CHACHOENGSAO – Ein tragischer Todesfall bewegt die thailändische Social-Media-Community. Ein 24-jähriger Mann verstarb unerwartet während eines nächtlichen Livestreams. Seine Freunde wurden ungewollt zu Zeugen des Vorfalls.
Livestream endet abrupt mit unklarer Situation
Gegen 22 Uhr am Dienstagabend befand sich der 24-jährige Weerayut Wongsakha im Live-Chat mit Freunden. Im Verlauf des Gesprächs veränderte sich sein Verhalten merklich.
Er verschwand aus dem sichtbaren Bereich. Die Audioverbindung blieb bestehen, wobei ungewöhnliche Atemgeräusche zu vernehmen waren. Die Livestream-Übertragung lief weiter, fast 30 Minuten lang, bevor sie sich automatisch beendete.
Freundin findet leblose Person in Wohnung
Eine Freundin, die 46-jährige Nuanprang, hatte den Vorfall am anderen Ende in Lat Phrao mitverfolgt. Besorgt über die Entwicklung machte sie sich umgehend auf den Weg nach Chachoengsao. Gegen 2 Uhr morgens erreichte sie sein einstöckiges Haus im Bezirk Bang Pakong.
Dort fand sie Weerayut bewusstlos auf dem Sofa im Wohnzimmer liegend vor. Sie alarmierte sofort den Rettungsdienst, doch eine Reanimation blieb ohne Erfolg.
Polizei dokumentiert Fundort und Umstände
Die Polizei von Bang Pakong und Rettungskräfte dokumentierten den Fundort. Der junge Mann war bereits verstorben, das Livestream-Equipment war noch in Betrieb. Nach Angaben eines Beamten waren keine äußeren Verletzungen oder Anzeichen eines Kampfes erkennbar.
Die gesamte Technik wurde als Beweismittel sichergestellt. Der Leichnam wurde zur rechtsmedizinischen Untersuchung ins Bang Pakong Hospital überführt. Das Ergebnis der Autopsie soll die Todesursache klären.
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Betroffenheit in der Online-Community
In den sozialen Netzwerken reagierte die Community bestürzt auf den Vorfall. Freunde und Follower äußerten ihre Betroffenheit darüber, dass sie den Notfall in Echtzeit mitverfolgt hatten. Ein Freund kommentierte: „Wir haben gehört, wie es passiert ist, und konnten nichts tun. Das belastet uns sehr.“
Über die mögliche Todesursache wird spekuliert – ein plötzlicher Herzstillstand, ein Sturz oder andere medizinische Ursachen könnten infrage kommen. Offizielle Erkenntnisse stehen noch aus.
Paralleler Fall in Chonburi wirft Fragen auf
Nahezu zeitgleich wurde ein weiterer ungeklärter Todesfall bekannt. In Chonburi verstarb ein festgenommener Myanmar-Staatsbürger in einer Polizeizelle. Mitgefangene berichteten von Atembeschwerden und auffälliger Blässe vor dem Eintreten des Todes.
Die Behörden untersuchen auch diesen Fall eingehend. Zwei plötzliche Todesfälle in einer Nacht führen zu Fragen in der Öffentlichkeit, die nach transparenter Aufklärung verlangt.
Weiteres Vorgehen der Ermittlungsbehörden
Die Ermittler warten nun auf den Obduktionsbericht des Gerichtsmediziners. Dieser soll Aufschluss über die genaue Todesursache bei Weerayut geben. Für die Familie und Freunde beginnt eine schwere Zeit des Abschieds und des Wartens auf Antworten.
Der Fall wirft auch Fragen zur digitalen Kommunikation auf. Die Echtzeit-Verbindung wurde in diesem Fall zu einem Medium, über das sich eine persönliche Tragödie für Außenstehende abspielte.
Diskussion über Notfallreaktionen bei Live-Übertragungen
Der Vorfall führt zu Diskussionen über angemessene Reaktionen in solchen Situationen. Freunde hörten die Veränderung in der Audioübertragung, dann brach der Stream ab. Konkrete Hilfe konnte erst erfolgen, als jemand persönlich vor Ort nachsah.
Es stellt sich die Frage, ob Social-Media-Plattformen bei erkennbaren Warnzeichen während Livestreams schneller reagieren sollten – oder ob die Verantwortung primär im privaten Umfeld liegt. Was ist deine Meinung zu diesem Thema? Teile deine Gedanken in den Kommentaren.


