Cannabis-Reform abgeschlossen

Cannabis-Reform abgeschlossen
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Thailands Regierung beendet Cannabis-Reform – Fokus jetzt auf Drogenkrieg!

In einer dramatischen Kehrtwende hat die thailändische Regierung die Cannabis-Reform für abgeschlossen erklärt und kündigt eine Vier-Monats-Offensive gegen die Drogenkrise an. Der stellvertretende Premierminister Sophon Saram von der Bhumjaithai-Partei kritisierte im Parlament die zersplitterte Drogenpolitik früherer Regierungen und verspricht nun einen koordinierten Großangriff.

Bhumjaithai vollzieht Kehrtwende

Noch vor wenigen Jahren pries die Bhumjaithai-Partei die Cannabis-Legalisierung als ihr Prestigeprojekt an. Jetzt rudert Parteigröße Sophon Saram zurück: „Wir kritisieren das Fehlen ordentlicher Kontrollgesetze für Cannabis und geben zu, dass unsere frühere Befürwortung zu Problemen führte.“ Die Reform in diesem Bereich sei nun abgeschlossen.

Stattdessen konzentriert sich die Regierung komplett auf die Drogenunterdrückung – ein Thema, das Sophon zur nationalen Priorität Nr. 1 erklärt. Der stellvertretende Premierminister forderte im Parlament eine ernsthafte politische Anstrengung und bat Premierminister Anutin Charnvirakul, die Regierung zu klaren und praktikablen Lösungen zu führen.

Sechs Milliarden Baht vergeudet?

Sophon kritisierte die bisherige Drogenpolitik scharf: „Die zersplitterte Herangehensweise früherer Verwaltungen hat über 6 Milliarden Baht [ca. 150 Millionen Euro] verschwendet.“ Statt einzelner, unkoordinierter Maßnahmen fordert er eine gemeinsame Anstrengung von Polizei, Militär, Verwaltungsbeamten und dem Gesundheitsministerium.

Als Vorbild dient ihm das „Buriram Modell“ – eine gemeinschaftsgesteuerte Initiative, die angeblich 1.600 Menschen half, von Drogen loszukommen. Dieses Modell will die Regierung jetzt landesweit umsetzen.

Vier-Monats-Frist für sichtbare Ergebnisse

Die Regierung setzt sich unter Druck: Innerhalb von nur vier Monaten will sie substantielle Veränderungen erreichen. Sophon rief die Öffentlichkeit auf, den Fortschritt der Regierung kontinuierlich zu beobachten und versprach: „Die Partei ist bereit, innerhalb dieses Zeitrahmens wesentliche Veränderungen umzusetzen.“

Dazu gehören Reformen der Drogengesetze und eine Stärkung der Kontrollmechanismen. Die Regierung setzt auf eine Kombination aus Strafverfolgung und öffentlicher Beteiligung, um das Drogenproblem an der Wurzel zu packen.

Was bedeutet das für Thailand?

Diese Ankündigung markiert eine bedeutende Wende in der thailändischen Drogenpolitik. Während sich die Regierung unter Anutin zunächst auf die wirtschaftlichen Vorteile von Cannabis konzentrierte, kehrt sie jetzt zu einem härteren Kurs zurück.

Die nächsten vier Monate werden zeigen, ob die Regierung ihre ehrgeizigen Ziele tatsächlich umsetzen kann. Der Druck ist enorm – sowohl von der Öffentlichkeit als auch von den politischen Gegnern.

Und das Cannabis-Erbe?

Während die Cannabis-Reform offiziell für beendet erklärt wurde, bleiben Tausende Cannabis-Geschäfte im Land zurück. Wie es mit ihnen weitergeht, ist unklar. Die Regierung scheint sich darauf zu konzentrieren, weitere Liberalisierungen zu stoppen, anstatt bereits existierende Geschäfte zu schließen.

💬 Ihre Meinung ist gefragt

Wie bewerten Sie den Kurswechsel der thailändischen Regierung von Cannabis-Legalisierung hin zu einem strikten Anti-Drogen-Programm? Glauben Sie, dass die angekündigten vier Monate für spürbare Veränderungen ausreichen, oder ist längerfristige Überwachung notwendig? Teilen Sie Ihre Einschätzung in den Kommentaren.

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Quelle: The Thaiger