„Wenn sie weg ist, tanz‘ ich nackt auf dem Tisch!“
Ex-MP macht Versprechen wahr
Politik und Tradition kollidieren in skurrilem Ereignis
Nakhon Pathom – In einer auĂergewöhnlichen Verbindung von Politik und traditionellem Glauben hat die ehemalige Abgeordnete der Move Forward Party, Amarat Chokepamitkul, ein ungewöhnliches Versprechen eingelöst. Nach der Amtsenthebung von Ex-Premierministerin Paetongtarn Shinawatra durch das Verfassungsgericht am 29. August vollzog die Politikerin am 1. September einen nackten Ritualtanz vor einer heiligen Statue in der Provinz Nakhon Pathom.

Hintergrund: Ein umstrittenes GelĂŒbte mit politischem Hintergrund
Bereits am 6. Juni hatte Amarat auf ihrem Facebook-Account geschworen: Sollte Paetongtarn bis Ende 2025 ihr Amt verlieren, wĂŒrde sie nackt vor der Statue tanzen, bei der sie das GelĂŒbde abgelegt hatte. Der Wunsch ging erstaunlich schnell in ErfĂŒllung â das Verfassungsgericht enthob die Premierministerin ihres Amtes, weil sie in einem Telefonat mit dem kambodschanischen SenatsprĂ€sidenten Hun Sen gegen ethische Standards verstoĂen habe.
Der fatale Anruf erfolgte wĂ€hrend angespannter Grenzstreitigkeiten zwischen Thailand und Kambodscha. Paetongtarn suchte das GesprĂ€ch mit Hun Sen, wurde jedoch beschuldigt, dabei die thailĂ€ndische MilitĂ€rfĂŒhrung untergraben zu haben. Kritiker warfen ihr vor, Sympathie bei Hun Sen zu suchen, indem sie sich mit seiner Nichte verglich und sogar anbot, seine WĂŒnsche zu erfĂŒllen, um Frieden an den Grenzgebieten zu erreichen. Die Ex-Premierministerin beteuerte, es handle sich um Verhandlungstaktik â doch das Gericht folgte dieser Argumentation nicht.
Ritual in abgeschirmtem Zelt
Video sorgt fĂŒr Diskussionen
Amarat hielt ihr Versprechen: In einem weiĂen, abgeschirmten Zelt fĂŒhrte sie den traditionellen Tanz nackt auf und teilte das Video spĂ€ter auf Facebook. Ihre AnhĂ€nger lobten sie fĂŒr ihre Worttreue. Die Ex-Abgeordnete betonte jedoch gegenĂŒber Medien, dass sie selbst nicht aberglĂ€ubisch sei: âIch habe das GelĂŒbde aus Ărger und Frustration abgelegt, aber ich fĂŒhlte mich verpflichtet, mein Wort zu halten.â
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