BANGKOK, THAILAND – 44 internationale Wahlbeobachter aus 17 Ländern und einer internationalen Organisation begleiten an diesem Sonntag die Parlamentswahl und das Referendum zur Verfassungsänderung. Die Wahlkommission setzt damit ein sichtbares Zeichen für Transparenz, Rechtskonformität und internationale Kontrolle des Urnengangs.
Premiere mit doppelter Abstimmung
Bei einer Einweisung in Bangkok erklärte Wahlkommissions-Generalsekretär Sawaeng Boonmee, es sei das erste Mal, dass Parlamentswahl und Volksabstimmung am selben Tag stattfinden, was besonders sorgfältige Vorbereitung verlange.
Ziel sei es laut Sawaeng, Verfahren und Abläufe so zu gestalten, dass Transparenz, Fairness und die Einhaltung der Gesetze jederzeit überprüfbar sind.
Beobachterprogramm in Bangkok und Umgebung
Die ausländischen Beobachter nehmen an einem Beobachtungsprogramm vom 5. bis 9. Februar in Bangkok und benachbarten Provinzen teil, das Schulungen, Einsätze vor Ort am Wahltag und eine anschließende Bewertung umfasst.
Nach Angaben der Wahlkommission soll dieser strukturierte Ablauf einen umfassenden Blick auf alle Phasen des Wahlprozesses ermöglichen, von der Vorbereitung bis zur Auswertung.
Kontrolle von Material und Abstimmungstag
Der stellvertretende Generalsekretär der Wahlkommission, Pol Maj Nattawat Sa-ngiamsak, kündigte an, die Beobachter würden bereits am Samstag die Verteilung der Wahlunterlagen an die Wahllokale in Bangkok und dem Umland verfolgen.
Am Wahltag selbst sollen sie die Abläufe von der Öffnung der Wahllokale über die Stimmabgabe und Auszählung bis hin zum Verschließen der Wahlurnen beobachten.
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Interesse an Provinzen und Sicherheitskonzept
Ein Teil der Beobachter habe den Wunsch geäußert, Stimmenabgabe und Auszählung auch in Provinzgebieten zu verfolgen, berichtete Nattawat.
Die Wahlkommission habe dazu nach eigenen Angaben mit örtlichen Wahlbüros, Polizei und weiteren Behörden koordiniert, um Reisen und Sicherheit in der Hauptstadt wie in ländlichen Regionen zu gewährleisten.
Signal an Öffentlichkeit und Ausland
Sawaeng erinnerte daran, dass seit 2001 regelmäßig internationale Beobachter zu Wahlen eingeladen werden, was die Bedeutung externer Kontrolle für die politische Entwicklung unterstreicht.
Die Präsenz der Delegationen spiegele ein deutliches internationales Interesse wider und solle nach Angaben der Wahlkommission das Vertrauen der Bevölkerung stärken und die Verpflichtung zu einem transparenten, unparteiischen Wahlprozess dokumentieren.
🗳️ Welt schaut zu – Stärkt internationale Kontrolle das Vertrauen?
Wenn Beobachter aus zahlreichen Ländern anreisen, geht es um mehr als nur Organisation – es geht um Glaubwürdigkeit. Die Behörden sprechen von Transparenz, Kritiker sehen darin eine notwendige Absicherung.
Sind internationale Wahlbeobachter ein starkes Signal für Demokratie – oder eher ein Hinweis auf bestehende Zweifel?
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