Abwasser-Skandal in Pattaya

⚠️🏗️💧 Abwasser voller Zement läuft in Pattayas Kanalisation – die Firma wird bestraft. Doch Anwohner fragen: Ist die Strafe nicht viel zu gering?

Abwasser-Skandal in Pattaya
Pattaya Mail
Google Werbung

Ein Umweltfrevel in Pattaya sorgt für Empörung: Eine Baufirma leitete zementverseuchtes Abwasser einfach auf die Straße – und in die Kanalisation. Die Strafe? Gerade einmal 10.000 Baht (ca. 250 Euro)! Anwohner spotten: „Das ist ein Witz!“

Zement im Abwasser 
Verkehrschaos und Umweltsünde 

Es war ein dreister Akt der Umweltverschmutzung: Eine lokale Firma leitete Abwasser mit hohem Zementanteil direkt auf öffentliche Straßen. Die klebrige Masse floss in die Kanalisation, beschädigte die Fahrbahn und behinderte den Verkehr. Die städtischen Drainagen, ohnehin anfällig für Verstopfungen, drohten zu verkleben.

Sofort schritten die Behörden ein: Beamte des Chonburi Provincial Industry Office, des Pattaya Sanitation and Public Health Department und der Jomtien Municipality Task Force untersuchten den Vorfall. Das Urteil: klarer Verstoß gegen Umweltauflagen. Die Firma musste die betroffene Stelle reinigen – und 10.000 Baht Strafe zahlen.

„Das ist keine Abschreckung!“ 
Anwohner fordern härtere Strafen

Doch die vermeintlich schnelle Bestrafung stieß auf blankes Unverständnis. „Nur zehntausend Baht? Das ist viel zu wenig für den angerichteten Schaden“, empörte sich ein Anwohner. Andere forderten Nachbesserungen: „Bei Wiederholungstätern sollte es Haftstrafen geben!“

Die Kritik kommt nicht von ungefähr: In vielen Baugebieten Pattayas fließen bei Regen regelmäßig Zement, Schlamm und Sand in die Kanalisation. Die Folge: verstopfte Abflüsse, Überschwemmungen und teure Reparaturen. „Es ist gut, dass Pattayas Behörden schnell ermitteln – anders als in anderen Provinzen“, räumte ein Resident ein. „Aber die Strafen müssen wehtun!“

Pattayas Abwasserproblem – ein Dauerbrenner

Der Vorfall zeigt auf ein tieferliegendes Problem: Pattayas Infrastruktur kämpft mit rapidem Wachstum und oft laxen Umweltauflagen. Immer wieder leiten Unternehmen Abwässer ungefiltert in öffentliche Systeme – wohlwissend, dass die Strafen gering ausfallen.

Einwohner fordern nun regelmäßige Nachkontrollen und höhere Geldstrafen, die sich am tatsächlichen Schaden orientieren. „Die 10.000 Baht sind für eine Baufirma Peanuts – die zahlen das aus der Portokasse“, moniert ein langjähriger Pattaya-Bewohner. „Da muss nachgebessert werden!“

Stört Sie die Werbung?
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
ZUM ANGEBOT

Die Stadtverwaltung zeigt sich dialogbereit. Man prüfe „angemessenere Strafmaße“ und wolle Bauunternehmen stärker in die Pflicht nehmen. Ob das reicht? Kritiker fordern Gefängnisstrafen bei Wiederholungstaten und obligatorische Umweltauflagen für alle Baugenehmigungen.

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.

Wichtiger Hinweis für unsere Leser

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln:

  • Höflichkeit: Keine Beleidigungen, Kraftausdrücke oder Gewaltandrohungen.
  • Sorgfalt: Bitte achten Sie auf die korrekte Schreibweise von Namen.
  • Quellen: Zitate nur mit Namensnennung (Internet-Links/URLs sind nicht erlaubt).
  • Themen: Bitte keine Kritik an der Regierung, der Monarchie oder Diskussionen zur Moderation.
Vorbehalt der Redaktion: Wir behalten uns das Recht vor, Kommentare nachträglich zu bearbeiten oder zu löschen, sollten diese gegen unsere Regeln oder geltendes Recht verstoßen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.