Krypto-Schock in Thailand: 1,3 Mrd. Baht weg

💸 Traumrenditen von bis zu 500-fach – doch plötzlich ist das Geld verschwunden. Hunderte Investoren werfen einem Unternehmer vor, sie mit dubiosen Krypto-Coins gelockt zu haben. Der Schaden soll enorm sein. Steckt hinter dem Projekt ein gigantischer Betrug?

Krypto-Schock in Thailand: 1,3 Mrd. Baht weg
Wassayos Ngamkham, Bangkok Post
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BANGKOK, THAILAND – Eine große Gruppe mutmaßlicher Opfer hat bei der Central Investigation Bureau (CIB) Anzeige erstattet und spricht von einem Krypto-Investmentbetrug mit einem Schaden von mehr als 1,3 Milliarden Baht. Im Zentrum steht ein Unternehmer, der laut Angaben der Antragsteller mit dem Versprechen extremer Renditen Anleger in digitale Coins gelockt haben soll.

Sammelbeschwerde bei der Ermittlungsbehörde

Angeführt von Tankhun Jitt-itsara, Präsident des Santiprachadham Club, reichten die Betroffenen am Beschwerdezentrum der CIB eine Petition ein.

Zuständig ist die Economic Crime Suppression Division (ECD), die nun prüfen soll, ob strafrechtliche Schritte gegen einen ehemaligen Prominenten aus dem Umfeld eines Digital-TV-Senders und dessen mutmaßliche Helfer eingeleitet werden.

Coins, Versprechen, Fantasie-Renditen

Nach Darstellung von Tankhun Jitt-itsara wurden viele Opfer von einem Mann, der als Ackmee Worawat genannt wird, zum Kauf der Kryptowährungen WOWBiT und ACET ONLY bewegt.

Der Verdächtige habe angeblich mit Renditen geworben, die bis zum 500-Fachen des eingesetzten Kapitals reichen sollten.

Stichtag 1. März und plötzlich kein Zugriff

Die Anleger hätten gehört, ihre Einlagen würden am 1. März fällig und könnten dann ausgezahlt werden.

Als der Termin verstrich, sei laut den Betroffenen kein Abheben der Gelder mehr möglich gewesen, wodurch der Verdacht eines systematischen Betrugs an Fahrt aufnahm.

Hacker-Ausrede und Verweis auf Geldwäsche-Regeln

Auf Nachfragen habe der Beschuldigte zunächst erklärt, das System sei gehackt worden, berichteten die Opfer gegenüber dem Anzeigenerstatter.

Später habe er demnach ausländische Anti-Geldwäsche-Regeln als Grund genannt, weshalb eine Überweisung der Gelder nicht möglich sei.

Vorwürfe aus 2025 und Flucht in die Emirate

Tankhun Jitt-itsara sagte, Hintergrundprüfungen hätten ergeben, dass der Mann bereits 2025 wegen öffentlichen Betrugs beschuldigt worden sei und die Polizei daraufhin einen Haftbefehl erwirkt habe.

Nach dem aktuellen Ermittlungsstand soll der Verdächtige in die Vereinigten Arabischen Emirate geflohen sein, was die Strafverfolgung in der Praxis deutlich erschweren dürfte.

Welche Gesetze greifen könnten und warum Beweise fehlen

Der Fall könnte mehrere Rechtsbereiche berühren, darunter das Notstandsdekret zu Kreditaufnahmen mit Betrugscharakter, das in Thailand häufig bei mutmaßlichen Schneeballsystemen herangezogen wird, sowie den Computer Crime Act und den Anti-Money Laundering Act.

Gleichzeitig komme das Verfahren nur schleppend voran, weil viele Betroffene laut Tankhun Jitt-itsara Belege und Kommunikationsnachweise nicht ausreichend gesichert hätten.

Deine Meinung

Wenn Promi-Nähe und Krypto-Hype zusammenkommen, wirkt das Versprechen schneller Vervielfachung auf viele wie ein Türöffner für teure Fehlentscheidungen.

Sollten Behörden und Plattformen strenger gegen unrealistische Rendite-Werbung vorgehen, oder ist am Ende jeder Investor allein verantwortlich – was meinen Sie in den Kommentaren?

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Quelle: bangkokpost.com

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