RAYONG, THAILAND – Ein 47-jähriger Schwede ist nahe Klaeng in der Provinz Rayong bei einem schweren Motorradunfall ums Leben gekommen. Die Polizei geht von Alkoholisierung als Hauptursache aus, ermittelt aber weiter zu den genauen Umständen.
Unfall an Kurve in Klaeng-Distrikt
Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Polizeistation Klaeng am 6. Januar gegen 17 Uhr auf einer kurvigen Straße im Distrikt Klaeng. Der Mann war mit einem weißen Honda-PCX-Motorrad unterwegs, als er in einer Kurve die Kontrolle verlor.
Ein Sicherheitsmann, der 44-jährige Thailänder Ariya, berichtete den Beamten, der Schwede sei mit hoher Geschwindigkeit – auf über 80 km/h geschätzt – in die Kurve eingefahren. Dort habe er die Maschine nicht mehr halten können und sei zunächst gegen eine Straßenleitplanke geprallt.
Tödliche Kollision mit Strommast
Durch den Aufprall an der Leitplanke geriet das Motorrad ins Schleudern und traf anschließend einen Strommast am Straßenrand. Der Fahrer wurde vom Fahrzeug geschleudert.
Die Polizei fand den Mann mit schweren Kopfverletzungen und Knochenbrüchen. Sein Körper lag rund 20 Meter von dem stark beschädigten Motorrad entfernt. Weitere Fahrzeuge waren nach Polizeiangaben zum Zeitpunkt des Unfalls nicht in den Unfallvorgang verwickelt.
Geplante Hochzeit und gemeinsame Zukunft
Kurz nach dem Unfall traf die 50-jährige Thailänderin Onn, die Lebensgefährtin des Verunglückten, am Unfallort ein. Sie stand unter Schock und berichtete den Ermittlern, das Paar habe in naher Zukunft eine Hochzeitszeremonie geplant.
Beide hätten erst vor kurzem die Unterlagen für ein Ehevisum vorbereitet. Gemeinsam wollten sie im März nach Schweden reisen, um den Prozess fortzuführen. „Wir hatten alles vorbereitet und wollten bald heiraten“, erklärte Onn nach Angaben der Polizei.
Alkohol seit dem Morgen, Warnung ignoriert
Nach Onns Darstellung hatte der Schwede am Tag des Unfalls seit dem Morgen in ihrem Restaurant Bier getrunken. Er habe angekündigt, nach Hause fahren zu wollen, um zu duschen, bevor er seine 90-jährige, bettlägerige Mutter besuchen wollte, die in der Nähe des Strandes Laem Mae Phim lebt.
Onn gab an, sie habe ihn eindringlich gebeten, nicht mit dem Motorrad zu fahren, weil er viel Alkohol konsumiert habe. „Ich habe ihn gewarnt, aber er wollte trotzdem fahren“, sagte sie den Beamten.
Polizei prüft Alkoholeinfluss und Videoaufnahmen
Die Polizei in Klaeng erklärte, es bestehe ein starker Verdacht auf Trunkenheit am Steuer als Ursache des Unfalls. Ein abschließendes Ergebnis liege jedoch noch nicht vor.
Die Ermittler sichten derzeit Überwachungsaufnahmen (CCTV) aus der Umgebung, um den genauen Ablauf zu rekonstruieren. Erst danach soll der Fall offiziell abgeschlossen werden.
Wichtige Risiken im Zusammenhang mit dem Unfall:
• Fahren unter Alkoholeinfluss
• Überhöhte Geschwindigkeit in Kurven
• Fehlende weitere Verkehrsbeteiligte – alleinbeteiligter Unfall
🗣 Wenn „nur kurz fahren“ ein endgültiger Abschied wird
Ein Bier zu viel, eine Kurve, ein Moment Unvernunft – und ein Leben ist vorbei.
Zurück bleibt eine Frau, die Hochzeit plante, und eine Familie, die auf eine Rückkehr wartete.
Wie oft wird das Risiko unterschätzt, weil es tausendmal gut gegangen ist?
Was muss passieren, damit Alkohol am Lenker endlich keine Option mehr ist?




Mir tut die Frau etwas leid, sowas ähnliches habe ich bei einer Bekannten vor Jahren mal erlebt. Vielleicht hatten sie ja wenigstens ein Konto wo auch sie Geld abheben konnte, dann nochmal abheben bevor es gesperrt wird. Ohne Ehe sieht die Lage schlecht aus…
Was heißt es, dass es viele Fragen offen läßt? Die richtige Antwort, nicht fahren unter Alkoholeinfluss, schwer für Alkoholiker zu begreifen