NAKHON PATHOM â Was anfangs wie ein treibender Baumstamm aussah, entpuppte sich als lebensgefĂ€hrlicher Irrtum: Ein gigantisches Sumpfkrokodil trieb in einem Kanal â direkt vor den HĂ€usern einer thailĂ€ndischen Gemeinde. Die mutigen Anwohner griffen selbst zur Tat!
Schock am frĂŒhen Morgen im Kanal
Alles begann am Morgen des 19. Januar in der Gemeinde Thung Bua. Ein Anwohner namens Tai war auf der Suche nach einem Angelplatz, als er einen dunklen, regungslosen Klumpen im BewÀsserungskanal ausmachte.
Aus Neugier nĂ€herte er sich â und erstarrte. âIch dachte, es wĂ€re ein alter Baumstamm. Als ich nĂ€her kam, sah ich die Augen und den RĂŒckenpanzer. Es war ein riesiges Krokodil!â, berichtet Tai.
Sofort alarmierte er seine Nachbarn. Der Fund versetzte die gesamte Nachbarschaft in höchste Alarmbereitschaft.
Mutige MÀnner bÀndigen das 100-Kilo-Monster
Statt in Panik zu verfallen, handelten die Anwoner besonnen. Sie beschlossen, das Tier zu fangen, bevor es zur Gefahr fĂŒr spielende Kinder oder Fischer werden konnte.
Mit einfachen Seilen und viel Mut gelang es einer Gruppe MĂ€nner, das Reptil zu ĂŒberwĂ€ltigen und an Land zu ziehen. Die spektakulĂ€re Aktion verlief ohne Verletzungen â sowohl fĂŒr die Menschen als auch fĂŒr das Krokodil.
Das gefangene Tier ist ein Sumpfkrokodil, etwa zwei Meter lang und ĂŒber 100 Kilogramm schwer. Es handelt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um ein entflohenes Zucht-Tier aus einer nahegelegenen Farm.
GefÀhrliche Route des Reptils
Der Kanal, in dem das Krokodil gefunden wurde, ist Teil eines gröĂeren Wasserweg-Systems. Es verbindet den Bezirk Phanom Thuan in Kanchanaburi mit Kamphaeng Saen in Nakhon Pathom.
Diese WasserstraĂe bietet einem entflohenen Reptil ideale Bedingungen: ruhiges, flaches Wasser und reichlich potenzielle Beute. Experten gehen davon aus, dass das Tier ĂŒber diesen Weg in das Wohngebiet gelangte.
Die Behörden wurden umgehend informiert und untersuchen nun den Kanal, um auszuschlieĂen, dass noch weitere Krokodile unterwegs sind.
Warum immer mehr Krokodile in Siedlungen auftauchen
Dieser Vorfall ist kein Einzelfall. Bereits im September sorgte ein zwei Meter langes Krokodil in Rayong fĂŒr Angst, als es nachts auf einer StraĂe gesichtet wurde.
Die Ursache ist oft dieselbe: Mangelnde Sicherheit in privaten Krokodil-Farmen oder Zuchtbetrieben. Immer wieder gelingt es den starken Tieren, aus Gehegen auszubrechen.
Die Bevölkerung in betroffenen Gebieten wird nun aufgerufen, in der NÀhe von GewÀssern höchste Vorsicht walten zu lassen. Besonders Kinder sollten nicht unbeaufsichtigt spielen.
Was passiert jetzt mit dem gefangenen Krokodil?
Das gefangene Reptil wurde vorlĂ€ufig sichergestellt. Die zustĂ€ndigen Beamten werden es nun an einen sicheren Ort bringen, höchstwahrscheinlich zurĂŒck zu einer zugelassenen Farm oder in eine Auffangstation.
FĂŒr die mutigen Anwohner von Thung Bua endete der Schrecken glĂŒcklich. Ihre beherzte Aktion hat die Gemeinde vor einer echten Gefahr bewahrt. Ein Beweis dafĂŒr, dass Gemeinschaftssinn in Thailand auch groĂen Gefahren trotzen kann.
đŁ Was, wenn die Gefahr direkt vor deiner HaustĂŒr schwimmt?
Ein ruhiger Morgen. Ein Angelplatz. Ein dunkler âHolzstammâ im Wasser. Und dann die Erkenntnis: Das ist ein Raubtier.
Wie sicher sind Wohngebiete wirklich, wenn Wildtiere plötzlich in KanĂ€len, auf StraĂen oder zwischen HĂ€usern auftauchen?
Ist das ein Einzelfall â oder ein Zeichen, dass Mensch und Natur immer öfter unkontrolliert kollidieren?



