ATTA senkt Tourismusziel – 32 statt 35 Mio. GĂ€ste

đŸ’„ „Es ist der Tiefpunkt“ – sagt ATTA-Chef Thanapol. ATTA fordert Ticket-Deals, Großevents und Kooperation mit NachbarlĂ€ndern gegen KriminalitĂ€t. Kann Thailand so das Vertrauen zurĂŒckgewinnen – und die Touristenströme wiederbeleben?

ATTA senkt Tourismusziel - 32 statt 35 Mio. GĂ€ste
The Nation

Thailands Tourismus! Chinesen bleiben weg – Branche kĂ€mpft – Noch wie lange?

Die thailĂ€ndische Tourismusbranche steckt in einer Krise. Die Association of Thai Travel Agents (ATTA) warnt, dass die ausbleibenden chinesischen Urlauber die Gesamtzahl der auslĂ€ndischen Besucher in diesem Jahr auf nur noch 32 Millionen drĂŒcken werden. Damit wĂŒrde die offizielle Zielmarke der Regierung deutlich verfehlt. ATTA-PrĂ€sident Thanapol Cheewarattanaporn spricht von einem Kampf ums Überleben fĂŒr viele Betriebe und sieht die Branche am absoluten Tiefpunkt angelangt.

Das sind die erschreckenden Zahlen

Die Top-HerkunftslĂ€nder fĂŒr 2025 zeigen das Problem deutlich: WĂ€hrend China mit 4,6 Millionen Besuchern noch an der Spitze steht, sind diese Zahlen ein dramatischer Einbruch. Normalerweise kĂ€men tĂ€glich etwa 30.000 Chinesen, aktuell sind es aber nur noch 10.000 pro Tag, manchmal sogar weniger.

Die weiteren Spitzenreiter sind Malaysia (4,5 Millionen), Indien (2,2 Millionen), Russland (1,6 Millionen) und SĂŒdkorea (1,5 Millionen). Thanapol beschreibt die Lage nĂŒchtern: „Es ist jetzt der Tiefpunkt â€“ tiefer kann es nicht fallen.“ Er zeigt sich dennoch vorsichtig optimistisch, dass es von hier aus wieder aufwĂ€rts gehen könnte, da die Regierung das Problem ernst nehme.

Scammer und kriminelle Banden schaden Thailands Image

Ein weiteres gravierendes Problem ist das Image-Thailand durch kriminelle Netzwerke. Thanapol erklĂ€rt, dass die Razzien gegen BetrĂŒgerbanden in Kambodscha indirekt auch Thailand schaden. Internationale Reisende wĂŒrden beide LĂ€nder als verbunden wahrnehmen. „Wenn Kambodscha Probleme mit BetrĂŒgerbanden oder Call-Center-Betrug hat, fangen einige Touristen an, Thailand – das eine Grenze teilt – in einem Ă€hnlichen Licht zu sehen“, so der ATTA-PrĂ€sident.

Er forderte die thailĂ€ndische Regierung auf, mit den NachbarlĂ€ndern zusammenzuarbeiten, um die transnationalen Verbrecherbanden auszumerzen, die Thailand als Basis nutzen. AuslĂ€ndische Reiseveranstalter hĂ€tten bereits einen spĂŒrbaren Einfluss auf die Buchungslaune gemeldet.

So will die Branche den Tourismus jetzt retten

Um die Krise zu bewĂ€ltigen, hat die ATTA einen Drei-Punkte-Plan entwickelt. Erstens: Eine große B2B-Veranstaltung im Januar 2026, bei der internationale und thailĂ€ndische Anbieter zusammenkommen, um lĂ€nderĂŒbergreifende Reisepakete zu schnĂŒren.

Sonderaktion fĂŒr gĂŒnstige Flugtickets

Zweitens: GesprĂ€che mit der Tourism Authority of Thailand (TAT) ĂŒber eine Sonderaktion fĂŒr gĂŒnstige Flugtickets, um sowohl Inlands- als auch Auslandsreisen anzukurbeln.

Drittens setzt man auf die politische Schiene: Tourismusministerium und TAT-Gouverneur haben sich persönlich beim chinesischen Botschafter eingeschaltet, um das Vertrauen wiederherzustellen und zu erbitten, dass China mindestens zwei Millionen zusĂ€tzliche Touristen nach Thailand entsendet.

Der Erfolg dieser Rettungsaktionen wird ĂŒber die Zukunft Tausender Betriebe entscheiden.

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Thailands Tourismus in der Krise – Ihre Meinung

Wie stark hĂ€ngt Thailands Tourismus Ihrer Meinung nach von China ab? Sollte das Land seine Marketingstrategie stĂ€rker auf Indien, Europa oder Russland ausrichten – oder sind gezielte Anreize fĂŒr chinesische Reisende der SchlĂŒssel zur Erholung?

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Quelle: The Nation

Dieser Artikel ist auch auf Englisch verfĂŒgbar. (This article is also available in English.) → English version

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