BANGKOK, THAILAND – Nach lokalen Meldungen über knapper werdenden Sprit hat Energieminister Auttapol Rerkpiboon eine Not-Mobilisierung von Tanklastern angeordnet, um Benzin und Diesel schneller in die Provinzen zu bringen. Gleichzeitig wächst der Druck von Rettungsdiensten, weil Kaufobergrenzen an Tankstellen Einsätze behindern können.
Notfall-Schalte im Energieministerium
Energieminister Auttapol Rerkpiboon ließ nach einem Krisentreffen mit Öl-Händlern und Raffinerievertretern kurzfristig zusätzliche Transportkapazitäten aktivieren, um Lieferverzögerungen zu stoppen.
Bei dem Briefing war auch Dauerstaatssekretär Prasert Sinsukprasert dabei, der Engpässe in der Lieferkette identifizieren ließ, die zuletzt zu Verzögerungen an einzelnen Stationen geführt hatten.
Mehr Tanklaster, mehr Fahrten, kürzere Abstände
Nach den neuen Vorgaben sollen Tankwagen mit verdichteten Fahrplänen fahren und schneller zwischen Depots und Tankstellen pendeln, damit betroffene Standorte wieder aufgefüllt werden.
Das Ministerium erklärte, man habe sich mit den Händlern darauf verständigt, „jede verfügbare Ressource“ zu mobilisieren, um Kraftstoff aus den „ausreichenden nationalen Reserven“ zügig in den Verkauf zu bringen.
Warum plötzlich Schlangen an der Zapfsäule entstehen
Auslöser der Probleme war laut Behörden die zuletzt spürbar höhere Nachfrage, weil viele Verbraucher aus Sorge vor Engpässen ihre Tanks früher und voller als üblich füllten.
Parallel verwiesen Beteiligte auf die angespannte Lage an den Energiemärkten im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt, die in Teilen des Landes die Nervosität zusätzlich angeheizt habe.
Rettungsstiftungen warnen – 500 Baht Limit trifft Ambulanzen
In Chiang Mai forderte Sahachat Limcharoenphakdi, Präsident der Phetkasem Foundation, Tankstellen auf, eine Kaufobergrenze von 500 Baht pro Fahrzeug und Tag zu lockern, weil sie medizinische Notfallfahrten behindern könne.
Er sagte, seine Organisation betreibe mehr als 20 Rettungs- und Notfalleinheiten in mehreren Provinzen und in Bangkok, und in ländlichen Regionen seien pro Einsatz häufig Hin-und-zurück-Strecken von über 40 Kilometern nötig.
Wenn der Kanister fehlt und das Gerät stillsteht
Sahachat schilderte, dass unter einem 500-Baht-Limit eine Ambulanz teils nur zwei bis drei Einsätze schaffe, obwohl der Standard verlange, Fahrzeuge jederzeit einsatzbereit zu halten und spätestens bei „halbtank“ nachzufüllen.
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Zusätzliche Hürden entstünden, wenn Tankstellen den Verkauf von Kraftstoff in Behältern einschränkten, denn Rettungsteams bräuchten mitunter Kanister für liegengebliebene Autofahrer und zudem Sprit für Geräte wie hydraulische Rettungsscheren oder Kompressoren.
Chiang Mai zwischen Restbeständen und leeren Tanks
Lokalreporter berichteten laut Chiang Rai Times, dass am 15. und 16. März in Chiang Mai je nach Tankstelle noch Kraftstoff verfügbar gewesen sei, während andere Standorte bereits ausverkauft waren.
Gleichzeitig hätten Anwohner weiter in Reihen angestanden, um ihre Fahrzeuge zu betanken, was die kurzfristige Logistik zusätzlich unter Druck setzte.
Phuket beschwichtigt und droht Hamsterern mit Strafen
Auf Phuket reagierte die Provinzführung mit einer Koordinierungsrunde mehrerer Behörden, um Verbrauch zu überwachen, Preise zu stabilisieren und Energiesparmaßnahmen anzustoßen, während für kritische Dienste Notreserven vorbereitet werden.
Die Handelsbehörde warnte vor Hortung und überzogenen Preisen und verwies auf mögliche Strafen von bis zu 140.000 Baht oder bis zu sieben Jahren Haft, während markengebundene Stationen wie PTT, Bangchak und Caltex laut Behörden weiter regulär verkauften.



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