PHUKET, THAILAND – In Chalong hat die Polizei einen Cannabis-Shop kontrolliert, Produkte beschlagnahmt und den Verantwortlichen wegen einer abgelaufener Verkaufslizenz festgenommen.
Razzia nach Beschwerden aus der Bevölkerung
Die Razzia fand am 8. Januar 2026 im Unterdistrikt Chalong im Bezirk Mueang Phuket statt. Auslöser waren nach Angaben der Behörden Beschwerden aus der Bevölkerung über einen Cannabisladen in der Nähe eines großen Einkaufszentrums.
Der Shop mit dem Namen Candies By We Love Cannabis soll verarbeitete Cannabisprodukte wie Brownies, Gummibärchen und Schokolade ohne gültige Genehmigung verkauft haben. Die Polizeiwache Chalong koordinierte daraufhin einen gemeinsamen Einsatz mit dem Provinz-Gesundheitsamt Phuket.
68 verarbeitete Produkte sichergestellt
Bei der Durchsuchung stellten die Beamten Cannabisblüten, Verkaufsausrüstung und insgesamt 68 verarbeitete Cannabisartikel sicher, darunter Brownies, Gelee-Süßigkeiten und Schokoladenprodukte. Diese Produkte gelten nach den aktuellen Vorgaben als streng reguliert.
Im Laden anwesend war ein 23-jähriger Betreuer, der von den Behörden nur als Abu Bakr identifiziert wurde. Er legte den Beamten zwar eine Lizenz für den Verkauf beziehungsweise die Verarbeitung von Cannabisblüten vor, diese Genehmigung war nach Behördenangaben jedoch bereits abgelaufen und damit nicht mehr gültig.
Festnahme wegen unerlaubten Verkaufs
Die Polizei nahm Abu Bakr noch vor Ort fest. Ihm wurde der Vorwurf mitgeteilt, eine kontrollierte Heilpflanze, konkret Cannabisblüten, zu kommerziellen Zwecken ohne Erlaubnis verkauft zu haben.
Die Anklage basiert auf dem Protection and Promotion of Thai Traditional Medicine Wisdom Act B.E. 2542, einem Gesetz zum Schutz und zur Förderung der traditionellen thailändischen Medizin. Der Beschuldigte wurde in Gewahrsam genommen, um weitere rechtliche Schritte nach den geltenden Vorschriften einzuleiten.
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Behörden warnen Betreiber von Cannabisläden
Die zuständigen Stellen nutzten den Fall, um eine erneute Warnung an Betreiber von Cannabisgeschäften in Phuket und anderen Provinzen auszusprechen. Sie betonten, dass alle Unternehmen die Vorgaben für Verkauf und Verarbeitung von Cannabis strikt einhalten müssten.
Besonders hoben die Behörden hervor, dass Cannabis nicht an Kinder und Jugendliche verkauft werden darf. „Der Fall zeigt die fortgesetzte Kontrolle von Cannabisläden nach Hinweisen aus der Bevölkerung und Sorgen über unregulierte Verkäufe“, zitierte das Medium Matichon die zuständigen Stellen.
Angekündigte Kontrollen bei Lizenzen und Süßwaren
Vollzugsbehörden kündigten an, Inspektionen fortzusetzen – vor allem dort, wo Lizenzen abgelaufen sind oder verarbeitete Cannabisprodukte ohne Genehmigung angeboten werden. Weitere Maßnahmen sollen im Rahmen der bestehenden Gesetzgebung erfolgen.
Die Polizei fasste die wichtigsten Punkte des Einsatzes zusammen:
• Beschlagnahme von 68 verarbeiteten Cannabisprodukten in einem Laden mit abgelaufener Lizenz
• Festnahme eines 23-jährigen Betreuers wegen unerlaubten Verkaufs einer kontrollierten Heilpflanze
• Warnung an alle Cannabis-Händler, Vorschriften genau zu beachten und keine Verkäufe an Minderjährige vorzunehmen
🗣 Wenn Legalisierung Kontrolle braucht
Cannabis ist erlaubt – aber nicht grenzenlos.
Abgelaufene Lizenzen, verarbeitete Produkte, Nähe zu Einkaufszentren – und am Ende greifen wieder Polizei und Gesundheitsbehörden ein.
Reichen Thailands Cannabis-Regeln aus, um Konsumenten und Jugendliche zu schützen?
Oder ist der Markt längst schneller gewachsen als die Kontrolle?
Sag offen: Ordnung im Cannabissektor – oder Chaos mit Ansage?




Und wem hat man das Chaos zu verdanken? Richtig, dem besonderen Freund ungewaschener Farangs und MP Anutin.