Ein Umweltfrevel in Pattaya sorgt für Empörung: Eine Baufirma leitete zementverseuchtes Abwasser einfach auf die Straße – und in die Kanalisation. Die Strafe? Gerade einmal 10.000 Baht (ca. 250 Euro)! Anwohner spotten: „Das ist ein Witz!“
Zement im Abwasser
Verkehrschaos und Umweltsünde
Es war ein dreister Akt der Umweltverschmutzung: Eine lokale Firma leitete Abwasser mit hohem Zementanteil direkt auf öffentliche Straßen. Die klebrige Masse floss in die Kanalisation, beschädigte die Fahrbahn und behinderte den Verkehr. Die städtischen Drainagen, ohnehin anfällig für Verstopfungen, drohten zu verkleben.
Sofort schritten die Behörden ein: Beamte des Chonburi Provincial Industry Office, des Pattaya Sanitation and Public Health Department und der Jomtien Municipality Task Force untersuchten den Vorfall. Das Urteil: klarer Verstoß gegen Umweltauflagen. Die Firma musste die betroffene Stelle reinigen – und 10.000 Baht Strafe zahlen.
„Das ist keine Abschreckung!“
Anwohner fordern härtere Strafen
Doch die vermeintlich schnelle Bestrafung stieß auf blankes Unverständnis. „Nur zehntausend Baht? Das ist viel zu wenig für den angerichteten Schaden“, empörte sich ein Anwohner. Andere forderten Nachbesserungen: „Bei Wiederholungstätern sollte es Haftstrafen geben!“
Die Kritik kommt nicht von ungefähr: In vielen Baugebieten Pattayas fließen bei Regen regelmäßig Zement, Schlamm und Sand in die Kanalisation. Die Folge: verstopfte Abflüsse, Überschwemmungen und teure Reparaturen. „Es ist gut, dass Pattayas Behörden schnell ermitteln – anders als in anderen Provinzen“, räumte ein Resident ein. „Aber die Strafen müssen wehtun!“
Pattayas Abwasserproblem – ein Dauerbrenner
Der Vorfall zeigt auf ein tieferliegendes Problem: Pattayas Infrastruktur kämpft mit rapidem Wachstum und oft laxen Umweltauflagen. Immer wieder leiten Unternehmen Abwässer ungefiltert in öffentliche Systeme – wohlwissend, dass die Strafen gering ausfallen.
Einwohner fordern nun regelmäßige Nachkontrollen und höhere Geldstrafen, die sich am tatsächlichen Schaden orientieren. „Die 10.000 Baht sind für eine Baufirma Peanuts – die zahlen das aus der Portokasse“, moniert ein langjähriger Pattaya-Bewohner. „Da muss nachgebessert werden!“
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Die Stadtverwaltung zeigt sich dialogbereit. Man prüfe „angemessenere Strafmaße“ und wolle Bauunternehmen stärker in die Pflicht nehmen. Ob das reicht? Kritiker fordern Gefängnisstrafen bei Wiederholungstaten und obligatorische Umweltauflagen für alle Baugenehmigungen.



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