Deutscher protestiert in Thailand

✋ Ein Deutscher in Thailand geht mit Demonstranten auf die Straße. Er spricht von Sorge um Frieden und Sicherheit. Doch warum riskiert er es, sich an den Protesten zu beteiligen?

Deutscher protestiert in Thailand
Amarin
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Deutscher Expat unterstützt Protest an Grenze
„Grenze zu Kambodscha nicht öffnen!“

Ein Deutscher hat sich an der thailändisch-kambodschanischen Grenze einer Protestaktion angeschlossen. Gemeinsam mit rund 50 Demonstranten forderte er den Stopp der Grenzöffnung – und wurde so zum Symbol ausländischen Engagements in einem hochsensiblen nationalen Konflikt.

Flaggen und Nationalhymne: 
Protest für Souveränität

Am 13. September versammelten sich thailändische Bürger und ein ungewöhnlicher Unterstützer am Grenzübergang Ban Nong Chan in der Provinz Sa Kaeo. Unter thailändischen Flaggen skandierten sie „Öffnet die Grenze nicht!“ und sangen die Nationalhymne. Ihr Ziel: Die Abschaffung der Memoranda of Understanding 43–44 von 1993–1994 und die Anerkennung der 1:50.000-Landkarte als verbindliche Grundlage.

Hintergrund sind anhaltende Spannungen an der umstrittenen Grenze. Die Demonstranten argumentieren, dass eine Grenzöffnung ohne vorige Klärung der Territorialfrage die nationale Souveränität Thailands untergraben würde. Kürzliche Zwischenfälle mit Toten und Verletzten auf thailändischer Seite haben die Stimmung zusätzlich aufgeheizt.

Der Deutsche an vorderster Front: 
„Mangkud“ aus Liebe zu Thailand

Unter den Protestierenden: Der 48-jährige Deutsche Markus U., der den thailändischen Namen „Mangkud“ trägt. Seit fast neun Jahren lebt er mit seiner thailändischen Ehefrau in Thailand. Auf Englisch erklärte er seine Motivation: „Die politische Situation ist instabil. Eine Grenzöffnung würde keinen Nutzen bringen. Wir brauchen erst Frieden und Einheit.“

Seine Frau, die 43-jährige Thanakorn B., betonte, ihr Mann habe nach der Verfolgung der letzten Nachrichten unbedingt an der Demonstration teilnehmen wollen. Beide trauerten um die getöteten thailändischen Soldaten und Zivilisten – besonders vor dem Hintergrund, dass Thailand Kambodscha in der Vergangenheit oft unterstützt habe.

Eine Reise für die Solidarität

Das Ehepaar war extra angereist, um thailändischen Grenzsoldaten ihre Unterstützung zu zeigen. „Als ich die Nachrichten über den Tod von Soldaten und Zivilisten sah, war ich tief traurig. Ich möchte nicht, dass jemand aufgrund von Unruhen stirbt – das ist tragisch. Heute sehe ich Bürger hier stehen für Gerechtigkeit und Frieden, gegen Krieg jetzt und in der Zukunft. Ich möchte der Welt sagen: ‚Stoppt Kriege in allen Ländern und auf allen Kontinenten für dauerhaften Frieden und Einheit.‘“, so U. Er betonte, sein Engagement komme aus Wohlwollen und dem Wunsch nach globalem Frieden.

Die Beteiligung eines Deutschen an einer solch sensiblen nationalen Angelegenheit wirft Fragen auf. Einerseits zeigt es, wie sich Ausländer mit thailändischen Anliegen identifizieren können. Andererseits könnte es Kritik geben, dass sich Ausländer in innere Angelegenheiten einmischen. 

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Doch U. und seine Frau sehen das anders: Für sie ist es ein Zeichen globaler Solidarität und der Verbundenheit mit ihrer Wahlheimat. Sie hoffen, dass ihre Stimme gehört wird – in Thailand und darüber hinaus.

👉 Was halten Sie von dieser ungewöhnlichen Aktion? Sollte ein Ausländer in Thailand bei Protesten mitmischen – oder ist das zu riskant? Teilen Sie Ihre Meinung und diskutieren Sie mit anderen Lesern unten in den Kommentaren.

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