Britische Familie verzweifelt: Spendenaufruf gestartet

Britische Familie verzweifelt: Spendenaufruf gestartet
Manchester Evening News

Britischer Veteran kämpft in Thailand ums Überleben – Familie sammelt Spenden

Ein 73-jähriger britischer Veteran liegt in Thailand im Koma – ohne Krankenversicherung und mit kaum Aussicht auf Heimtransport. Die Familie von Alexander Parker, der einst in Falkland und im Irak diente, kämpft um sein Leben und sammelt verzweifelt Spenden für eine Rückholaktion.

Vom Lehrer zum Intensivpatienten

Alexander Parker, ein schottischer Veteran der Royal Fleet Auxiliary, teilte sein Leben zwischen Großbritannien und Thailand, wo er als Englischlehrer arbeitete. Vor fünf Monaten begann der Albtraum: Zunächst diagnostizierten Ärzte Sodbrennen, doch dann brach Parker zusammen. Untersuchungen zeigten Geschwüre an Milz und Leber.

Trotz intensiver Antibiotikabehandlung verschlechterte sich sein Zustand stetig. Im August wurde er in ein Provinzkrankenhaus in Chanthaburi eingeliefert – in kritischem Zustand. Als seine Töchter aus Großbritannien einflogen, fanden sie ihren Vater bewusstlos vor.

Schockierende Zustände in thailändischem Krankenhaus

Tochter Jayne Simpson (47) aus Helensburgh beschreibt die schockierenden Zustände: „Er lag in einem Gemeindekrankenhaus mit Sauerstoff, aber fast ohne medizinische Geräte. Er hatte eine Infusion, aber wurde nicht ernährt.“

Der Veteran wurde schließlich ins King Prajadhipok Memorial Hospital verlegt, wo er intubiert und auf die Intensivstation kam. Ärzte vermuten ein Lymphom mit 80%iger Wahrscheinlichkeit, doch endgültige Ergebnisse stehen aus. Seine Milz ist so vergrößert, dass sie eine Lunge zusammendrückt – diese muss täglich drainiert werden.

Kosten von 21.000 Baht täglich

Die finanzielle Belastung ist enorm: 21.000 Baht (500 Pfund) pro Tag nur für die intensivmedizinische Behandlung, dazu Tausende für zusätzliche Verfahren. Ein Medizinflug nach Großbritannien würde 30.000 bis 85.000 Pfund kosten – für die Familie unerschwinglich.

„Wir sind verzweifelt und wollen ihn nach Hause holen“, sagt Jayne. „Er will seine Enkelkinder sehen und die Behandlung bekommen, die er braucht. Das Gesundheitssystem hier ist so anders – von Familien wird erwartet, die Pflege zu übernehmen.“

GoFundMe-Kampagne gestartet

Eine Spendenaktion auf GoFundMe hat bereits mehr als 8.000 Pfund eingebracht, unterstützt von Militär-Wohltätigkeitsorganisationen. Allerdings kann die Royal British Legion keine medizinischen Rechnungen direkt übernehmen.

Die lokale MSP Jackie Baillie hat Hilfe zugesagt: „Die Zeit drängt, und der Kampf geht darum, Alexander nach Großbritannien zurückzubringen.“

Warnung für Auslandsreisende

Parkers Schicksal zeigt die Risiken eines Auslandsaufenthalts ohne Krankenversicherung. Dieses Jahr mussten bereits Dutzende britische Staatsangehörige in Thailand auf Crowdfunding zurückgreifen, um ihre wachsenden medizinischen Kosten zu decken – oft mit geringer Hoffnung auf Erfolg.

Experten raten dringend: Auslandskrankenversicherung abschließen, bevor man nach Thailand reist oder dort lebt. Denn ohne Versicherung kann eine ernsthafte Erkrankung schnell zum finanziellen Desaster werden.

💬 Ihre Meinung ist gefragt

Wie beurteilen Sie die Situation britischer (und anderer ausländischer) Rentner in Thailand ohne Krankenversicherung? Sollten Staaten wie Großbritannien stärker eingreifen und ihre Bürger im Ausland besser absichern – oder liegt die Verantwortung allein bei den Betroffenen? Teilen Sie Ihre Sicht in den Kommentaren.

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Quelle: The Thaiger