Chonburi: Kind stirbt nach Misshandlung durch Stiefvater

In Chonburi ist ein Kleinkind gestorben, nachdem es von seinem Stiefvater misshandelt wurde. Der 20-jährige Tatverdächtige wurde festgenommen und hat die Tat gestanden.

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ThaiRath

CHONBURI, THAILAND – Ein 20-jähriger Mann wurde in der Provinz Chonburi festgenommen, nachdem er gestanden hatte, ein ihm anvertrautes Kleinkind körperlich misshandelt zu haben. Das Kind erlag seinen Verletzungen. Die Mutter erstattete Anzeige, der Tatverdächtige befindet sich in Polizeigewahrsam.

Anzeige durch die Kinderschutzstiftung

Der Fall wurde durch die Stiftung Paweena bekannt, eine in Thailand aktive Organisation zum Schutz von Kindern und Frauen. Die Mutter des Kindes wandte sich an die Stiftung und erstattete daraufhin Anzeige gegen ihren Lebensgefährten.

Die Mutter war zum Zeitpunkt der Tat in einer Fabrik beschäftigt. Das Kind befand sich allein mit dem Stiefvater in der gemeinsamen Unterkunft.

Obduktionsergebnisse belegen Gewalteinwirkung

Das Institut für forensische Medizin des Polizeikrankenhauses Bangkok führte eine Obduktion durch. Die Untersuchung ergab Verletzungen, die auf erhebliche stumpfe Gewalteinwirkung hinweisen.

Die Rechtsmediziner schlossen auf Fremdverschulden als Todesursache. Die Befunde bildeten die Grundlage für den Erlass eines Haftbefehls gegen den Stiefvater.

Festnahme am 30. März 2023

Beamte der Polizei Chonburi vollzogen den Haftbefehl am 30. März 2023. Der Tatverdächtige, identifiziert als Sordech, wurde widerstandslos festgenommen.

Die Polizei leitete unmittelbar nach der Festnahme eine förmliche Vernehmung ein. Der Verdächtige wurde der zuständigen Staatsanwaltschaft überstellt.

Geständnis und Tatmotiv

Der 20-Jährige räumte in der Vernehmung ein, das Kind in einem Moment des Kontrollverlustes körperlich misshandelt zu haben. Er gab an, die Folgen seines Handelns nicht abgeschätzt zu haben.

Die Polizei dokumentierte das Geständnis und stellte es den Ermittlungsakten bei. Es wird als belastendes Beweismittel im weiteren Verfahren gewertet.

Anklage wegen Körperverletzung mit Todesfolge

Der Tatverdächtige wird auf Grundlage des Haftbefehls wegen Körperverletzung mit Todesfolge angeklagt. Die thai­ländische Staatsanwaltschaft prüft, ob weitere Tatbestände hinzukommen.

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ZUM ANGEBOT

Fälle von Kindesmisshandlung mit Todesfolge werden in Thailand mit langen Freiheitsstrafen geahndet. Das zuständige Gericht in Chonburi wird über die Fortführung der Untersuchungshaft entscheiden.

Kinderschutz in Thailand: gesetzlicher Rahmen

Thailand verfügt mit dem Kinderschutzgesetz von 2003 über eine rechtliche Grundlage, die körperliche Misshandlung von Minderjährigen unter Strafe stellt. Zuständige Behörden können bei Verdacht auf häusliche Gewalt unmittelbar eingreifen und betroffene Kinder in Schutzobhut nehmen.

Organisationen wie die Stiftung Paweena spielen eine wichtige Rolle dabei, Fälle von Kindesmisshandlung zur Anzeige zu bringen und betroffene Familien bei behördlichen Verfahren zu begleiten. Der vorliegende Fall zeigt, dass zivilgesellschaftliche Strukturen in Thailand zur strafrechtlichen Verfolgung solcher Taten beitragen.

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Quelle: Thairath

Ein Kommentar zu „Chonburi: Kind stirbt nach Misshandlung durch Stiefvater

  1. Vorausschicken muss ich, das meine diesbezüglichen Erlebnisse schon älter sind. Fast 30 Jahre, noch aus einer analogen Zeit in dem der Isan noch sehr viel ursprünglicher war als er es heute noch sein könnte. Ob sich an den beobachteten Zuständen zwischenzeitlich etwas geändert hat weiß ich nicht.
    Wie auch immer, brachte ein Partner sein/ihr Kind mit in den Haushalt eines neuen Partners wurde dieses mehr als Haus- und Hofsklave behandelt. Ohne jeden Respekt, eher mit Abscheu, knallhart und ohne jedes Mitleid. Das war gesellschaftlich so akzeptiert. Man verstand gar nicht wie ich das ganz furchtbar finden konnte. Da wurde mir der Sinn des Märchens mit der bösen Stiefmutter/vater erst wieder bewusst. War vielleicht auch bei uns mal näher an der Realität als ich mir das bis dato vorstellen konnte. Im Prinzip war eine halbwegs gute Zukunft für diese Kinder schon vorbei. Denn auch von der leiblichen Mutter/Vater war wenig bis kein Verständnis mehr zu erwarten. Insbesondere falls noch Kinder mit dem neuen Partner gezeugt wurden. Schulbindung, aber nur bis absoluten Minimum. Dafür arbeiten im/am Haus und auf den Feldern und das sehr extensiv.
    Tja, nicht alles war früher besser. Ich hoffe, dass das im Regelfall heute anders ist und die oben beschriebene Tragödie die große Ausnahme ist. Wie gesagt, ich weiß es nicht und bin schon lange raus aus dieser Gesellschaftsschicht.

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