BANGKOK, THAILAND – Ein in Australien wegen Drogendelikten gesuchter Mann ist in einem Wohnhochhaus im Bangkoker Bezirk Din Daeng festgenommen worden. Thailands Einwanderungsbehörde hat sein Visum widerrufen und bereitet die Abschiebung vor.
Festnahme im Condominium in Din Daeng
Am Freitagnachmittag nahmen Beamte der Immigration Division 3 den 44-Jährigen fest, der von den Behörden nur als Isaac bezeichnet wurde.
Auslöser war laut Pol Col Prinya Klinkesorn, Sprecher der Einheit, ein Hinweis aus Ermittlerkreisen, wonach sich ein international gesuchter Flüchtiger in Bangkok versteckt hielt.
Haftbefehl aus Queensland und 11 Vorwürfe
Die Festnahme erfolgte nach einer Anfrage des Verbindungsbüros der Australian Federal Police (AFP) in Thailand.
Gegen den Mann liegt demnach ein Haftbefehl aus Queensland vom 18. Januar des Vorjahres vor, außerdem stehen 11 Anklagepunkte wegen Besitzes und Herstellung illegaler Drogen im Raum.
Zwei Pässe, erneute Einreise im Februar
Nach Angaben der Behörden verfügt der Verdächtige über eine doppelte Staatsangehörigkeit und führte sowohl einen australischen als auch einen neuseeländischen Pass.
In den Einreisedaten ist vermerkt, dass er zuletzt am 10. Februar dieses Jahres nach Thailand eingereist war.
Früher schon im Fokus – Indonesien und alte Drogenfälle
Ermittler fanden zudem Verbindungen des Mannes zu weiteren Verfahren in der Vergangenheit.
Genannt wurden ein Fall von Drogenbesitz aus 2019 sowie ein mutmaßlicher Versuch, Drogen 2017 über Indonesien zu schmuggeln.
Visum entzogen – Abschiebung wird vorbereitet
Die Behörden widerriefen das Visum des Festgenommenen und bereiten nach eigenen Angaben die Deportation in sein Herkunftsland vor.
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Pol Col Prinya sprach von einem Ergebnis „intelligenzgestützter Operationen“ und enger Abstimmung mit internationalen Partnern, um einen grenzüberschreitend gesuchten Flüchtigen zu fassen.
Druck auf ausländische Straftäter in Thailand
Die Immigration Division 3 wertete den Fall als weiteren Schritt, um zu verhindern, dass Thailand zum Rückzugsraum für ausländische Straftäter wird.
Seit Januar habe die Einheit nach Angaben ihres Sprechers mehr als 20 ausländische Beschuldigte festgenommen und abgeschoben, die sich vor laufenden Verfahren im Ausland nach Thailand abgesetzt hätten.



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