BANGKOK, THAILAND – Die Übergangsregierung deckelt den Dieselpreis bei 29,94 Baht pro Liter, obwohl der tatsächliche Preis höher liegt.
Preisdeckel soll Alltag und Transport schützen
Der amtierende Energieminister Auttapol Rerkpiboon sagte am 9. März, die Deckelung solle steigende Transportkosten und damit den Druck auf die Lebenshaltung abfedern.
Hintergrund sind gestiegene globale Ölpreise, die sich in einem offenen Markt schnell an Zapfsäulenpreisen und Frachtkosten bemerkbar machen.
Oil Fuel Fund zahlt jeden Liter mit
Die Subvention liege im Schnitt bei 9,57 Baht pro Liter, wodurch der Oil Fuel Fund nach Angaben des Ministers rund 700 Millionen Baht pro Tag verliere.
Damit wird Diesel an der Zapfsäule bewusst unter die Kosten gedrückt, um kurzfristig Preissteigerungen entlang der Lieferketten zu bremsen.
Reserven reichen laut Minister nur noch etwa 15 Tage
Auttapol Rerkpiboon erklärte, der Fonds habe noch genug Mittel, um die Maßnahme ungefähr 15 Tage zu tragen.
Danach wolle die Regierung die Lage neu bewerten, einschließlich der Option, weitere Kredite aufzunehmen, falls die Subventionen fortgesetzt werden.
Notdekret als Türöffner für Staatsgarantien
Der amtierende Energieminister stellte in Aussicht, dass die Regierung per Notdekret handeln könnte, falls der Fonds die Dieselstützung nicht mehr aus eigener Kraft finanzieren kann.
Konkret ginge es darum, dem Finanzministerium die Möglichkeit zu geben, Kredite für den Fonds zu garantieren, um neue Darlehen abzusichern.
Warum Diesel in Mae Hong Son plötzlich 40 Baht kostet
Zu Berichten, wonach Diesel in entlegenen Regionen wie Mae Hong Son auf etwa 40,50 Baht pro Liter gestiegen sei, verwies Auttapol Rerkpiboon auf Zwischenhändler und höhere Transportkosten.
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
Die Preisunterschiede zeigten, dass ein staatlicher Deckel allein nicht automatisch überall ankommt, wo Logistik und Lieferwege teuer sind.
Direkteinkauf für Tankstellen in Randgebieten geplant
Das Energieministerium prüft, Tankstellen in abgelegenen Gegenden den Direkteinkauf bei lizenzierten Ölhändlern zu erlauben.
Ziel ist es, die Abhängigkeit von Mittelsmännern zu verringern und so die Endpreise besser kontrollieren zu können.
Regierung warnt vor Hamsterkäufen
Auttapol Rerkpiboon rief die Bevölkerung auf, keinen Treibstoff auf Vorrat zu kaufen.
Thailand habe ausreichend Versorgung und ein diversifiziertes Importsystem, das Engpässe verhindern solle.
Deine Meinung
Die Diesel-Deckelung wirkt kurzfristig wie ein Schutzschirm, doch die Kosten im Oil Fuel Fund zeigen, wie teuer diese Beruhigung an der Zapfsäule wird.
Sollte die Regierung die Subventionen auslaufen lassen, weiter Kredite aufnehmen oder stattdessen gezielt nur noch abgelegene Regionen stützen – was ist der sinnvollste Weg?



Das ist abzusehen wann selbst die noch notwendigen Notkredite nicht mehr helfen. Dann erst wird es ein ganz böses Erwachen geben.