Nach Straßeneinsturz: Bangkok setzt Radar gegen Einsturzgefahr ein
Nur einen Tag nach dem spektakulären Straßeneinsturz nahe dem Vajira Hospital sorgt ein neuer Wasseraustritt an der Samsen Road für Aufregung. Die Bangkok Metropolitan Administration (BMA) setzte Spezial-Radar ein, um die Gefahr einzuschätzen – mit beruhigendem Ergebnis.

Neuer Vorfall nur 2 Kilometer vom Einsturz entfernt
Am Donnerstagmorgen meldeten Anwohner besorgniserregende Wasseraustritte auf der Samsen Road in der Nähe der Wat Chantharasamosorn School – nur etwa 2 Kilometer vom Einsturzort am Vajira Hospital entfernt. Wasser sickerte über mehrere Fahrspuren, was sofort Befürchtungen vor einem weiteren Straßeneinsturz auslöste.
Polizei und Mitarbeiter der elektrischen Bahn sperrten das Gebiet umgehend mit Barrieren und Verkehrshütchen ab. Die Behörden handelten schnell, um die Sicherheit zu gewährleisten und Verkehrsbehinderungen zu minimieren.

High-Tech-Einsatz:
Radar durchleuchtet Straße
Gegen 11:30 Uhr traf das Bodenradar (GPR) des Public Works Department ein. Das High-Tech-Gerät sendet elektromagnetische Wellen in den Untergrund und kann Hohlräume unter der Straßenoberfläche erkennen. Die Untersuchung dauerte etwa 30 Minuten.
Vize-Gouverneur Associate Professor Wisanu Traisompol gab Entwarnung: „Das Radar hat ein Loch in einer alten Wasserleitung entdeckt, etwa 2,5 mal 4 Meter groß. Es besteht keine Einsturzgefahr.“ Die Undichtigkeit habe lediglich zu leichten Aufwölbungen und Dellen auf der Fahrbahn geführt.

Ursache: Alterungsprozess und schwere Fahrzeuge
Laut Kanok Karnrungcharoen, Techniker der Metropolitan Waterworks Authority (MWA), wurde das Leck wahrscheinlich durch einen lockeren Rohrverbindungsring verursacht. Schwere Fahrzeuge, die durch das Gebiet fuhren, könnten diesen allmählich gelockert haben.
„Dieser Vorfall steht in keinem Zusammenhang mit dem Einsturz am Vajira Hospital“, betonte Wisanu. Auch die in der Nähe stattfindenden U-Bahn-Bauarbeiten seien nicht die Ursache.

Fünftstündige Reparaturarbeiten eingeleitet
Gegen 13:00 Uhr begannen die Reparaturarbeiten. Arbeiter brachten Bagger heran, um die beschädigte Leitung freizulegen. Die MWA schätzte die Reparaturzeit auf fünf Stunden. Falls es sich tatsächlich nur um einen defekten Verbindungsring handelt, müssen Wasser- und Stromversorgung nicht unterbrochen werden.
Gleichzeitig entdeckten Techniker zwei weitere kleinere Lecks auf der gegenüberliegenden Straßenseite, die nun näher untersucht werden.

Bürger sollen wachsam bleiben
Die Behörden riefen die Bevölkerung auf, weitere Undichtigkeiten umgehend über Traffy Fondue oder die BMA-Hotline zu melden. Der Vorfall zeigt, wie wichtig frühzeitige Meldungen sind, um größere Schäden zu verhindern.
Trotz der Entwarnung bleibt die Stimmung in Bangkok angespannt. Die Stadtverwaltung hat versprochen, das Leitungsnetz systematisch zu überprüfen – denn Vorsorge ist besser als Nachsorge.
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