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Anutin verspricht Grenzwall bei Wahlsieg

Anutin verspricht Grenzwall bei Wahlsieg
Ministry of Interior

SURIN – Nach jüngsten Spannungen an der Grenze macht Premierminister Anutin Charnvirakul ein deutliches Wahlversprechen: Thailand wird eine Mauer zu Kambodscha bauen. Das Projekt hängt von einem Wahlsieg seiner Partei ab.

Besuch im ehemaligen Kampfgebiet

Anutin äußerte das brisante Versprechen während eines Besuchs im umkämpften Grenzgebiet in der Provinz Surin. In der Region um den Ta Kwai Tempel und den Hügel 350 hatte es erst am Samstag Gefechte gegeben.

Der Premierminister zeigte sich entschlossen: „Der Plan zum Bau einer Mauer entlang der thailändisch-kambodschanischen Grenze bleibt bestehen, wenn wir die Wahl gewinnen.“ Die Sicherheitskräfte sollen gleichzeitig gestärkt werden.

So soll die milliardenteure Mauer finanziert werden

Die Finanzierung des riesigen Bauvorhabens soll vor allem aus dem Verteidigungshaushalt kommen. Es handle sich um eine Maßnahme zur nationalen Sicherheit, so Anutin.

Die Kosten sind gewaltig: Pro Kilometer wird der Grenzwall schätzungsweise sieben Millionen Baht (ca. 175.000 Euro) kosten. Dazu kommen noch die Kosten für eine Kontrollstraße hinter der Mauer.

Bau soll in unumstrittenen Gebieten beginnen

Die thailändischen Streitkräfte haben einen stufenweisen Plan. Zuerst sollen Abschnitte in unkontroversen Gebieten gebaut werden, wo kein Grenzstreit besteht.

Als wahrscheinlicher Startpunkt gilt der Bezirk Pong Nam Ron in der Provinz Chanthaburi. Erst danach könnten sensible Bereiche folgen.

Hintergrund: Initiative von Prinzessin Chulabhorn

Das Projekt geht auf eine Initiative von Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Chulabhorn zurück. Im Oktober hatte die Armee zugesagt, den Bau einer „thailändisch-kambodschanischen Grenzmauer“ voranzutreiben.

Ziel sei es, die Sicherheit von Soldaten und Zivilisten in den Grenzregionen zu verbessern. Die jüngsten Schusswechsel unterstreichen die Dringlichkeit.

Klares Wahlkampf-Signal

Mit dieser Ankündigung setzt Anutin ein klares außen- und sicherheitspolitisches Zeichen im Wahlkampf. Die Bhumjaithai-Partei positioniert sich als Garant für Stärke und Schutz der Landesgrenzen.

Ob das Mammutprojekt jemals realisiert wird, hängt nun allein vom Ausgang der Wahl am 8. Februar ab. Die Entscheidung könnte die Beziehung zum Nachbarn Kambodscha auf Jahre prägen.

🗣 Schutzmaßnahme oder politisches Signal?

Ein Grenzwall steht für Kontrolle, Abschreckung und staatliche Stärke.
Doch er ist auch teuer, symbolisch aufgeladen und politisch umstritten.

Kann Beton wirklich Sicherheit schaffen – oder ersetzt er nur Diplomatie durch ein sichtbares Machtzeichen?

Was meint ihr: notwendige Vorsorge nach Grenzkonflikten – oder Wahlkampf mit harter Rhetorik?

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Quelle: Bangkok Post

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