UDON THANI, THAILAND – Zwei ausländische Männer sind in Udon Thani festgenommen worden, nachdem sie einer 48-jährigen Thai-Fahrerin Bargeld und Gold aus ihrem geparkten SUV gestohlen hatten, während ein dritter Verdächtiger weiterhin flüchtig ist. Die Polizei wirft dem Trio vor, die Frau systematisch von einer Bank bis in ein Einkaufszentrum verfolgt und dort gezielt zugeschlagen zu haben.
Der Überfall im Parkhaus
Die 48-jährige Napasorn hatte am 3. Februar bei der Polizeiwache Mueang Udon Thani Anzeige erstattet, nachdem sie den Aufbruch ihres Wagens im Parkhaus eines Einkaufszentrums bemerkt hatte.
Sie erklärte den Beamten, sie habe kurz zuvor 500.000 Baht bei einer Bank abgehoben, um in einer weiteren Bankfiliale im Einkaufszentrum eine Rate für ihren SUV zu bezahlen.
Tatablauf und Beute
Nach ihren Angaben parkte sie den Wagen im Parkhaus, ließ ihre Handtasche im Fahrzeug zurück und bewahrte den Umschlag mit dem Bargeld im Inneren des SUV auf.
Als sie etwa eine Stunde später zurückkam, war eine Seitenscheibe eingeschlagen, und ihre Geldbörse mit 1.000 Baht sowie ein goldener Anhänger im Wert von rund 15.000 Baht waren verschwunden.
Ermittlungen und Fluchtplan
Die Polizei wertete Überwachungsvideos aus und stellte fest, dass drei ausländische Männer gemeinsam agiert hatten, die auf zwei Motorrädern anreisten, diese in der Nähe abstellten und zunächst die Bank betraten.
Auf den Bildern ist zu sehen, wie einer der Männer offenbar mit einem Ziegelstein die Autoscheibe einschlägt, die Wertsachen an sich nimmt und mit den Komplizen flieht, bevor sich die Gruppe später in einem Hotel nahe einem Busbahnhof einquartierte.
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Identitäten der Verdächtigen
Die Ermittler identifizierten die Verdächtigen als den 54-jährigen Indonesier Husin, den 27-jährigen Malaysier Muhammad Rafuddin und den 45-jährigen Malaysier Sulaiman.
Husin und Rafuddin wurden festgenommen, als sie sich nach Angaben der Polizei bereits darauf vorbereiteten, Thailand zu verlassen, während Sulaiman entkommen konnte und weiter gesucht wird.
Aussagen unter Tränen
Bei der Vernehmung erklärte Rafuddin laut Polizei, die Gruppe sei ursprünglich als Urlauber eingereist, habe jedoch Geldprobleme bekommen, weil sie kein Bargeld an Geldautomaten abheben konnte, und sei dann von Sulaiman zur Tat angestiftet worden.
Der Sender Channel 7 berichtete, Husin sei während der Befragung in Tränen ausgebrochen, habe um Vergebung gebeten und gesagt, er sei von Sulaiman überredet worden und habe die Tat nicht begehen wollen.
Opfer vergibt, Anzeige bleibt
Husin erklärte der Geschädigten den Angaben zufolge, seine Eltern seien alt und krank und auf seine Unterstützung angewiesen, und er habe angeboten, ihr 4.000 bis 5.000 Baht zu erstatten, wenn sie die Anzeige zurückziehe.
Napasorn sagte, sie vergebe den Männern persönlich, wolle die strafrechtliche Verfolgung aber dennoch fortsetzen und betonte, sie habe Glück gehabt, dass die Täter nicht die gesamten 500.000 Baht erbeutet hätten, was sie in erhebliche finanzielle Schwierigkeiten gebracht hätte.
💰 Beobachtet, verfolgt, bestohlen – wie sicher sind Bankkunden noch?
Kriminelle, die gezielt Menschen nach dem Geldabheben verfolgen, gelten als besonders skrupellos. Der Fall zeigt, wie wichtig Aufmerksamkeit auf Parkplätzen und nach Bankbesuchen ist — denn Täter arbeiten oft organisiert und geduldig.
Sollten Banken und Einkaufszentren ihre Sicherheitsmaßnahmen verstärken? Oder liegt die Verantwortung stärker bei den Kunden selbst? Teile deine Meinung in den Kommentaren.


