Erste 90-Tage-Meldung nach Rückkehr erfordert persönlichen Gang zur Behörde
Wer nach einer Auslandsreise nach Thailand zurückkehrt, muss die erste 90-Tage-Meldung persönlich bei der Immigration oder per Einschreiben einreichen. Das Online-System akzeptiert nach einer Wiedereinreise zunächst keine Anträge, da die neue Einreise im System manuell erfasst werden muss. Diese technische Einschränkung betrifft alle Langzeitaufenthalter unabhängig von der Visa-Kategorie.
Die 90-Tage-Frist beginnt mit jeder Einreise neu zu laufen. Der Ankunftstag gilt als Tag eins, sodass die Meldung spätestens am 90. Tag erfolgen muss. Residenten sollten diesen Termin frühzeitig einplanen, um Wartezeiten und mögliche Bußgelder zu vermeiden.
Online-System nach Auslandsaufenthalt zunächst nicht verfügbar
Die thailändische Immigration bietet seit Jahren ein Online-Portal zur 90-Tage-Meldung an. Nach einer Ausreise und Wiedereinreise funktioniert dieses System jedoch in den meisten Fällen nicht. Das Portal lehnt Anträge ab oder sendet Ablehnungsmeldungen, weil die neue Einreise zunächst manuell im System erfasst werden muss.
Laut offiziellen Informationsseiten wie Acclime, ThaiEmbassy.com und der Immigration Division 1 ist die erste Meldung nach Wiedereinreise grundsätzlich persönlich oder per Post durchzuführen. Erst nach dieser ersten manuellen Erfassung stehen Online-Meldungen für weitere 90-Tage-Zyklen wieder zur Verfügung, sofern keine erneute Ausreise erfolgt.
Gesetzliche Grundlage der 90-Tage-Meldepflicht in Thailand
Die Meldepflicht ist in Section 37(5) des Immigration Act B.E. 2522 verankert. Alle Personen mit temporärer Aufenthaltsgenehmigung, die länger als 90 Tage ununterbrochen im Land bleiben, müssen ihren Wohnsitz alle 90 Tage bestätigen. Dies dient der Überwachung der Aufenthaltsorte ausländischer Staatsangehöriger.
Die Meldung ist keine Visumsverlängerung, sondern eine reine Adressbestätigung. Sie kann auch von bevollmächtigten Personen durchgeführt werden. Bei Nichtbeachtung drohen Bußgelder von 2.000 Baht bei Selbstmeldung oder bis zu 5.000 Baht bei polizeilichen Kontrollen.
Betroffene Personengruppen und Visa-Kategorien
Die 90-Tage-Meldepflicht gilt für alle Non-Immigrant-Visa-Inhaber, darunter Retirement Visa, Marriage Visa und Business Visa. Ausgenommen sind lediglich Touristen mit Aufenthaltsgenehmigungen unter 90 Tagen sowie Inhaber spezieller Visa wie dem Long-Term Resident Visa mit abweichenden Regelungen.
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Nach jeder Ausreise und Wiedereinreise beginnt die Zählung neu, unabhängig davon, wann die letzte Meldung vor der Reise erfolgte. Viele Residenten übersehen dies und orientieren sich fälschlicherweise an ihrem früheren Melderhythmus, was zu Fristüberschreitungen führen kann.
Persönliche Abgabe bei der Immigration als sichere Option
Der persönliche Gang zur Einwanderungsbehörde garantiert die sofortige Bearbeitung und den Erhalt des Meldebelegs für den Pass. Dieser Weg schafft Rechtssicherheit und beendet die Meldepflicht für die nächsten 90 Tage zuverlässig. In Bangkok ist die Immigration Division 1 im Government Complex Chaeng Wattana zuständig.
Die Behörden sind besonders in Ballungszentren wie Bangkok und Pattaya stark frequentiert. Es empfiehlt sich, etwa zwei Wochen vor Ablauf der Frist zu erscheinen, um flexibel auf Wartezeiten reagieren zu können. Wer früh am Morgen kommt, hat deutlich kürzere Wartezeiten.
Standort der 90-Tage-Meldestelle in Bangkok
In Bangkok befindet sich die zuständige Stelle im Government Complex Chaeng Wattana, Building B. Laut aktuellen Informationen ist die 90-Tage-Meldung im 2. Stock (Südbereich) oder 3. Stock (Südbereich) angesiedelt. Die genaue Etage kann variieren, daher sollten Besucher der Beschilderung vor Ort folgen.
Die Trennung der 90-Tage-Meldung von anderen Visa-Angelegenheiten soll Besucherströme entzerren. Wer aus Gewohnheit die Haupthalle ansteuert, kann Zeit verlieren. Eine kurze Information an den Eingangschaltern klärt über die aktuelle Raumsituation auf.
Terminbuchung oft Wochen im Voraus ausgebucht
Die Immigration bietet ein Online-Terminbuchungssystem an, das Wartezeiten reduzieren soll. In der Praxis sind Termine jedoch oft wochenlang im Voraus ausgebucht. Wer erst wenige Tage vor Fristablauf nach einem freien Termin sucht, findet meist keine verfügbaren Slots mehr.
Ohne Termin bleibt nur der Walk-in-Besuch. Dies bedeutet frühes Erscheinen und längere Wartezeiten. Erfahrungsberichte zeigen, dass Ankunft vor 8:00 Uhr die Chancen erhöht, noch am Vormittag bedient zu werden.
Wartezeiten und Ablauf vor Ort
In den Morgenstunden berichten Besucher von hohem Andrang mit Wartenummern jenseits der 200 bei späterem Eintreffen. Die Bearbeitung selbst dauert nur wenige Minuten, das Hauptproblem ist die Nummerausgabe und die Anzahl wartender Personen. Klimaanlagen sorgen für erträgliche Temperaturen.
Die Atmosphäre ist geordnet, aber von Wartezeit geprägt. Wer Lesestoff oder mobile Unterhaltung mitbringt, überbrückt die Zeit angenehmer. Ein früher Start erhöht die Chancen deutlich, das Gebäude vor der Mittagspause mit erledigter Meldung zu verlassen.
Meldung per Einschreiben als Alternative zum Behördenbesuch
Die Einreichung per Post ist offiziell anerkannt und vermeidet den persönlichen Besuch. Dies eignet sich besonders für Residenten, die weit entfernt vom nächsten Immigrationsbüro wohnen oder aus gesundheitlichen Gründen lange Wartezeiten vermeiden möchten. Der Brief muss laut Vorschrift mindestens 15 Tage vor dem Fälligkeitsdatum aufgegeben werden.
Diese Frist ist strikt einzuhalten. Verspätete Postsendungen werden abgelehnt, und es bleibt nur noch der persönliche Gang, möglicherweise bereits in der Phase der Fristüberschreitung. Der EMS-Versand innerhalb Thailands kostet etwa 40 bis 60 Baht.
Erforderliche Unterlagen für den Postversand
Das Dossier muss vollständig sein. Erforderlich sind Kopien der Passseiten mit Foto, aktuellem Visum und letztem Einreisestempel. Falls vorhanden, sollte der Beleg der letzten 90-Tage-Meldung beigefügt werden. Das ausgefüllte und unterschriebene Formular TM.47 ist zwingend erforderlich.
Ein frankierter und an sich selbst adressierter Rückumschlag darf nicht fehlen. Ohne diesen kann die Behörde den neuen Beleg nicht zurücksenden. Sorgfältige Vorbereitung verhindert, dass der gesamte Aufwand umsonst war.
Bearbeitungszeit und Nachweis bei Postversand
Die Rückmeldung per Post kann vier bis sechs Wochen dauern. In dieser Zeit besitzt man keinen physischen Nachweis im Pass. Der Einlieferungsbeleg (EMS-Tracking) sollte gut aufbewahrt werden, da er bei Nachfragen als Nachweis dient, dass die Pflicht fristgerecht erfüllt wurde.
Sollte der Rücklauf ausbleiben, kann man mit dem Postbeleg bei der Immigration vorstellig werden. In der Regel wird problemlos eine Zweitschrift oder Bestätigung vor Ort ausgestellt.
Kosten und Gebühren der 90-Tage-Meldung
Die 90-Tage-Meldung selbst ist gebührenfrei. Kosten entstehen nur für Anreise oder Porto. Ein EMS-Brief innerhalb Thailands kostet etwa 40 bis 60 Baht, umgerechnet circa 1,08 bis 1,62 Euro. Im Vergleich zu Taxikosten oder Spritkosten ist dies sehr günstig.
Visa-Agenturen bieten die Meldung als Dienstleistung gegen Gebühr an. Für viele Residenten ist dies ein akzeptabler Preis, um sich nicht mit Verkehr und Warteschlangen auseinandersetzen zu müssen.
Dienstleistungen von Visa-Agenturen
Sogenannte Visa-Agenturen haben sich als fester Bestandteil der Expat-Infrastruktur etabliert. Sie übernehmen gegen Gebühr den Gang zur Behörde und verfügen über eingespielte Routinen. Für die erste schwierige Meldung nach Rückkehr kann dies eine stressfreie Lösung sein.
Man sollte seriöse Anbieter wählen, da der Reisepass für kurze Zeit aus der Hand gegeben wird. In den meisten Fällen funktioniert dies zuverlässig, und der Pass kommt am nächsten Tag mit dem Beleg zurück. Es ist eine Abwägung zwischen Zeitersparnis und Kostenbewusstsein.
Vorgehen bei verspäteter Meldung
Bei versehentlicher Fristüberschreitung sieht das System ein Bußgeld von 2.000 Baht vor, umgerechnet etwa 54 Euro. Wird die Verspätung erst bei Ausreise oder Kontrolle festgestellt, kann sich die Strafe auf bis zu 5.000 Baht erhöhen, etwa 135 Euro.
Der beste Weg ist die sofortige Meldung bei der Immigration nach Feststellung des Versäumnisses. Die Beamten reagieren auf Ehrlichkeit meist routiniert und sachlich. Die Strafe hat keine Auswirkungen auf die Gültigkeit des Visums selbst, solange es sich nur um die 90-Tage-Meldung handelt.
Zusammenhang zwischen TM.30 und 90-Tage-Meldung
Die TM.30-Meldung ist eine separate Verpflichtung des Vermieters oder Hauseigentümers. Nach Rückkehr aus dem Ausland muss theoretisch auch diese Meldung erneuert werden, um zu bestätigen, dass der Gast wieder an seiner Adresse wohnt. Die Immigration prüft bei der 90-Tage-Meldung zunehmend, ob eine aktuelle TM.30-Meldung im System vorliegt.
Fehlt dieser Eintrag, kann die Annahme der 90-Tage-Meldung verweigert werden, bis der Vermieter seiner Pflicht nachgekommen ist. Vor dem Gang zum Amt sollte geprüft werden, ob der Wohnstatus im System aktuell ist. Dies vermeidet doppelte Wege.
Praktische Hinweise zur Fristwahrung
Digitale Kalendereinträge mit Erinnerung eine Woche vor Ablauf helfen, den Termin nicht zu vergessen. Manche Residenten nutzen auch spezielle Apps oder visuelle Erinnerungen. Die Verantwortung liegt allein beim Passinhaber, und Vergessen wird als Ausrede nicht akzeptiert.
Ein Ordner mit Kopien aller wichtigen Dokumente spart am Abend vor dem Behördengang Zeit. Wer Pass, Visum und Mietvertrag griffbereit kopiert hat, vermeidet hektische Suche. Vorbereitung erleichtert den Umgang mit Behörden erheblich.
Erforderliche Dokumente für die 90-Tage-Meldung
Unabhängig von der gewählten Methode werden folgende Unterlagen benötigt: Original-Reisepass mit aktuellem Visum und letztem Einreisestempel, ausgefülltes und unterschriebenes Formular TM.47, Beleg der letzten 90-Tage-Meldung falls vorhanden. Seit 2024 ist die TM.6 Departure Card nicht mehr standardmäßig im Einsatz, sie wurde durch das digitale Thailand Digital Arrival Card System (TDAC) ersetzt.
Für Postversand zusätzlich: frankierter Rückumschlag mit eigener Adresse. Unvollständige Unterlagen führen zu Verzögerungen oder Ablehnungen, daher ist sorgfältige Vorbereitung wichtig.
Zeitfenster für die Meldung
Die Meldung kann 15 Tage vor dem Fälligkeitsdatum erfolgen oder bis zu 7 Tage danach ohne Bußgeld. Dies ergibt ein Zeitfenster von insgesamt 22 Tagen. Bei Online-Meldungen gilt jedoch, dass diese nur innerhalb der 15 Tage vor Fälligkeit eingereicht werden können.
Wer das Zeitfenster verpasst, muss persönlich erscheinen und das Bußgeld zahlen. Eine rechtzeitige Planung innerhalb des erlaubten Zeitraums vermeidet unnötigen Stress und finanzielle Nachteile.
Entwicklung der digitalen Immigration-Services
Die thailändische Immigration arbeitet kontinuierlich an der Digitalisierung ihrer Dienstleistungen. Das Online-System für die 90-Tage-Meldung wurde in den letzten Jahren mehrfach überarbeitet, um Stabilität und Zuverlässigkeit zu verbessern. Dennoch bleibt die technische Einschränkung nach Wiedereinreise bestehen.
Es bleibt zu hoffen, dass künftige Systemupdates auch die erste Meldung nach Wiedereinreise online ermöglichen. Bis dahin müssen Residenten mit der aktuellen Regelung arbeiten und die manuelle erste Meldung einplanen.
Unterschied zwischen 90-Tage-Meldung und Visumsverlängerung
Die 90-Tage-Meldung ist keine Visumsverlängerung und fügt keine zusätzliche Aufenthaltsdauer hinzu. Sie ist lediglich eine Adressbestätigung. Visa-Verlängerungen sind separate Verfahren mit eigenen Anforderungen und Gebühren. Beide Prozesse sollten nicht verwechselt werden.
Auch nach einer Visa-Verlängerung bleibt die 90-Tage-Meldepflicht bestehen. Die Fristen laufen parallel und müssen unabhängig voneinander eingehalten werden. Eine Verlängerung des Visums ersetzt nicht die 90-Tage-Meldung.
Besonderheiten bei häufigen Grenzübertritten
Wer häufig das Land verlässt und wieder einreist, muss jedes Mal die 90-Tage-Frist neu beachten. Bei monatlichen oder zweimonatlichen Trips entfällt die Meldepflicht praktisch, da die Aufenthaltsdauer nicht 90 Tage erreicht. Erst bei einem zusammenhängenden Aufenthalt über 90 Tage wird die Meldung wieder relevant.
Digital Nomads oder Geschäftsreisende mit häufigen Grenzübertritten sollten ihre Einreisedaten dokumentieren. Dies hilft bei der Berechnung der nächsten Meldefrist und vermeidet Verwirrung über den aktuellen Status.
Informationsquellen und offizielle Anlaufstellen
Offizielle Informationen finden sich auf der Website der Immigration Bureau unter www.immigration.go.th. Dort sind Formulare, Anleitungen und Updates zu Verfahren verfügbar. Bei Unklarheiten kann die Immigration telefonisch unter 1178 kontaktiert werden.
Auch Expat-Foren und Community-Gruppen bieten praktische Erfahrungsberichte. Offizielle Informationen sollten jedoch stets Vorrang vor Forenmeinungen haben, da sich Regelungen ändern können. Eine Kombination aus offiziellen Quellen und aktuellen Erfahrungsberichten gibt das klarste Bild.
Empfehlungen für neue Residenten
Wer neu in Thailand ist, sollte sich frühzeitig mit der 90-Tage-Meldepflicht vertraut machen. Das Setzen einer Erinnerung direkt nach der Einreise hilft, den Termin nicht zu vergessen. Die erste Meldung persönlich durchzuführen gibt Sicherheit und Vertrautheit mit dem Prozess.
Erfahrene Residenten empfehlen, alle Belege gut aufzubewahren und einen festen Ordner für Immigration-Dokumente anzulegen. Dies erleichtert spätere Meldungen und Visa-Verlängerungen erheblich. Ordnung bei Dokumenten spart langfristig Zeit und Nerven.
Fazit zur ersten 90-Tage-Meldung nach Rückkehr
Die erste 90-Tage-Meldung nach Wiedereinreise erfordert aktuell noch persönliche Vorsprache oder Postversand. Das Online-System steht für diese erste Meldung nicht zur Verfügung. Mit entsprechender Vorbereitung ist der Vorgang jedoch gut zu bewältigen. Entweder wählt man den persönlichen Gang zur Behörde oder sendet die Unterlagen rechtzeitig per Einschreiben.
Wer die Frist im Blick behält, die erforderlichen Dokumente vorbereitet und bei Bedarf auf Agenturen zurückgreift, meistert diese bürokratische Anforderung problemlos. Die 90-Tage-Meldung ist ein fester Bestandteil des Langzeitaufenthalts in Thailand und mit etwas Routine eine überschaubare Verpflichtung.
Anmerkung der Redaktion
Dieser Artikel basiert auf dem Informationsstand von Februar 2026 und spiegelt offizielle Informationen der Thai Immigration sowie Erfahrungsberichte aus der Expat-Community wider. Behördliche Verfahren können sich kurzfristig ändern und lokal unterscheiden. Aktuelle Informationen finden sich auf www.immigration.go.th.


