PHUKET – Ein 58-jähriger australischer Tourist ist am Mittwochabend in Patong nach einer tätlichen Auseinandersetzung gestorben. Die Polizei nahm noch in derselben Nacht einen 29-jährigen schwedischen Staatsbürger fest. Er ist wegen Körperverletzung mit Todesfolge angeklagt.
Auseinandersetzung an der Prachanukhro Road
Der Vorfall ereignete sich gegen 17 Uhr vor einem Gebäude in der Soi Siriland. Ein 58-jähriger australischer Tourist geriet in einen Streit mit einem jüngeren Mann. Die Auseinandersetzung endete mit einem körperlichen Angriff.
Der Beschuldigte soll dem Australier einen Schlag versetzt haben. Das Opfer wurde unmittelbar nach dem Vorfall in ärztliche Behandlung gebracht.
Tod nach medizinischer Behandlung
Rettungskräfte transportierten den Mann ins Patong Krankenhaus, von wo eine Verlegung ins Vachira Phuket Krankenhaus geplant war. Um 22.23 Uhr wurde sein Tod festgestellt. Die australische Botschaft wurde informiert und benachrichtigte die Angehörigen.
Polizei wertet Überwachungsaufnahmen aus
Die Patong Polizei unter Oberstleutnant Chanan Mekchai sicherte Spuren am Tatort und wertete Aufnahmen von Überwachungskameras aus. Diese zeigten einen ausländischen Mann auf einem schwarzen Honda X-ADV 750 Motorrad mit Phuket-Kennzeichen in Tatortnähe.
Die Ermittlungen führten die Beamten zu einer Wohnung in Kathu. Dort wurde der Verdächtige angetroffen und festgenommen. Er ge-stand, an der Auseinandersetzung beteiligt gewesen zu sein.
Festnahme und Aussage des Beschuldigten
Bei dem Festgenommenen handelt es sich um Pektus Tugui Tayar (29), schwedischer Staatsbürger. Er räumte gegenüber der Polizei ein, den Australier geschlagen zu haben, bestritt jedoch eine Tötungsabsicht. Nach seiner Darstellung habe er dem Mann lediglich einen Schlag versetzt.
Die Polizei erhob Anklage wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Tayar befindet sich in Untersuchungshaft. Das Verfahren ist eingeleitet.
Identität des Opfers und konsularische Maßnahmen
Das Opfer wurde als Alan Roger Jolliffe (58), australischer Staatsbürger, identifiziert. Er befand sich zum Tatzeitpunkt mit seiner Freundin in Patong. Die australische Botschaft wurde eingeschaltet und informierte die Familie über den Tod.
Die Botschaft steht nach eigenen Angaben in Kontakt mit den thäilandischen Behörden, um den weiteren Verfahrensablauf zu begleiten.
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Einordnung durch die Behörden
Ein Polizeisprecher erklärte, der Vorfall sei äußerst besorgniserregend und könne das Image Phukets als sicheres Reiseziel beeinträchtigen. Die Behörden sehen sich in der Pflicht, die Sicherheitslage in touristisch geprägten Gebieten zu überprüfen.
Der Fall reiht sich in eine Serie schwerer Vorfälle in Patong ein: Anfang Februar kam ein irakischer Tourist in der Gegend bei einem Angriff ums Leben, die Ermittlungen dazu laufen noch. Die Behörden haben Erhöhung der Sicherheitspräsenz in Touristenhochburgen angekündigt.
Sicherheitslage in Phukets Touristenbereichen
Der tödliche Angriff trifft Phuket in einer Phase, in der die Behörden verstärkt auf die Sicherheit ausländischer Besucher angewiesen sind. Sowohl die Tourismusbehörde als auch die Polizei haben angekündigt, die Vorfälle der vergangenen Wochen zum Anlass für eine Lagebeurteilung zu nehmen.
Das Strafverfahren gegen Pektus Tugui Tayar läuft. Über den weiteren Fortgang wird berichtet.



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