SRI RACHA, THAILAND – Ein Facebook-Post über eine angeblich überteuerte lila Schwimmbrücke auf Koh Loy hat den Bürgermeister von Sri Racha zu einer Anzeige wegen Verleumdung veranlasst. Die Polizei hat die Beschwerde angenommen und will nun prüfen, ob der Online-Beitrag seine Ehre nach thailändischem Recht verletzt hat.
Beschwerde bei der Polizei
Der Bürgermeister der Gemeinde Sri Racha, Chatchai Thimkrajang, in der Region als „Mayor Pued“ bekannt, hat bei der Polizei formell Anzeige wegen Verleumdung erstattet.
Chatchai erschien dazu gemeinsam mit Anan Wanphaisan, dem Präsidenten des Gemeinderats, und seiner Sekretärin Piyanut Thimkrajang auf der Polizeiwache Sri Racha und wandte sich dort an Pol. Lt. Col. Somkid Boonloy, den stellvertretenden Ermittlungsleiter.
Auslöser war ein Facebook-Post
Kern der Beschwerde ist ein Beitrag auf einer lokalen Facebook-Seite aus Sri Racha, in dem von einer „240-Millionen-Baht-lila Schwimmbrücke auf Koh Loy, über die sich die Menschen wegen der hohen Kosten beschweren“ die Rede war und in dem Chatchai als Bürgermeister der Bhumjaithai-Partei genannt wurde, gefolgt von mehreren negativen Hashtags.
Nach Darstellung von Chatchai erweckt der Post den Eindruck, der hohe Preis der lila Schwimmbrücke auf Koh Loy sei auf Korruption oder Veruntreuung durch ihn zurückzuführen, was er als unwahr und rufschädigend zurückweist.
Projekt lila Schwimmbrücke auf Koh Loy
Die lila Schwimmbrücke ist nach offiziellen Angaben rund 437 Meter lang und 3,45 Meter breit und verbindet das Festland mit dem Koh Loy Park in Sri Racha.
Mit Baukosten von etwa 240 Millionen Baht soll die Brücke als touristisches Vorzeigeprojekt dienen, bietet Meerblicke für Besucher und fungiert als neue Landmarke zur Förderung des lokalen Tourismus.
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Bürgermeister will Ruf schützen
In seiner Aussage erklärte Chatchai, er habe die Anzeige erstattet, um den Vorfall als Beweismittel festzuhalten und die Behörden zu ersuchen, nach geltendem Recht vorzugehen.
Er betonte, „ich bin heute gekommen, um die Veröffentlichung unwahrer und irreführender Inhalte auf Facebook zu melden, die mir Schaden zugefügt haben“, und forderte, dass Personen ihre Informationen künftig sorgfältig prüfen, bevor sie diese im Netz verbreiten, und dass er die Angelegenheit nun der Justiz überlasse.
Ermittlungen nach Verleumdungsrecht
Der Bürgermeister machte deutlich, dass es ihm darum geht, falsche Anschuldigungen zu entkräften und seinen Ruf gegen aus seiner Sicht unbegründete Vorwürfe zu verteidigen.
Die Polizei in Sri Racha hat die Beschwerde angenommen und will den Fall nach den Verleumdungsgesetzen prüfen, die sowohl straf- als auch zivilrechtliche Folgen vorsehen, wenn falsche Behauptungen die Ehre einer Person schädigen, bislang jedoch ohne Angaben zu Administratoren der Seite oder möglichen Anklagepunkten.


