Deutscher wegen illegalem Geschäft verhaftet

🇩🇪 Ein Deutscher wird auf Koh Phangan verhaftet – die Tourist Police greift hart durch. Doch welche Rolle spielen dabei geheime Touren und andere Beteiligte? Ist dies erst der Anfang einer größeren Geschichte?

Deutscher wegen illegalem Geschäft verhaftet
KhaoSod
Google Werbung

Koh Phangan: Deutscher betreibt illegale Touristenführer-Firma – festgenommen!

Die thailändische Touristenpolizei hat einem deutschen Geschäftsmann und seinem myanmarischen Angestellten das Handwerk gelegt: Sie betrieben auf Koh Phangan ein illegales Touristenführer-Geschäft mit E-Bikes – ein Beruf, der ausschließlich Thailändern vorbehalten ist! Jetzt drohen beiden hohe Strafen.

Razzia nach Beschwerden über deutsche Firma

Unter der Leitung von Polizeioberleutnant Winit Boonchit griff die Touristenpolizei von Koh Phangan nach öffentlichen Beschwerden durch. Anwohner hatten sich über ausländische Touristenführer beschwert, die mit nicht zugelassenen E-Motorrädern unterwegs waren und Verkehrsprobleme verursachten.

Am 22. September nahmen die Beamten den 31-jährigen Myanmarer Mr. Pyae fest, als er gerade zwei ausländische Touristen führte. Ihm wird vorgeworfen, ohne Arbeitserlaubnis und ohne Führerlizenz gearbeitet zu haben. Während der Feststellung tauchte sein Arbeitgeber auf – der 33-jährige Deutsche Mr. Roman.

KhaoSod

Deutscher gesteht illegale Geschäftspraktiken

Der Deutsche gestand sofort, den Myanmarer als Touristenführer angestellt zu haben. Er zahlte ihm Tageslohn plus Trinkgeld und betrieb seit sechs Monaten die Firma „Dirt E-Bike Co., Ltd.“. Das Unternehmen warb online um Kunden und verlangte 2.000 Baht (ca. 50 Euro) pro Stunde und Person.

Doch die Dokumentenprüfung ergab: Obwohl die Firma ihren Hauptsitz auf Koh Samui hatte, fehlte die Zweigstellengenehmigung für Koh Phangan. Roman muss sich jetzt nicht nur wegen des illegalen Tourismusgeschäfts verantworten, sondern auch wegen der Beschäftigung eines Ausländers ohne Genehmigung.

Warum ist Touristenführer ein geschützter Beruf?

In Thailand ist der Beruf des Touristenführers ausschließlich thailändischen Staatsbürgern vorbehalten. Dies soll einheimische Arbeitskräfte schützen und sicherstellen, dass Besucher qualifizierte Führer mit Ortskenntnis erhalten.

Polizeioberleutnant Winit betonte: „Wir fordern alle Tourismusunternehmer auf, sich strikt an das Gesetz zu halten.“ Bei Verstößen drohen empfindliche Strafen – bis hin zur Ausweisung.

KhaoSod

Hintergrund: Thailändische Führer wehren sich

Bereits am 10. September hatte die Berufsvereinigung thailändischer Reiseleiter bei Premierminister Anutin Charnvirakul Beschwerde eingelegt. Sie beklagte vier dringende Probleme, darunter die Arbeitsplatzverlagerung an Ausländer und die Ausweitung auf umfassende Tourismusgeschäfte, die thailändische Unternehmen schädigen.

Der aktuelle Fall zeigt, dass die Behörden nun härter durchgreifen. Neben den beiden Festgenommenen wurden auch E-Motorräder und Ausrüstung im Wert von Millionen Baht beschlagnahmt.

Stört Sie die Werbung?
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
ZUM ANGEBOT

Was bedeutet das für ausländische Unternehmer?

Der Fall sendet eine klare Botschaft an ausländische Geschäftsleute in Thailand: Tourismusbezogene Aktivitäten sind streng reguliert. Wer ohne die richtigen Genehmigungen arbeitet, riskiert nicht nur Geldstrafen, sondern auch Gefängnis und Ausweisung.

Für Mr. Roman und Mr. Pyae könnte die illegale Tätigkeit teuer werden. Während der Deutsche mit einer Ausweisung rechnen muss, droht dem Myanmarer eine Haftstrafe, bevor er abgeschoben wird.

Ihre Meinung ist gefragt

Was halten Sie von diesem Fall? Finden Sie es gerechtfertigt, dass er nun wegen seiner illegalen Arbeit Probleme bekommt – oder sollte Thailand die Arbeitsgesetze lockern? Teilen Sie Ihre Meinung in den Kommentaren unten!

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.
Quelle: KhaoSod

Wichtiger Hinweis für unsere Leser

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln:

  • Höflichkeit: Keine Beleidigungen, Kraftausdrücke oder Gewaltandrohungen.
  • Sorgfalt: Bitte achten Sie auf die korrekte Schreibweise von Namen.
  • Quellen: Zitate nur mit Namensnennung (Internet-Links/URLs sind nicht erlaubt).
  • Themen: Bitte keine Kritik an der Regierung, der Monarchie oder Diskussionen zur Moderation.
Vorbehalt der Redaktion: Wir behalten uns das Recht vor, Kommentare nachträglich zu bearbeiten oder zu löschen, sollten diese gegen unsere Regeln oder geltendes Recht verstoßen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.