Britenbande nach Tresorraub verhaftet

🚨 Festnahmen an Flughäfen und Hotels: Nach dem Safe-Raub in Pattaya landen drei britische Staatsbürger in Untersuchungshaft und betonen, sie seien „keine Mafia“. Droht ihnen nun eine harte Anklage?

Britenbande nach Tresorraub verhaftet
The Pattaya News
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PATTAYA, THAILAND – Drei britische Staatsbürger sind nach einem bewaffneten Überfall auf ein Wohnhaus in Pattaya in Untersuchungshaft genommen worden und weisen die Vorwürfe weiterhin entschieden zurück. Thai-Ermittler sprechen von einem organisierten Raub mit Beute von über 2 Millionen Baht, während die Verdächtigen betonen, sie seien „nicht Mafia“.

Festnahme und erster Auftritt vor Gericht

Die drei Männer wurden am Morgen des 2. März von der Pattaya Provinzpolizei in das Provinzgericht Pattaya gebracht, nachdem sie zuvor in verschiedenen Landesteilen festgenommen und aus dem Polizeigewahrsam nach Nong Prue überstellt worden waren.

Beim ersten Auftritt vor Gericht wirkten sie nach Angaben anwesender Reporter gelassen, grüßten Journalisten mit einem lockeren „How are you?“ und ein Verdächtiger bat die Presse sogar um Zigaretten, bevor er in den Gefangenentransporter stieg.

Verdächtige und Vorwürfe

Bei den von der Polizei identifizierten Beschuldigten handelt es sich um Palmer Jermain (20), der am Grenzübergang Padang Besar im Bezirk Sadao in der Provinz Songkhla aufgegriffen wurde, Christopher Erance (38), der am Flughafen Don Mueang in Bangkok festgenommen wurde, sowie Taihool Junior Michael Campbell (32), der in einem Hotel im Bezirk Prakhon Chai in der Provinz Buriram gestellt wurde.

Alle drei sehen sich dem Vorwurf des gemeinschaftlichen Raubes gegenüber, während ein weiterer bisher nicht identifizierter weißer Brite als Person von Interesse weiter in Polizeigewahrsam verhört wird und ein zuvor ebenfalls befragter fünfter Brite nach derzeitigen Informationen offenbar nicht mehr im Fokus der Ermittler steht.

Ablauf des Überfalls und Beute

Der Überfall ereignete sich in der Nacht des 26. Februar 2026 in einem zweistöckigen Reihenhaus in Chokchai Village 9, Moo 10, wo maskierte und mit Messern bewaffnete Täter in das Haus des 32-jährigen britischen Kochs Wesleigh Cyril Russell und seiner thailändischen Partnerin eindrangen, die Bewohner bedrohten und einen Tresor entwendeten.

In dem Safe befanden sich nach Angaben des Opfers mehr als 2 Millionen Baht Bargeld, die kurz zuvor für einen geplanten Hauskauf abgehoben worden sein sollen, zudem wurden Mobiltelefone geraubt und die Täter flohen mit einem Fahrzeug, das beim Verlassen der Wohnanlage das Tor rammte.

Ermittlungen und Beweislage

Die Polizei nahm die drei Hauptverdächtigen bis zum späten 28. Februar fest, nachdem Ermittler mehrerer Einheiten, darunter die Nong Prue Polizeistation, die Regionale Polizeidivision 2, die Provinz-Ermittler Chonburi und die Einwanderungspolizei, Hinweise auf Fluchtbewegungen und Rückzugsorte zusammengeführt hatten.

Bei einer Durchsuchung eines Apartments im Gebiet Jomtien stellten Beamte nach eigenen Angaben Gegenstände sicher, die mit der Tat in Verbindung stehen sollen, und sicherten Fluchtrouten, während Forensiker der Police Forensic Office Region 2 DNA-Proben der Verdächtigen nahmen, um sie mit Fingerabdrücken am Tatort abzugleichen.

Aussagen der Verdächtigen und internationale Aufmerksamkeit

Bei ersten Vernehmungen am 1. März stritten die Beschuldigten jede Beteiligung ab, gaben ausweichende und wenig hilfreiche Aussagen zu Protokoll, wobei einer von ihnen auffälliges Verhalten gezeigt und sich auf einen schlechten psychischen Zustand berufen haben soll, verbunden mit der Bitte um eine psychiatrische Begutachtung.

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Die Ermittler zeigen sich dennoch überzeugt von der eigenen Beweisführung und präsentierten Überwachungsvideos, von denen sie sagen, sie zeigten die mutmaßlichen Täter beim Wechseln der Fahrzeuge und in derselben Kleidung wie in der Tatnacht, während der Fall auch international Beachtung findet, da britische Verdächtige gezielt das Haus eines britischen Landsmannes in einem stark frequentierten Ferienort angegriffen haben und die Polizei von einem möglichen Insider-Delikt ausgeht, ohne bisher nähere Angaben zum mutmaßlichen Motiv zu machen.

Glaubst du ihre Version?

Über zwei Millionen Baht verschwunden, Fluchtversuche an Grenze und Flughafen – und vor Gericht erklären sie: „Wir sind keine Mafia.“

Zufällige Verwicklung oder gut geplanter Coup? Spricht ihr Verhalten für sich? Oder sollte bis zum Urteil Zurückhaltung gelten? Wie schätzt du den Fall ein? Schreib deine Meinung in die Kommentare.

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Quelle: The Pattaya News

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