Autofinanz-Streit eskaliert: Frau zieht Revolver

⚠️ Routinearbeit wird zum Albtraum: Ein Gespräch über Geld nimmt eine gefährliche Wendung, die niemand erwartet hätte. Die Polizei schreitet wenig später ein. Wie weit darf Verzweiflung wirklich gehen?

Autofinanz-Streit eskaliert: Frau zieht Revolver
Wichit Police

PHUKET – Eine 60-jährige Frau hat einen dramatischen Weg gewählt, um ihre Gläubiger loszuwerden: Sie bedrohte zwei Mitarbeiterinnen einer Autobank mit einer scharfen Schusswaffe!

Jagd nach dem Auto mit fünf fehlenden Raten

Alles begann am Nachmittag des 16. Dezembers am Khao Khad Viewpoint in Wichit. Zwei Angestellte eines Autofinanz-Unternehmens suchten einen Honda Jazz.

Für den Wagen wurden fünf Raten à insgesamt 33.145 Baht (rund 830 Euro) nicht bezahlt. Als sie die Fahrzeugnutzerin zur Rede stellten, eskalierte die Situation.

Die Frauen erklärten, dass bei Nichtzahlung die Rückgabe des Fahrzeugs fällig sei. Das wollte die 60-Jährige, genannt „Ms Patch“, nicht hinnehmen.

Waffe kommt zum Vorschein

Laut Polizeiangaben wurde die Seniorin daraufhin aggressiv. Sie holte einen Gegenstand, der wie eine Schusswaffe aussah, und bedrohte die beiden Mitarbeiterinnen.

„Sie fürchteten um ihr Leben“, so die Polizei. Die beiden Frauen zogen sich sofort zurück und erstatteten wenig später Anzeige bei der Wichit Polizeistation.

Festnahme mit registrierter Waffe

Die Ermittler identifizierten die Verdächtige schnell. Sie kontaktierten „Ms Patch“ und baten sie, sich zu stellen.

Die 60-Jährige folgte der Aufforderung – und brachte ihren registrierten .38 Kaliber Smith & Wesson Revolver gleich mit. Der Waffenschein war vom Bezirk Hat Samran in Trang ausgestellt.

Sie gestand der Polizei, die Waffe während der Auseinandersetzung gezückt und die Frauen bedroht zu haben.

Ihre Begründung:
Krankheit und Existenzangst

In der Vernehmung gab die Frau an, unter Stress gehandelt zu haben. Die Angst, ihr Auto zu verlieren, habe sie überwältigt.

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Sie leide außerdem an einer Lungenerkrankung und ihre Tat sei nicht vorsätzlich gewesen. Diese Umstände werden nun in die Ermittlungen einfließen.

Welche Anklagepunkte jetzt drohen

Die Seniorin muss sich vor Gericht verantworten. Die Anklage lautet auf unbefugten Besitz einer auf eine andere Person registrierten Schusswaffe.

Zusätzlich wird ihr Bedrohung mit einer Waffe vorgeworfen, und zwar in einer Weise, die Angst um Leben und Sicherheit bereitet.

Beides sind ernste Straftaten mit möglicher Gefängnisstrafe.

Ein seltener, aber drastischer Fall

Fälle von Waffengewalt bei Geldeintreibungen sind in Thailand selten, aber nicht unbekannt. Meist geht es um existenzielle Ängste.

Die Polizei betont, dass die Ermittlungen andauern. Alle rechtlichen Schritte würden nun eingeleitet.

Der Fall zeigt, wie finanzieller Druck in Kombination mit einer Waffe eine alltägliche Situation lebensgefährlich eskalieren lassen kann.

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Quelle: The Phuket News

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