BANGKOK, THAILAND – Premier und Innenminister Anutin Charnvirakul sieht das Wachstum der Bhumjaithai-Partei in „Einheit“ und gegenseitigem Vertrauen begründet. Zugleich zeigt er sich überzeugt, dass die von seiner Partei geführte Koalition auch die aktuelle Energiekrise bewältigen kann.
18 Jahre Bhumjaithai: Wachstum und Kurswechsel
Anutin sprach am 6. April 2026 um 11.10 Uhr in der Parteizentrale anlässlich des 18. Jahrestags der Bhumjaithai-Partei über deren Entwicklung seit der Gründung.
Er sagte, die Partei sei über mehrere Wahlen hinweg kontinuierlich gewachsen, besonders bei der jüngsten Wahl, und müsse deshalb ihre Arbeitsweise anpassen.
Generationswechsel: Mehr junge Kräfte, mehr Übergabe
Nach Anutins Darstellung arbeiten inzwischen deutlich mehr jüngere Menschen in der Partei, weshalb Wissen und Erfahrung gezielt weitergegeben werden müssten.
Der Übergang solle die Partei stärken, indem erfahrene Kräfte, die am Aufbau beteiligt waren, weiterhin mit der neuen Generation zusammenarbeiten.
„Die Partei wächst mit den Menschen“
Auf die Frage, ob die Partei weiter wachsen werde, erklärte Anutin, man wolle mit Aufrichtigkeit und einem klaren Fokus auf die Bevölkerung das Beste leisten.
Die Richtung gebe letztlich die Bevölkerung vor, betonte er, und die Partei könne nicht „aus sich selbst heraus“ wachsen, sondern nur durch Unterstützung der Bürger.
Einheit durch Vertrauen und klare Grenzen
Als Prinzip für innerparteiliche Geschlossenheit nannte Anutin gegenseitiges Vertrauen und die Überzeugung, dass alle Mitglieder entschlossen seien, für das Gemeinwohl zu arbeiten.
Initiativen würden unterstützt, solange sie nicht gegen Gesetze, Ethik oder berufliche Standards verstoßen, und das Parteimotto „gesagt und getan“ solle Vertrauen in der Bevölkerung festigen.
Vier Jahre Regierungszeit: Lob reicht nicht
Ob die Regierung die vollen vier Jahre im Amt bleiben werde, sagte Anutin, gute Wünsche seien zwar positiv, entscheidend sei aber das eigene Verhalten und harte Arbeit.
Er mahnte, man dürfe sich nicht von Lob blenden lassen, sondern müsse sich als Diener der Bevölkerung verstehen, ohne Allüren und ohne sich als „wichtige Person“ aufzuspielen.
Kein Ziel „Einparteienregierung“: Lieber gemeinsam voran
Auf die Frage, ob Bhumjaithai künftig so groß werden könne, dass sie allein regiert, antwortete Anutin sinngemäß, wichtiger sei gemeinsamer Fortschritt ohne Konflikte.
Er plädierte dafür, „Hand in Hand“ zu gehen, statt allein voranzulaufen, während andere einen behindern oder „von hinten attackieren“.
Energiekrise: Regierung sieht sich in der Pflicht
Als führende Kraft der aktuellen Koalition müsse die Regierung Krisen lösen, sagte Anutin, und das gelte ausdrücklich auch für die Energiekrise.
Er verwies darauf, dass Bhumjaithai in früheren Krisen wie der Covid-19-Pandemie und bei Katastrophen gezeigt habe, dass man Probleme bewältigen könne.
Deine Meinung
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