WANG NAM KHIAO – Eine Routinefahrt endet im absoluten Albtraum. Ein Passagier-Minibus stürzt an einer berüchtigten Bergstraße in eine tiefe Schlucht. Zwei Frauen sterben, 14 Menschen werden verletzt. Der Fahrer gibt zu: Er ist am Steuer eingeschlafen.
Absturz in die zehn Meter tiefe Schlucht
Der Horror passiert am Montag, dem 5. Januar 2026, auf der Highway 304, Kilometer 243. Eine kurvenreiche Todesstrecke zwischen dem Khao Yai und dem Thap Lan Nationalpark.
Ein weißer Toyota Minibus, zugelassen in Bangkok, durchbricht die Leitplanke. Das Fahrzeug stürzt über zehn Meter tief in den Abgrund.
Es überschlägt sich mehrmals und bleibt mit den Rädern nach oben liegen. Ein Bild der puren Zerstörung.
Rettungsaktion in schwierigem Gelände
Die Rettungskräfte haben einen extrem schwierigen Einsatz. Sie müssen die Verletzten aus der tiefen Schlucht bergen.
Vierzehn Passagiere werden mit schweren Verletzungen in die Krankenhäuser Pak Thong Chai und Wang Nam Khiao gebracht.
Für zwei Frauen kommt jede Hilfe zu spät. Sie müssen noch an der Unfallstelle für tot erklärt werden. Familien werden zerstört.
Fahrer gesteht: „Ich wurde müde“
Der Fahrer, Danai Prachit, überlebt den Crash. Er gibt den Ermittlern der Polizei unter Oberstleutnant Nakhon Thanomsap eine erschreckende Erklärung.
„Ich war um 5 Uhr morgens in Pattaya gestartet. Gegen 10 Uhr, auf der Steigung, wurde ich plötzlich müde und habe die Kontrolle verloren“, so sein Geständnis.
Die Polizei geht von Übermüdung aus. Der Mann hatte offenbar keine ausreichende Ruhepause eingelegt.
Eine Straße mit schrecklicher Bilanz
Die Unfallstelle ist kein Zufall. Die Strecke ist berüchtigt für schwere Unfälle. Steile Abhänge, enge Kurven und lange Fahrten fordern ihren Tribut.
Selbst Provinzpolizeichef General Narongsak Phromtha eilt persönlich an den Ort des Grauens. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.
Der Bus wird zur technischen Untersuchung beschlagnahmt. Gegen den Fahrer wird ein Strafverfahren eingeleitet.
Immer wieder dieselbe tödliche Ursache
Der Fall ist leider kein Einzelfall. Übermüdung ist eine der Hauptursachen für schwere Busunfälle in Thailand.
Billiganbieter setzen Fahrer unter Druck. Lange Strecken ohne Pausen werden zur tödlichen Gefahr für alle Insassen.
Die Gesetze sind klar, die Kontrollen oft zu lasch. Bis wieder ein neues Unglück passiert.
Forderungen nach härteren Kontrollen
Experten und Opferverbände fordern seit Jahren schärfere Regeln. Verpflichtende Fahrtenschreiber und elektronische Ruhezeitenkontrollen könnten Leben retten.
Die Gesellschaft muss aufwachen. Jeder Fahrgast sollte hellhörig werden, wenn ein Fahrer müde wirkt.
Zwei Menschen haben mit ihrem Leben bezahlt. Es ist Zeit für Konsequenzen, bevor der nächste Bus in den Abgrund stürzt.
🗣 Wie viele Warnungen braucht es noch?
Müdigkeit ist unsichtbar – aber tödlich. Besonders auf steilen, kurvigen Bergstraßen.
Reichen Appelle an Fahrer aus, oder braucht es strengere Ruhezeiten, Kontrollen und technische Hilfen?
Wann wird Sekundenschlaf endlich so ernst genommen wie Alkohol am Steuer?



