Pattaya, Thailand – Behörden warnen Betreiber in Touristengebieten vor Netzwerken, die Minderjährige unter 18 Jahren in Bars und ähnliche Lokale einschleusen. Wer nicht konsequent Alter und Identität prüft, kann trotz Täuschung in schwere Strafverfahren geraten.
Warnung an Betriebe in Touristenzonen
In Pattaya werden Geschäftsbetreiber in touristischen Hotspots dazu aufgerufen, besonders wachsam zu sein.
Hintergrund sind Personen oder Gruppen, die unter 18-jährige Mädchen in Betriebe bringen sollen, teils getarnt als normale Gäste oder als angebliche Bewerberinnen.
So gehen die Täter laut Berichten vor
Zu den gemeldeten Mustern gehört, dass Ausweisdokumente anderer Personen verwendet werden, um das Alter zu verschleiern.
Außerdem wird berichtet, dass Betroffene keinen festen Lohn verlangen, sondern nur Provisionen etwa über Getränkebestellungen akzeptieren.
Begleitpersonen und „Anbahnung“ im Lokal
Ein weiteres beschriebenes Vorgehen: Minderjährige erscheinen nicht allein, sondern werden von jemandem begleitet.
Diese Person baut zunächst Vertrauen und Vertrautheit auf und bringt die Minderjährige anschließend in das jeweilige Etablissement.
Warum Betreiber schnell ins Visier geraten können
Solche Konstellationen können dazu führen, dass Betriebe unbemerkt zum Ziel schwerwiegender Ermittlungen werden.
Die Behörden betonen, dass daraus ernsthafte rechtliche Fälle entstehen können, selbst wenn Betreiber die Situation nicht erkannt haben.
Empfohlene Kontrollen bei Alter und Identität
Betreiber sollen die Alters- und Identitätsprüfung für sämtliches Personal deutlich verschärfen und grundsätzlich nur Original-Ausweise akzeptieren.
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Zusätzlich wird geraten, Identitäten über Gesichtserkennungssysteme im Zusammenhang mit thailändischen Ausweisen oder über offizielle Anwendungen zu verifizieren.
Zusatzdokumente und klare Personalunterlagen
Bestehen Zweifel, sollen weitere Dokumente wie Geburtsurkunde oder Reisepass angefordert werden.
Außerdem wird empfohlen, Bewerberinnen mit auffälligem Verhalten oder Begleitpersonen bei der Bewerbung zu meiden und transparente Mitarbeiterunterlagen zur späteren Prüfung zu führen.
Rechtliche Folgen trotz Täuschung
Die Behörden weisen ausdrücklich darauf hin, dass Betreiber auch dann haftbar gemacht werden können, wenn sie getäuscht wurden.
Relevante Vorwürfe können sich aus Gesetzen zu Kinderarbeit oder Menschenhandel ergeben und gravierende Konsequenzen für das Geschäft nach sich ziehen.
Deine Meinung
Wie sollten Bars, Clubs und andere Betriebe in Pattaya und anderen Touristenzentren ihre Kontrollen gestalten, ohne seriöse Bewerberinnen und Mitarbeiter unter Generalverdacht zu stellen?
Welche Maßnahmen haltet ihr für praktikabel und wirksam, um Minderjährige zu schützen und Betreiber rechtlich abzusichern? Diskutiert in den Kommentaren.



„Identitäten über Gesichtserkennungssysteme im Zusammenhang mit thailändischen Ausweisen oder über offizielle Anwendungen zu verifizieren.“ Wie macht man das genau?