Bangkok deckelt Taxi- und Rider-Preise ab sofort

🚕 Keine höheren Fahrpreise: Ab 5. März verbietet das Verkehrsministerium Aufschläge für Taxis, Ride-Hailing und Motorradtaxis. Bei Verstößen drohen rechtliche Schritte. Bleibt der Kostendeckel auch nach dem 15-Tage-Spritstopp bestehen?

Bangkok deckelt Taxi- und Rider-Preise ab sofort
The Nation
Google Werbung

BANGKOK, THAILAND – Ab 5. März untersagt das Transportministerium jede Tariferhöhung bei Taxis, Ride-Hailing-Diensten und Motorrad-Taxis und droht bei Verstößen mit juristischen Schritten. Vizepremier und Verkehrsminister Phiphat Ratchakitprakarn koppelt die Preisbremse an den von der Regierung verfügten Kraftstoffpreis-Stopp – gestützt durch den Oil Fund.

Preisstopp im Nahverkehr – Verbot gilt ab sofort

Phiphat Ratchakitprakarn kündigte an, sein Ministerium werde am 5. März eine offizielle Anordnung veröffentlichen, die höhere Fahrpreise im öffentlichen Individualverkehr untersagt.

Betroffen sind ausdrücklich Taxis, appbasierte Ride-Hailing-Angebote sowie Motorrad-Taxis, die in Bangkok und vielen Provinzen den Alltag prägen.

Warnung an Betreiber – juristische Schritte bei Profitmacherei

Der Minister machte klar, dass Anbieter, die die Lage für Aufschläge nutzen, mit rechtlichen Konsequenzen rechnen müssen.

Damit setzt die Regierung auf Abschreckung, um spontane Preisexplosionen zu verhindern, wie sie bei angespannten Energie- und Sicherheitslagen typischerweise auftreten.

Ölpreis-Schock als Auslöser – Oil Fund soll abfedern

Als Hintergrund nannte Phiphat die derzeitigen Sprünge bei den Rohölpreisen, die normalerweise rasch auf heimische Energie- und Transportkosten durchschlagen.

In „außergewöhnlichen Umständen“ könne der Staat nach seinen Worten Mittel aus dem Oil Fund einsetzen, um den Abstand zwischen Weltmarkt und Inlandspreisen zu überbrücken.

Wie stabil ist der Oil Fund – Minister verweist auf frühere Defizite

Phiphat erinnerte daran, dass der Oil Fund in der Vergangenheit stark geschwankt habe und zeitweise ein Defizit von bis zu 100 Milliarden Baht aufwies.

Aktuell sei der Fonds jedoch wieder im Plus, was nach Lesart der Regierung Spielraum schafft, um Preisspitzen vorübergehend zu dämpfen.

Treffen mit dem Premier – Vorgaben wandern in Krisenrunde

Phiphat sprach nach einem knapp einstündigen Gespräch mit dem Premierminister im Thai-Khu-Fah-Gebäude, dem Regierungssitz in Bangkok.

Stört Sie die Werbung?
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
ZUM ANGEBOT

Die Weisungen des Premiers, insbesondere zur Begrenzung der Transportkosten, will er in die zweite Regierungssitzung 2026 zur Bewertung der Lage im Nahost-Konflikt einbringen.

15-Tage-Freeze und die Zeit danach – Entscheidung liegt beim Premier

Auf die Frage nach der Zeit nach dem derzeitigen 15-Tage-Kraftstoffpreis-Stopp sagte Phiphat, der weitere Kurs hänge von der Politik des Premiers und der Entwicklung der Lage ab.

Sollten die Belastungen anhalten, könne der Deckel verlängert werden, und die Bevölkerung müsse sich nach seiner Darstellung nicht vor einem abrupten Preissprung fürchten, weil der Oil Fund als Puffer bereitstehe.

Deine Meinung

Die Ansage der Regierung ist ein klarer Eingriff in den Markt, der kurzfristig entlasten kann, langfristig aber nur so glaubwürdig ist wie die Transparenz darüber, wer die Rechnung am Ende trägt.

Soll der Staat Fahrpreise in Krisenzeiten deckeln – oder führt das am Ende zu weniger Service und mehr Grauzonen bei Zuschlägen, und was sind eure Erfahrungen in den Kommentaren?

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.
Quelle: The Nation

Wichtiger Hinweis für unsere Leser

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln:

  • Höflichkeit: Keine Beleidigungen, Kraftausdrücke oder Gewaltandrohungen.
  • Sorgfalt: Bitte achten Sie auf die korrekte Schreibweise von Namen.
  • Quellen: Zitate nur mit Namensnennung (Internet-Links/URLs sind nicht erlaubt).
  • Themen: Bitte keine Kritik an der Regierung, der Monarchie oder Diskussionen zur Moderation.
Vorbehalt der Redaktion: Wir behalten uns das Recht vor, Kommentare nachträglich zu bearbeiten oder zu löschen, sollten diese gegen unsere Regeln oder geltendes Recht verstoßen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert