BANGKOK, THAILAND – Ein Insasse des Thonburi Special Prison in Bangkok steht unter dringendem Mpox-Verdacht und wurde nach Behördenangaben umgehend in die Correctional Hospital Institution verlegt. Die Strafvollzugsbehörde (Department of Corrections) meldete am Samstag, 14. Februar, dass bislang landesweit keine weiteren Verdachtsfälle in Haftanstalten festgestellt worden seien. Alle thailändischen Gefängnisse wurden angewiesen, verschärfte Überwachungsmaßnahmen einzuhalten.
Verdachtsfall während OP-Vorbereitung entdeckt
Der Häftling aus dem Thonburi Special Prison im Stadtbezirk Bang Bon wurde nach dem Auftreten von hohem Fieber und schweren Komplikationen am Fuß in die Correctional Hospital Institution zur medizinischen Behandlung überwiesen.
Während der Vorbereitungen für einen operativen Eingriff entdeckten Ärzte flüssigkeitsgefüllte Blasen, die auf eine Mpox-Infektion hindeuten. Laboruntersuchungen haben den Verdacht erhärtet – der Insasse könnte tatsächlich mit dem Virus infiziert sein.
Sofortige Isolation und „Bubble and Seal“-Protokoll
Nach Bekanntwerden des Verdachtsfalls wurden umgehend strikte Isolationsmaßnahmen eingeleitet. Die Behörden haben alle Hochrisiko-Kontaktpersonen des Betroffenen identifiziert und unter Quarantäne gestellt.
Im Gefängnis kommt das sogenannte „Bubble-and-Seal“-Eindämmungsprotokoll zum Einsatz – eine Sicherheitsmaßnahme, bei der der betroffene Insasse und seine direkten Kontaktpersonen strikt von der übrigen Gefängnispopulation getrennt werden, um eine mögliche Ausbreitung zu verhindern.
Kontaktverfolgung und behördliche Zusammenarbeit
Die Strafvollzugsbehörde arbeitet eng mit dem Department of Disease Control (DDC) des Gesundheitsministeriums zusammen, um die Bewegungen und Kontakte des Patienten nachzuverfolgen und die Situation engmaschig zu überwachen.
Behördenvertreter betonten, dass eine vollständige Kontaktverfolgung durchgeführt werde, um mögliche weitere Infektionen frühzeitig zu identifizieren und einzudämmen.
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Landesweite Überwachung – bisher keine weiteren Fälle
Nach Angaben der Strafvollzugsbehörde zeigen derzeit keine weiteren Insassen landesweit Symptome, die auf eine Mpox-Infektion hindeuten könnten.
Dennoch wurden alle Justizvollzugsanstalten in Thailand angewiesen, strenge Überwachungsmaßnahmen aufrechtzuerhalten und die Richtlinien zur Infektionskontrolle konsequent einzuhalten. Gesundheitsbehörden haben die Wachsamkeit erhöht, um eine mögliche Ausbreitung in den dicht belegten Haftanstalten zu verhindern.
Hintergrund zu Mpox und Ansteckungswegen
Mpox, früher als „Affenpocken“ bezeichnet, wird vor allem durch engen körperlichen Kontakt mit einer infizierten Person, einem Tier oder kontaminierten Materialien übertragen.
Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) treten typische Krankheitszeichen in der Regel innerhalb einer Woche nach Ansteckung auf, können aber auch erst nach bis zu zwölf Tagen erscheinen. Zu den Symptomen gehören Hautausschlag, Fieber, Halsschmerzen, Kopf- und Muskelschmerzen, Rückenbeschwerden, Erschöpfung und geschwollene Lymphknoten.
Besonders in Einrichtungen mit engem Kontakt zwischen vielen Menschen – wie Gefängnissen – besteht ein erhöhtes Übertragungsrisiko, weshalb strikte Hygiene- und Isolationsmaßnahmen von entscheidender Bedeutung sind.
⚠️ Virus hinter Gittern – unterschätzte Gefahr?
Ein möglicher Mpox-Fall sorgt im Bangkoker Thonburi Special Prison für höchste Alarmbereitschaft. Behörden setzen auf sofortige Isolation, strikte Eindämmungsprotokolle und landesweite Überwachung, um eine Ausbreitung zu verhindern.
Sind thailändische Gefängnisse ausreichend auf solche Krankheitsausbrüche vorbereitet – oder droht ein größeres Risiko in den oft überfüllten Haftanstalten?
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