaltandrohungen.
  • Sorgfalt: Bitte achten Sie auf die korrekte Schreibweise von Namen.
  • Quellen: Zitate nur mit Namensnennung (Internet-Links/URLs sind nicht erlaubt).
  • Themen: Bitte keine Kritik an der Regierung, der Monarchie oder Diskussionen zur Moderation.
Vorbehalt der Redaktion: Wir behalten uns das Recht vor, Kommentare nachträglich zu bearbeiten oder zu löschen, sollten diese gegen unsere Regeln oder geltendes Recht verstoßen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.